Spielbericht: Grüne Tulpe - DIHT 3:1

Von wegen Heuschrecken, 10 ausgewachsene Männer standen der Tulpe am Abend des 2. Mai's im Poststadion gegenüber. Gibt es beim deutschen Industrie- und Handelskammertag nicht mal 11 Freunde? Das kommt vom Personalabbau. Da auch die Tulpen keinen einzigen Kicker zu viel an Bord hatten, blieb's beim bekannten Ungleichgewicht zwischen Wirtschaft und Grünen. Auch während des Spiels.

Trotz neu formierter Abwehr stand die Defensive der Tulpe sicher. Der DIHT kombinierte zwar gefällig aus der Abwehr, doch schon im Mittelfeld fehlten die Anspielstationen, Einzelaktionen der DIHT-Spieler endeten in schnellen Gegenangriffen der Tulpen. Bereits nach einer knappen Viertelstunde schlug sich die optische Überlegenheit der Tulpen auch im Spielergebnis nieder. Kristoffer Born nutzte kaltschnäutzig wie Deutsche Bank-Chef Ackermann das Durcheinander am Strafraum des DIHT. Sein mäßig wuchtiger Schuss wurde dabei noch von einem Abwehrrecken unhaltbar abgefälscht.

Das Tor tat dem Spiel gut – dem Spiel der Tulpen. Zwar überwogen die eher auf Hoffnung begründeten langen Bälle nach vorne, doch kam auch manche schöne Spielstafette zustande. Eine solche gipfelte in einem feinen Zuspiel in die Tiefe des Strafraums, von wo erneut Kristoffer Born souverän ins lange Eck des gegnerischen Tors vollendete.

Im Tulpen Strafraum kam es nur kurz vor der Pause zur Aufregung als Torwart Markus Nees einen langen Pass auf den gegnerischen Stürmer ohne Rücksicht auf seine eigene Gesundheit  - und die seines Gegners - zur Ecke klärte. Nach minutenlanger Benommenheit konnte er jedoch wie sein Gegner weiterspielen.

In der zweiten Halbzeit häuften sich die Torchancen der Tulpen, insbesondere nach scharfen Eckbällen bettelte der Ball nahezu mit der finalen Berührung ins Tor bugsiert zu werden. Als es nur noch eine Frage der Zeit zu sein schien, wann das 3:0 fällt, verletzte sich der wie immer lauf- und spielstarke Hartwig Meyer. Das nun hergestellte numerische Gleichgewicht machte Reserven beim DIHT frei, deren Kombinationsspiel jetzt zielstrebig und zweikampfstark bis in den Tulpen-Strafraum getragen wurde. Nach gut einer Stunde ein erster Warnschuss aufs Grüne Tor, der mit einer sehenswerten Parade des wiederhergestellten Tulpenkeepers gehalten werden konnte. Doch die Tulpenabwehr geriet in zunehmende Unordnung, so dass bald darauf ein Überzahlspiel des DIHT im Tulpestrafraum unbedrängt zum Anschlusstreffer genutzt werden konnte.

Kurze Zeit wogte das Spiel hin und her, bis eine feine Kombination über viele Stationen bei Jochen Hake landete, der aus 20 Metern mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck das 3:1 schoss. Der Widerstand des DIHT war gebrochen. In der Folge hätte die Tulpe das Ergebnis mit etwas mehr Zielwasser noch höher ausbauen können. Doch das wäre wohl zu ungerecht gegenüber den lange Zeit tapfer in Unterzahl spielenden Wirtschaftsvertretern gewesen. Schließlich meint es die Wirtschaft in Deutschland unter rot-grün ja schon schwer genug zu haben. Zumindest die grüne Tulpe hatte an diesem Abend aber die besseren Konzepte für das Wachstum – der Tore.

 

svd