Grüne Tulpe - Spanische Botschaft

Nach vier Siegen in Folge war auf grüner Seite das Selbstvertrauen vor der Partie natürlich groß. Zwar konnte die Grüne Tulpe bisher nur einmal gegen die Spanische Botschaft gewinnen, doch heute stand die Tulpe nahezu in Bestbesetzung auf dem Lichtplatz im Poststadion.

Die grüne Fraktionsmannschaft war gewillt den Weltmeister endlich wieder zu schlagen. So wie vor fast genau zwei Jahren, als sie die Spanier erst- und letztmalig besiegen konnte. Damals hieß es nach einem turbulenten Spiel, in der die Tulpe bereits nach 30. Minuten mit 3:0 führte, am Ende 5:3.

Und auch diesmal ging es gut los fürs grüne Team. In der 12. Minute war Mittelfeldregisseur Aaron Greicius einfach nicht vom Ball zu trennen und als alle auf dem Platz- auch seine Mitspieler- mit einem Pass rechneten, zog dieser einfach mal aus gut 30 Metern ab. Der Ball flog schön und platziert über den zu weit vor seinem Kasten stehenden Casillas hinweg ins spanische Netz: 1:0

Eigentlich soll ja eine Führung die nötige Sicherheit bringen, doch das Gegenteil war der Fall. Es schlichen sich zunehmend grobe Abwehrschnitzer ein, auch weil die Spanier ihr Pressing weiter verstärkt hatten. Viele Bälle landeten aber ohne Not im feinen spanischen Füßchen. Die wussten gleich etwas damit anzufangen und nach nur wenigen Minuten hieß es schon 1:1.

Jetzt wurden die Tulpen noch nervöser und weitere ärgerliche Fehlpässe im Spiel nach vorne machten den Gegner stark. Wie es sich für einen Weltmeister gehört, werden Fehler umgehend bestraft. So fiel in der 22. Minute erst das 1:2 und kurz vor der Halbzeit dann sogar noch das 1:3 für die Spanier. Dabei waren alle drei Tore der Botschafter von der iberischen Halbinsel nicht einmal richtig herausgespielt, sondern waren alle Folge schwerer individueller Fehler der Tulpen.

Den 1:3 Rückstand zur Halbzeit hatten sich die Grünen also selber zuzuschreiben. Und das war natürlich dann auch Thema in der Halbzeitpause. Allen Tulpen war klar, dass man trotz des ärgerlichen Rückstands wieder Ruhe ins eigene Spiel bringen musste, um wieder die Zügel in die Hand zu bekommen. Die Viererkette wurde zur einer Dreikette umgebaut und so das Mittelfeld verstärkt. Schließlich musste schleunigst der Anschlusstreffer her.

Mit dem Start in die zweite Hälfte klappte es dann auch gleich besser im grünen Spielaufbau. Die Grüne Tulpe konnte jetzt im Mittelfeld immer mehr Akzente setzen und die spanische Abwehr geriet mehr und mehr unter Druck. Eine Ecke nach der anderen holte die grüne Fraktionsmannschaft jetzt heraus. Allerdings flogen nicht nur der spanische Keeper, sondern auch die grünen Köpfe und Beine immer wieder haarscharf am Leder vorbei.

In dieser grünen Sturm- und Drangphase brannte in der Tulpe-Abwehr nichts an. Nur einmal hatte ein Konter der Iberer vor dem Kasten von Jochen Schieborn für Gefahr gesorgt, aber der grüne Schlußmann konnte glänzend parieren.

Dann die 67. Minute. Freistoß für die grüne Mannschaft von halblinks. Andre Bornstein holzte das Leder mit voller Wucht an die Querlatte, aber leider nichts ins Tor. Doch die Tulpe ist dran am Anschlusstreffer und so ging es nur weiter in eine Richtung.

Eine der vielen grünen Ecke, die in der Folge herausgespielt wurden, sorgten dann erneut für viel Gefahr im spanischen Strafraum. Die Botschaft bekam das Leder ein ums andere Mal nicht richtig raus. In der 73. Minute stand dann Simon Bruhn plötzlich goldrichtig und schob cool zum verdienten 2:3 ein.

Endlich war der wichtige Anschlußtreffer gefallen und die Grüne Tulpe zurück im Spiel. Zu dem Zeitpunkt waren ja noch knapp 20 Mnuten zu spielen. Es konnte also noch viel passieren und es sollte auch noch viel passieren.

Nun waren es die Weltmeister, die nervös wurden. Und in der 79. Minute gelang dem grünen Team dann der schönste Spielzug des Tages. Asgar Ergin sah wie sich sein Kapitano Kristoffer Born für einen Pass in die Tiefe bereit lief. Und hier machte es sich bezahlt, wenn man seit über 10 Jahren zusammenspielt. Asgar kennt die Laufwege seines Mitspielers wie die Oma ihren Sparstrumpf. In bester Uwe Bein-Marnier spielt er das Bällchen durch die Gasse in den Lauf von Kristoffer Born. Der stürmt aufs spanische Tor zu, hat dabei aber einen Puyol im Rücken. Unter Bedrängnis schlenzt Born gerade noch im richtigen Moment das Leder am herausgelaufenden Keeper mit seinem starken linken Schlappen vorbei ins Tor zum 3:3. Der längst verdiente Ausgleich ist endlich da.

Die Grüne Tulpe will aber noch mehr. Sie will den Sieg und erhöhte noch einmal den Druck aufs spanische Tor. Das stand auch gleich wieder unter Beschuß, doch ein Tor will nicht fallen. Wie immer in einem solchen Fall vernachlässigt eine Mannschaft, die unbedingt den Siegtreffer erzwingen will, die eigene Abwehrarbeit.

In der 87. Minute wurde ein grüner Angriff auf der rechten Seite von der Spanischen Botschaft abgefangen und die schnellen spanischen Stürmer rannten in Überzahl auf die verbliebenen zwei einsamen Abwehrtulpen los. Der Weltmeister nutzte erneut die Situation eiskalt aus und schoß zum 4:3 ein. Und das drei Minuten vor Schluss.

Wars das? Sollte alles Anrennen der Grünen umsonst gewesen sein. Die Tulpe will das einfach nicht akzeptieren. Jede Tulpe mobilisierte nun irgendwie Reserven, die es eigentlich gar nicht mehr geben durfte. 

Nachspielzeit. So um die 93. Minute. Noch einmal eine Ecke für die Tulpen. Im Strafraum hatte sich alles versammelt. was Beine hat. Wieder verschätzte sich der spanische Keeper beim Herauslaufen und im Tohuwabohu stand natürlich auch Andre Bornstein. Der will den Ball unbedingt, sprang höher als alle anderen und zielte ganz genau. Der Ball flog hart und unhaltbar ins rechte spanische Toreck. Ausgleich. Abpfiff. 4:4. Unglaublich!

Fazit: Wie so viele Mal in dieser Saison schaffte die Grüne Tulpe durch eine extrem starke Energieleistung quasi mit dem Abpfiff den fast nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Diese ist 2010 ebenso zum Markenzeichen geworden, wie die Tatsache, dass die Tulpe ein Spiel niemals verloren gibt. Dies unterstreicht wieder einmal die tolle Moral im grünen Team.