Greenpeace-Turnier in Hamburg

Grüne Tulpe bereits wieder erfolgreich "on Tour"

Einen stilvolleren Start ins neue Reisejahr hätte es für die Grüne Tulpe kaum geben können. Mit dem Biodiesel-Fraktionsbully ging es auf den Weg nach Hamburg.Gut gepackt war selbst Platz für den Gegner an Bord: Greenpeace-Lobbyist Andree Böhling war aufgrund eines im Sturme wankenden Hauptbahnhofs in Berlin gestrandet und kaufte sich nun mit Getränken in unseren Bus ein. Die Stimmung war gut, die volle Autobahn und zähflüssiger Verkehr halfen Routinier Britvec seine Gunter-Anders-Lektüre noch zu beenden, ehe die Tulpe pünktlich zu Turnierbeginn in der Soccer-Halle im Hamburger Hafengebiet aufschlug.

Greenpeace

– traditioneller  Begleiter und Provokateur der Grünen – hatte nach Hamburg zum kleinen Wochenabschlussturnier eingeladen, dessen Geschichte schnell erzählt ist:

Im Modus "jeder gegen jeden" wurde aus fünf Mannschaften der Turniersieger ausgespielt. Die Grüne Tulpe wählte eine überraschend offensive Spielweise mit zwei Stürmern. Diese erhöhte zwar den Spaßfaktor und bescherte reichlich Torchancen im Eröffnungsspiel, doch wusste der Gegner

Greenpeace I

die sich öffnenden Räume zu nutzen. Die zweimalige Führung durch Flügge und Britvec konnte unter großem Einsatz ausgeglichen werden.

Nach dem Remis zum Auftakt hielt die Tulpe an der offensiven Spielausrichtung fest. Wider erwarten schien diesmal die Taktik gegen die

Software-Spezialisten von

CPS

aufzugehen. Die Führung durch Jungjohann leitete die Sturm-und-Drang-Phase der Tulpe ein, die jedoch trotz zahlreicher Gelegenheiten torlos blieb. Fünf Minuten vor Spielende nutzte der Gegner die sich plötzlich auftuende Räume eiskalt zur 3:1 Führung. Torhüter Markus Nees mochte gar nicht glauben, wie weit entfernt seine Mitspieler vom eigenen Gehäuse agierten. Im fulminanten Schlussspurt gelang doch noch der verdiente 3-zu-3-Ausgleich durch Holstein und Flügge.

Das darauf folgende Spiel gegen Adobe

sollte reine Formsache sein. Nach dem bisherigen Turnierverlauf sah man sich gezwungen, die offensive Taktik beizubehalten und auf Sieg zu spielen. Vor dem Spiel blieb noch ausreichend Zeit zum gerstenhaltigen Zaubertrunk zu greifen - bei vergangenen Turnieren half dies gewisse Verkrampfungen zu lösen. Nicht jedoch in Hamburg. Trotz deutlicher Überlegenheit geriet die Tulpe zunächst in Rückstand. Doch nach ein wenig Einwirkzeit schien der Zaubertrank doch noch zu wirken. Jungjohann und Holstein drehten auf und den Spieß zum 2-1 um. Als dann auch Stürmer Meyer endlich sein erster Turniertreffer gelang, gab es kein Halten mehr auf dem Platz. Mit 4-2 fuhr die Tulpe schließlich ihren ersten Sieg ein und stellte damit die Weichen nach eigenem Empfinden auf Turniersieg. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man kickt…

Im letzten Spiel traf die Tulpe auf die bis dahin ebenfalls ungeschlagene Mannschaft von Greenpeace 2. Doch im vorweggenommenen Finale wurden die Mannen um Antreiber Benze kalt erwischt. 0-4 nach fünf Minuten deuteten auf ein Desaster erster Güte hin. Ein letztes Aufbäumen ging durch die wohl spielstärkste Mannschaft des Abends. Den Zuschauern gefiel es: Nach einem Meyer-Hattrick (wie befreiend ein Tor doch wirken kann) kämpfte sich die Tulpe zum 3:4 heran, ehe ein Konter die letzten Hoffnungen auf den Turniersieg doch vereitelte.

Es war ein guter zweiter Platz und ein schönes Turnier, der mit einem gelungen Ausflug in die Schanze und einer nächtlichen Taxi(irr)fahrt mit zahlreichen Baustellen ausklang. Die Glückwünsche gehen an Ausrichter und Turniersieger Greenpeace

, bei dem wir uns auch wegen der außergewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeit auf der Beluga bedanken. Wir hoffen uns beim Osterturnier in Berlin revanchieren zu können!