Freizeitfußball–WM 2006

Spaß haben und guten Fußball spielen

Bei der WM 2006 für Freizeitmannschaften präsentierte die Grüne Tulpe Südkorea, dies ergab eine Auslosung im Vorfeld des Turniers. Am späten Sonntagnachmittag ging es dann in der WM-Gruppe G gegen Togo, die Schweiz und Frankreich. Einzig die Truppe von Frankreich, präsentiert von den Marzahner Malibu-Füchsen, hatte einen höheren Altersdurchschnitt als die Südkorea-Tulpe.

Kaum aufgelaufen ging es schon gleich in die Vollen. Togo,

präsentiert durch eine Gruppe aus Marzahn mit dem Namen "FC Kornkammer", machte sofort Dampf. Südkorea alias Grüne Tulpe haderte noch mit dem glatten Boden und konnte nicht viel mehr machen, als die Angriffe über sich ergehen zu lassen und zu kontern. Lange konnte Togo aus der Überlegenheit keine Tore erzielen, erst in der zweiten Hälfte fiel das Goldene Tor durch einen Fernschuss vom besten Spieler und Torschützen dieser Vorrunde!

Trotzdem waren die grünen Spieler von Südkorea nicht geschockt, sondern setzten alles dran zu gewinnen, als es im nächsten Spiel gegen Frankreich ging. Doch auch hier ließ die Standfestigkeit zu wünschen über und am Ende stand es 0:3. Frankreich durfte sich als Sieger feiern lassen. Individuelle Fehler und zu wenig Zusammenspiel hatten zu diesem katastrophalen Ergebnis geführt.

Gegen die Schweiz, präsentiert durch ein Sponsorenteam des Events von der WBG Marzahn musste nun ein respektables Ergebnis her, um nicht als Prügelknabe und freundlicher Punktelieferant nach Hause zu fahren. Doch es kam, wie es kommen musste. Trotz gutem Spiel verloren die Tulpen aus Südkorea mit 1:0, wobei es besonders ärgerlich war, dass dieses erst in der letzten Spielminute fiel und es auch noch von Südkorea selbst vorbereitet war.

Drei Spiele, drei Niederlagen. Eine enttäuschende Bilanz! Nun ging es in den Rückspielen darum, die Ehre zu retten. Direkt nach dem Spiel gegen die Schweiz stand wieder Togo auf dem Programm. Togo hatte in den Spielen zuvor gegen seine ehemalige Kolonialmacht Frankreich 4:0 und gegen die neutrale Schweiz mit 2:0 sicher gewonnen und somit bisher im gesamten Turnier noch kein Tor kassiert.

Das Motto der Tulpen war nun: "Spaß haben und wenigsten schönen Fußball spielen". Mit diesem Motto ging es in die Rückrunde. Doch wie bereits beim Spiel gegen die Schweiz standen die Koreaner nun hinten sicherer und waren zusätzlich auch vorne gefährlich. Togo war überrascht und nach drei Minuten erzielte Kristoffer Born nach einer schönen Einzelleistung das 1:0. Das erste Tor für Südkorea und das erste Gegentor für Togo. Kurz darauf sogar das 2:0, wieder war es Born, der den Torwart von Togo überlistete, diesmal nach einem sehenswerten direkten Spiel von Südkorea. Togo angefeuert von seinen fanatischen Fans warf alles nach vorne, aber Südkorea verwaltete geschickt und mit einer Abgeklärtheit, die jeder Serie A Mannschaft zur Ehre gereicht hätte, den Vorsprung. Togo erzielte zwar in der letzten Spielminute noch den Anschlusstreffer, doch mehr war nicht drin. Der erste Sieg für Korea, war da etwa doch noch mehr drin?

Die Tulpen hatten wieder Hoffnung geschöpft. Den Favoriten geschlagen! In der nächsten Begegnung wurde Frankreich mit 2:0 nach Hause geschickt. Christian Meuschke und ein Eigentor sorgten für den Sieg, der im Spielverlauf nie angezweifelt werden konnte. Da Togo die Schweiz mit 6:0 besiegte, hatten die koreanischen Tulpen unverhofft nun doch ein Endspiel gegen die Schweiz um Platz 2 in der Gruppe G und somit die Qualifikation für das Achtelfinale dieser Freizeit-WM. Ein Sieg und Südkorea wäre dabei!

Die Schweiz versuchte es von Beginn an mit aggressiven Pressing und erzwangen schließlich einen Fehlpass von Südkorea und nach schnellem Passspiel der Schweiz stand es 1:0. Ungünstiger kann es eigentlich gar nicht losgehen. Doch es ging noch ungünstiger! Ein weiterer Abspielfehler durch der Tulpen führte kurze Zeit später zum 2:0 für die Schweiz. In der weiteren Folge entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel in dem sowohl Arne Jungjohann als auch Stefan Witt die Chance hatten, auf 2:1 zu verkürzen. Doch der Anschlusstreffer fiel erst kurz vor Schluss, als Jochen Hake den Ball einem Schweizer Stürmer abnahm und ihn unter dem herausstürmenden Torwart einschob. Endstand 2:1. Schweiz weiter, Südkorea draußen.

Immerhin wurde der Turnierfavorit geschlagen und man hat sich ehrenvoll aus dem Turnier verabschiedet. Bester Spieler der Koreaner war Torwart Carsten Pfeiffer, der mit einigen guten Paraden für die Siege gegen Frankreich und Togo sorgte.

 

jh