Grüne Tulpe - SG Deutscher Bundestag

Keine 180 Sekunden waren am Montagabend im Poststadion zur gewohnten Zeit gespielt, als eine erste Großchance der Bundestagsmänner für mächtig Wirbel im hinteren Mannschaftsteil der Tulpen sorgte.

Ein langer Ball aus dem Halbfeld flog  über die gesamte Grüne Defensivabteilung auf einen der spielstarken Stürmer der SG Deutscher Bundestag zu. Tulpenkeeper Jochen Schieborn konnte den Ball aber auf Grund seines guten Stellungsspiels frühzeitig entschärfen – denkste! Schieborn flutschte der Ball ungewohnt aus der Hand und wurde dadurch nochmal gefährlich ins Spiel zurück gebracht – sollte ihn etwa der aus dem Schwabenländle angereiste Vater and der Seitenlinie etwa nervös gemacht haben?

Ein Angriff über links, der zuvor eingeleitet wurde durch die an diesem Abend spielstarke Doppelsechs bestehend aus Finn Pelke und André Bornstein landete über Nils Simon beim Kapitän der Tulpen Kristoffer  Born. Dieser tankte sich bis zur Grundlinie des Gegners durch, bevor seine perfekt getimete Flanke im Strafraum landete. Die Verwalter des Grundgesetzes konnten den Ball zwar noch kurzfristig klären, ihn dann aber nicht souverän genug sicher hinten herausspielen. So kam es wie es kommen musste. Nach etwa 7 Minuten landete der Ball, auch durch das gute Pressingspiel der Tulpen beim Präsidenten Markus Kurdziel. Aus etwa 20 Metern halb linker Position zirkelte dieser den Ball über den herausstürzenden Torwart hinweg Richtung Tor, wo er anschließend zum 1:0 im Netz flatterte.

 

 

 

 

 

 

 

Keine fünf Minuten später wieder einer dieser langen gefährlichen Bälle auf die Stürmer der SG-Mannschaft. Auf Grund des miserablen Platzverhältnisses (Nässe + Eiseskälte = frostiger Boden) sprang der Ball nach dem Aufprallen, aus welchem physikalischen Grund auch immer, deutlich höher als an "normalen" Tagen. Wie dem auch sei, der Ball trumpfte auf, flog über den ersten Tulpenverteidiger Stefan Witt – ungewöhnlich bei seiner Größe - und landete beim zweiten Tulpenverteidiger Markus Meyer. 

Es folgte ein Klassiker des Fußballsports. Anstatt den Ball sicher aus der Gefahrenzone zu entsorgen, kam das, was kommen musste. "Nimm du ihn, ich hab ihn sicher" waren die letzten hörbaren Wortfetzen zwischen Meyer und Schieborn bevor der Ball ins eigene Netz zum Ausgleich kullerte.

Danach plätscherte das Spiel so vor sich hin. Immer wieder erarbeiteten sich die Tulpen gute Torchancen. So landete u. a. eine perfekt getretene Flanke vom rechten Mittelfeldspieler Marek Dutschke im Sechszehners des Gegners. Das hätte auch das 2:1 für die Tulpen werden können. Wurde es aber nicht – jedenfalls noch nicht.

In der zweiten Halbzeit ging es hin und her. Das Spiel war auf Grund der kalten Temperaturen und des schlechten Untergrunds ziemlich zerfahren. Die Fehlpassquote war deutlich höher als an anderen Spielabenden und so richtig fand keine der beiden Mannschaften ins Spiel.

Der Bundestag beschränkte sich darauf zu kontern und überließ es den Tulpen das Spiel zu machen- das dadurch an diesem Abend leider nicht ansehnlicher wurde. So wurde die Tulpe in der 65. Minute nach einer eigentlich gut getretenen  Ecke klassisch ausgekontert. In letzter Sekunde konnte Linksverteidiger Ole den Ball vor dem einschussbereiten Bundestagsstürmer gerade noch vom Fuß spitzeln.

Ein Abwehrverwalter passte unter grünem Druck zu seinem Torwart, der daraufhin das Bällchen blind in die Mitte wegschlug. Allerdings direkt auf dem Fuß des einen Tulpen-Mittelfeldmotors Finn Pelke, der ohne zögern sofort die richtige Antwort parat hatte. In bester Klaus Augenthaler-Manier landete der Ball zum 2:1 im Netz des Gegners. In der 75. Minute also endlich die erlösende Führung für die frierenden Tulpen. Nach eigenem Empfinden berichtet Finn von 45 Metern – naja! Es waren wohl doch ein paar Meter weniger, aber das Tor war auf jeden Fall ein Knaller.  

Die letzten Minuten des Spiels verwalteten die Tulpen den Ball mal etwas ruhiger und ein anderes mal ein bisschen flotter als eigentlich gewollt, bis endlich der erlösende Schlusspfiff ertönte.

Fazit: Trotz der miesen Platzverhältnisse und des furchtbar kalten Wetters gewannen die Tulpen das Spiel, auch wenn es zum größten Teil nicht überzeugend, vielleicht sogar unverdient war. Aber: Die Serie hält!