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Kabinett gibt Entwurf zum Sportfördergesetz frei, Reformchance vertan
Zum heutigen Kabinettsbeschluss zum Sportfördergesetz erklärt Tina Winklmann, Sprecherin für Sportpolitik und Ehrenamt:
Der heutige Kabinettsbeschluss ist kein Aufbruch für den Spitzensport, sondern die Absicherung alter Machtstrukturen. Die Koalition verpasst die Chance auf eine echte Reform. Safe Sport bekommt nicht den Platz und Stellenwert, der notwendig ist. Ebenso ist die unabhängige Mitbestimmung von Athletinnen und Athleten unzureichend und ungeklärt, und transparente Förderentscheidungen bleiben weiter unterentwickelt. Wer den Spitzensport modernisieren will, muss Schutz, Fairness und nachvollziehbare Regeln ins Zentrum stellen, nicht den Status quo verwalten. Gerade bei staatlicher Sportförderung braucht es klare Kriterien, unabhängige Kontrolle und verbindliche Standards. Dieser Entwurf leistet das nicht. Er verkauft Reform, bleibt aber an den entscheidenden Stellen mutlos. Das ist keine Neuordnung, sondern eine vertane Chance.