Grüne Tulpe, Deutscher Meister!

Deutscher grüner Meister

Ein Reise- und Turnierbericht

Mittwoch, 16. Mai, 16:30 Uhr:

Die Grüne Tulpe macht sich im fraktionseigenen Bio-Mobil auf den langen Weg nach Essen. Mit im Fraktionsbus sind dabei: Jochen Hake, Asgar Ergin, Marek Dutschke, André Bornstein und Ratimir Britvec. Thomas Flügge kommt mit dem Zug aus Kassel. Kurzfristig absagen mussten leider "El Presidente" Markus Kurdziel und Teamchef a.D. Wolgang Helm.

Die Grüne Tulpe macht sich im fraktionseigenen Bio-Mobil auf den langen Weg nach Essen. Mit im Fraktionsbus sind dabei: Jochen Hake, Asgar Ergin, Marek Dutschke, André Bornstein und Ratimir Britvec. Thomas Flügge kommt mit dem Zug aus Kassel. Kurzfristig absagen mussten leider "El Presidente" Markus Kurdziel und Teamchef a.D. Wolgang Helm.

Doch trotz knapper Auslese ist die Vorfreude groß, die Spannung steigt. In Essen wird am Donnerstag der erste Grüne Deutsche Meister ausgespielt. So was gabs noch nie und natürlich muss die Grüne Tulpe mit dabei sein. Es wird eine lange Fahrt. Gehörig Wegzehrung a la Bier, Schoki, Skat, Trivial Pursuit und "Lodda Matthäus" versüßen die Reise nach Essen. Erst um halb eins in der Nacht erreichen wir die Jugendherberge in der Kulturhauptstadt 2010. Die Taschen werden verstaut und ab zur ersten inoffiziellen Mannschaftsbesprechung in die Eckkneipe nebenan. Bei Lokal-Bier erklärt uns Asgar, unser provisorischer Teamchef, die morgige Mannschaftsaufstellung. Nach kurzer Beratung wird diese von oben bis unten umgekrempelt. Jochen im Tor, Thomas und André Abwehr, Rati Mittelfeld sowie Asgar und Marek Flügelzange.

 

Sechs Stunden Schlaf später, hervorragend gestärkt durch den Börek zum Frühstück, geht es auf den Platz. Dort erwarten uns die anderen grünen Teams: Grünen Essen, die Putztruppe (Grüne Jugend Hessen), Landesgeschäftsstelle Grüne NRW, Grüne Jugend NRW und last but not least der Gastgeber Rheingrün. By the way, wir gelten als Favorit.

Gespielt wird folgendermaßen: Gruppenphase jeder gegen jeden, danach Halbfinale 1. gegen 4. sowie 2. gegen 3. usw. Ein Spiel dauert fünfzehn Minuten. Die Grüne Tulpe hat keine Auswechselspieler und muss durchbeißen. In guter, alter Tradition tun wir uns schwer im ersten Spiel. Die Putztruppe macht ihrem Namen alle Ehre und hält ihren Kasten beim Tulpen-Sturmlauf sauber. Erst in der vorletzten Spielminute dann das erlösende 1:0 durch André. Durchatmen. Mit einem Sieg ins Turnier gestartet, so was hats auch bei der Tulpe noch nie gegeben. Der Anfang ist gemacht.

Im zweiten Spiel erwartet uns ein noch ein stärkerer Gegner. Die Landesgeschäftsstelle NRW (LGS) bietet einen enormen Kader von zwischenzeitlich 15 SpielerInnen auf. Technisch auf dem selbigen Niveau wie wir, machen auch sie uns das Spiel sehr schwer. Erst zwei Einzelaktionen wiederrum von André sichern den hart umkämpften 2:0 Endstand für die Tulpe.

Drittes Spiel. RheinGrün ist top motiviert. Der Gastgeber ist heiß und willens, den fast halben Meter hohen Pokal für den zukünftigen Deutschen Meister im Ruhrpott zu halten. Aber Meisterpokale und der Ruhrpott ist ja so eine Sache. Und tatsächlich: Spielverderber Tulpe gibt sich keine Blöße und beendet das Spiel souverän mit 5:0. Marek, Rati, Asgar, André und Thomas tragen sich in die Torschützenliste ein. Der Einzug ins Halbfinale ist so gut wie gesichert. Die Tulpe wird also bis dato ihrer Favoritenrolle gerecht.

