Grüne Tulpe - BeckerBüttnerHeld: 2:1

„Hauptsache gewonnen!“ Mit diesem Motto könnte das Spiel der grünen Tulpe gegen die Mannschaft von Becker Büttner Held durchaus passend zusammengefasst werden. Doch der Anspruch, den die Tulpe an ihr Spiel hat, verbietet diesen platten Schluss nach 90 Minuten. Vor allem wenn der Gegner nicht ebenfalls aus dem politischen Lager kommt oder es sich um eine Turnierspiel handelt.

 

Der mühsame 2:1 Erfolg am vergangen Montag gegen BeckerBüttnerHeld entsprach also gar nicht der Vorstellung von „linkem“ Fussball wie sie von vielen Spielern immer wieder gefordert und gepflegt wird. Vielmehr Krampf und Kampf als schöne Spielzüge wurden von den Beteiligten im Poststadion gezeigt. Dabei hatte es noch gut begonnen. Nach wenigen Minuten köpfte André eine mustergültige Ecke von Hartwig ins gegnerische Tor. Diesmal mit weniger Wucht als gewohnt, aber dafür umso präziser platziert. Nach gutem Einsatz von Manu konnte sogar wenig später das 2:0 nachgelegt werden. Der Stürmer setzte die Abwehr unter Druck und André profitierte von dem erzwungenen Fehler zu einem weiteren Tor; ein weiterer der inzwischen ungezählten Doppelpacks von dem etatmäßigen Verteidiger.

Weitere Gelegenheiten zu einer höheren Führung vergab Hartwig nach wunderbaren Solos jedoch kläglich.Der Gegner konnte das diesmal von Markus Meyer gehütete Tor der Tulpen nur gelegentlich gefährden. Die wenigen Vorstöße waren dafür gleich brandgefährlich. Vor allem ein Pfosten- und Lattentreffer innerhalb kürzester Zeit sind erwähnenswert, wobei der sonst umsichtige Libero Tresfore sich hier seinen einzigen Fehler leistete.In der 2. Halbzeit entwickelte sich dann das eingangs kritisierte, gelinde gesagt unschöne Spiel. Dabei wäre der 2:0 Vorsprung im Rücken doch ideal gewesen um die Partie mit Übersicht zu kontrollieren und den Vorsprung auszubauen. Keine Doppelpässe oder Ballstaffetten geschweige denn Kombinationen waren mehr von den Tulpen zu sehen.

BeckerBüttnerHeld kam immer besser ins Spiel. Folgerichtig fiel auch der Anschlusstreffer. Bei einem schnellen Konter waren die grünen Abwehrspieler inklusive Torwart machtlos.Der "grüne Faden" war nun vollends gerissen. Die Tulpe war immer weniger Herr im eigenen Haus und ließ sich hinten rein drücken. Wie häufig in den letzten Wochen war von der erhofften Souveränität nichts zu spüren und Nervosität machte sich breit. Entlastung oder Chancen für die Tulpen gab es kaum noch. Dass es am Ende dank intensivem Einsatz doch noch zum 2:1 Sieg reichte, ist lobenswert. Mit einem "stets bemüht" im Zeugnis und einem "befriedigend" als Ergebnis will sich die Tulpe aber inzwischen nicht mehr zufrieden geben. "Hauptsache gewonnen" zählt höchstens noch am kommenden Wochenende, beim vereinseigenen Jubiläumsturnier.