Spielbericht: Grüne Tulpe - BVG 3:5

Erstmals in der langen Geschichte der Grünen Tulpe kam es zu einem offiziellen Kräftemessen mit dem öffentlichen Nahverkehr. Die Bedingungen waren viel versprechend: Erstmals war nicht einer der vielen Kunstrasenplätze der Austragungsort, sondern das ehrwürdige Poststadion selbst. Während die Grüne Tulpe noch in Ehrfurcht erstarrt und mit den Gedanken beim Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1934 beschäftigt war, lag die BVG bereits mit 2:0 in Führung.

Das Rezept der Gäste war dabei einfach und effektiv: lange Bälle auf die beweglichen Stürmer und eiskalter Abschluss. Nach den beiden Treffern von Stefan Schinkel kehrte dann allmählich auch die Tulpe in das Spiel zurück. Der Anschlusstreffer zum 1:2 von Kristoffer Born fiel dennoch überraschend. Nicht zum ersten Mal gelang dem Spielführer der Grünen dabei das Kunststück eine Ecke direkt zu verwandeln. Die Aufbruchstimmung erhielt jedoch einen schnellen Dämpfer durch das 3:1 von Niels Kremmin – bei dem es der BVG erneut gelang, frei vor Markus Nees, dem Torhüter der Grünen aufzutauchen.

Die anschließende Schlussviertelstunde der 1. Halbzeit entwickelte sich zur interessantesten Phase des ganzen Spiels. Die Tulpe zeigte sich jetzt sehr bemüht, das Spiel in die Hand zu bekommen, während die BVG bereits erste Ermüdungserscheinungen offenbarte. Der Anschlusstreffer zum 2:3 Halbzeitstand von Christoph Kunzmann war die logische Konsequenz.

Nach einer ungewöhnlich langen Halbzeitpause, bei der die BVG für eine Viertelstunde in der Kabine verschwand, gelang es den Grünen jedoch nicht, die Bissigkeit und den Druck aufrecht zu erhalten, und so konnten die Gäste ihren Vorsprung durch Tore von Thorsten Haake und einem Fernschuss von Murat Demirkoparan auf 5:2 ausbauen. Der 3:5-Anschlusstreffer von Jürgen Stark fiel zu spät für eine erneute Aufholjagd.

Aber: Die Herausforderung für eine Revanche steht!

tf