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Abkehr von Fossil-Importen: Merz muss sich für Aufkündigung von LNG-Import-Zusagen aus den USA einsetzen
Anlässlich des EU-Sondergipfels erklärt Julia Verlinden, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende:
Bundeskanzler Merz muss sich in Brüssel für die Aufkündigung der europäischen Importzusagen für amerikanisches LNG-Gas stark machen. Es ist kein Zufall, dass sich die derzeitigen internationalen Konflikte an Staaten und Territorien wie Venezuela und Grönland mit großen fossilen Rohstoffvorkommen entzünden. Die Gier um fossile Energien steht immer wieder im Zentrum kriegerischer und völkerrechtswidriger Aggressionen. Der nun eskalierende Kampf um Ressourcen befeuert die Missachtung des Völkerrechts, die Erosion der internationalen Institutionen und Abkommen.
Sicherheitspolitik muss deshalb auch die Unabhängigkeit von fossiler Energie beinhalten. Erneuerbare Energien sind nicht nur Freiheitsenergien, sondern auch Friedensenergien, denn davon ist genug für alle da.
Spätestens seit der unverhohlenen Trump-Drohung eines Angriffs auf einen NATO-Bündnispartner ist die Beschaffung von fossilen Energien für 750 Milliarden Dollar aus den USA weder sicherheits- noch klimapolitisch zu vertreten. Das Geld sollte besser in den gemeinsamen Umbau der europäischen Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien investiert werden. So wird Europa unabhängig von autokratischen Staaten. Die Bundesregierung muss in Brüssel klare Kante zeigen.