Veröffentlicht am

Stärkung von Hausärztinnen und Hausärzten

  • Der Fachkräftemangel bei Hausärztinnen und Hausärzten gefährdet die Versorgung. Attraktive Arbeitsbedingungen sind der Schlüssel für eine bedarfsgerechte Primärversorgung.
  • Mit SPD und FDP haben wir uns auf wichtige Verbesserungen geeinigt, um die Versorgung zu stärken.
  • Auch für Frauen nach einer sexuellen Gewalttat und für die Versorgung von Menschen mit Behinderungen konnten wir noch Erleichterungen erreichen.

In ländlichen und strukturschwachen Regionen gibt es viele unbesetzte Stellen für Hausärztinnen und Hausärzte. Dieser Fachkräftemangel könnte in den kommenden Jahren weiter zunehmen, denn etwa ein Drittel aller Hausärztinnen und Hausärzte sind über 60 Jahre alt und suchen meist händeringend nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger. 

Attraktive Bedingungen für Hausärztinnen und Hausärzte

Dabei werden Hausärztinnen und Hausärzte wegen des demographischen Wandels immer wichtiger für die Versorgung. Sie sind in der Regel erste Ansprechstation bei einem akuten gesundheitlichen Problem und damit diejenigen, die die Patientinnen und Patienten durch unser Versorgungssystem lotsen sollen.

Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Nachricht, dass wir buchstäblich in letzter Minute wichtige Verbesserungen in der hausärztlichen Versorgung erreichen konnten:

  • Wir sorgen für eine verlässlichere Vergütung. Alle von Hausärztinnen und Hausärzte erbrachten Leistungen werden künftig voll vergütet.
  • Für chronisch kranke Patientinnen und Patienten, die nicht so intensiv betreut werden müssen, wird statt einer quartalsweisen eine jährliche Versorgungspauschale gezahlt. Damit entfällt der Anreiz, Versicherte nur wegen dieser Pauschale einmal im Quartal einzubestellen. Das sorgt für zusätzliche hausärztliche Behandlungskapazitäten für andere Versicherte.
  • Außerdem können Hausärztinnen und Hausärzte künftig eine Pauschale zur Vorhaltung von notwendigen Praxisstrukturen abrechnen.

Weitere Verbesserungen

Für Menschen mit Behinderungen konnten wir Erleichterungen bei der Versorgung mit Hilfsmitteln zur besseren Teilhabe und Mobilität erreichen. Bei der Behandlung in einem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) oder einem Medizinischen Behandlungszentrum für Erwachsene mit Behinderungen (MZEB) entfällt künftig bei der Verordnung eines Hilfsmittels die Prüfung der Erforderlichkeit durch die Krankenkasse. Damit wird die Versorgung deutlich beschleunigt. Außerdem wird eine Ausnahmeregelung zur Erstattung von Wundverbänden verlängert.

Gesetzlich versicherte Frauen erhalten bei Hinweisen auf eine sexuelle Straftat ohne Altersbeschränkung Notfallkontrazeptiva („Pille danach“) als Kassenleistung. Bislang galt dabei eine Altersgrenze von 22 Jahren.

Weitere Texte und Dokumente zum Thema

Britta Haßelmann und Ulle Schauws: Gerichtsurteil im Berufungsverfahren über Schwangerschaftsabbrüche in einer katholischen Klinik

Dieses Urteil ist für Joachim Volz ein Erfolg – aber dennoch ist es kein guter Tag für Frauen.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Britta Haßelmann und Ulle Schauws: Gerichtsurteil im Berufungsverfahren über Schwangerschaftsabbrüche in einer katholischen Klinik
Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen sichern

Lange Wege, wenige Anlaufstellen, unsichere Versorgung: In vielen Regionen fehlt eine verlässliche Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen. Unser Antrag zeigt Verbesserungsmöglichkeiten auf.

Fachtext
Fachtext: Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen sichern
Stärkung der Rechte von Patientinnen und Patienten

Wir stärken Patient*innenrechte: bessere Beweislage, klare Organisationsverantwortung, fälschungssichere Dokumentation und unabhängige Gutachten – für mehr Transparenz und Vertrauen im Gesundheitssystem.

Fachtext
Fachtext: Stärkung der Rechte von Patientinnen und Patienten
Simone Fischer zu den steigenden Eigenanteilen für pflegebedürftige Menschen

Die Zahlen zu den aktuellen Heimkosten sind alarmierend, aber nicht überraschend. Sie sind die absehbare Folge politischer Untätigkeit.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Simone Fischer zu den steigenden Eigenanteilen für pflegebedürftige Menschen
Pflegefachassistenzgesetz: Ausbildung in der Pflege

Die Ausbildung zur Pflegefachassistenz muss attraktiver werden, um mehr Menschen dafür zu gewinnen.

Fachtext
Fachtext: Pflegefachassistenzgesetz: Ausbildung in der Pflege
Es wurden keine Treffer gefunden.

Unsere Publikationen

Blick auf den grün eingefärbten Besucherbereich innerhalb der Reichstagskuppel

Was uns verbindet

Die Zeitung "Extra Grün" bringt soziale Wärme zum Jahresende.

Zeitschrift
Zur Publikation: Was uns verbindet

Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag

Hier lernen Sie uns und unsere Arbeit kennen.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag

Ohne Wasser kein Leben

Wie Renaturierung und natürlicher Klimaschutz helfen, unsere Trinkwasservorräte zu sichern.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Ohne Wasser kein Leben