Spiel vier geht gegen die ebenfalls ersatzgeschwächte Mannschaft von Grüne Essen. Auch in diesem Spiel übertrumpft die Spielfreude der Tulpen der Einsicht, hinsichtlich des anstehenden Halbfinals lieber einen Gang runter zu schalten. Es wird kombiniert, verschoben, gewechselt und gekreuzt was das Zeug hält. Zweimal Asgar, zweimal Thomas, einmal André und sogar Goalie Jochen besiegeln das verdiente 6:0. Und das ohne Krampf!

 

Weiter im Text: Das letzte Gruppenspiel nun gegen die Grüne Jugend NRW. Schnelles Spiel und hohes Niveau. Die Grüne Tulpe kann jedoch auch dieses Spiel mit 2:0 für sich entscheiden. Thomas und André (nun endlich auch mal mit dem Kopf) sind die Tulpe- Torschützen.

Die Tabelle der Gruppenphase liest sich phänomenal. 15 von 15 möglichen Punkten bei einem Torverhältnis von 16:0. Die gegenerischen Mannschaften scheinen das Turnier schon fast abgehakt zu haben. Souveräne Mannschaftsleistung, solides, technisch aber hochwertiges Spiel. Die Grüne Tulpe scheint an diesem Tag keine Ausfälle zu haben, ein knapper aber ausgewogener Kader ist der Garant zum Sieg. Der Pokal der Ersten Grünen Deutschen Meisterschaft scheint nur noch eine Formsache.

Doch das ist ja das Schöne am Fußball. Der Pokal kennt seine eigenen Gesetze. Die Grüne Tulpe hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Pommes, Essens Currywurst und eine Spielweise, die auch die letzten Kräfte schwinden lässt, machen das Halbfinale wieder spannend. In einem ausgeglichenen Spiel im Halbfinale gegen die Grüne Jugend NRW endet das Spiel nach 15 Minuten mit 0:0. Überraschte Gesichter auf der Tribüne. Die Grüne Tulpe scheint platt und ausgezehrt zu sein. So kommt es unweigerlich zum 9-Meter-Schießen. Thomas, André und Asgar platzieren gekonnt in eine Ecke. Die Grüne Jugend schießt einmal übers Tor. Jetzt liegt es am alten Fuchs Rati, die Grüne Tulpe ins Finale zu befördern. Doch Rati, wäre nicht Rati, hätte er nicht seine eigene, sehr ausgebuffte Taktik zum 9-Meter-Schießen: Bewusst tritt er als letzter Schütze an, da er zuvor den gegnerischen Torwart beobachtet hat. Dieser geht beim Schuss bewusst in eine Ecke. Ergo Rati: "Man darf nicht in eine Ecke schießen, das wäre gefährlich." Beim Anlaufen gilt es daher, dem Torwart in die Augen zu schauen, um ihn spielerisch auf eine andere Seite zu verladen. Rati läuft an, schickt den Keeper in die andere Ecke: Tor! Die Grüne Tulpe im Finale.

Hier heißt es überraschend gegen die Putztruppe aus Hessen. Hatten diese sich im Verlaufe des Turniers enorm gesteigert, spielten sie auch im Finale munter drauf los. Doch schon nach fünf Minuten, ergattert sich Teamchef Asgar den Ball im Sturm, um ihn dann schnurstracks und konsequent hinter die Linie zu bugsieren. 1:0 für die Tulpe. Danach wird es ein offener Schlagabtausch. Die Putztruppe aus Hessen versucht alles, doch findet keine Mittel gegen die ausgebuffte Tulpentruppe. Das Spiel ist aus, die Grüne Tulpe trotz Schwierigkeiten in den Finals 1. Grüner Deutscher Meister. Die Freude ist groß. Und ebenso der Pokal!

Deutscher grüner Meister

Ein rundum gelungenes Turnier, mit sehr fairen Mannschaften. Vielen Dank an den Gastgeber RheinGrün für das tolle Turnier, der uns noch einmal daran erinnern muss, den Pokal dann auch im nächsten Jahr wieder nach Essen mitzubringen. Nicht umsonst handelt es sich ja um einen "Wander"-Pokal.

Die Rückfahrt im Bus gestaltet sich ausgelassen. Den Pokal zwischen den Beinen, wird über den Forderungskatalog an die Geschäftsführung philosophiert: Auto-Corso auf dem Ku`damm, Siegprämie, Empfang auf der Fraktionssitzung, erstes Sternchen für eine Meisterschaft auf dem Trikot und Fraktionsstellen für die Helden von der Tulpe. Bei aller Phantasterei holt uns indes die Realität schnell wieder ein. Im Mourinho´schen Sinne heißt es "Gewonnen. Fertig. Weiterarbeiten".