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Paralympische Spiele: Kritik an IPC-Entscheidung zu Russland und Belarus

Zu den am 6. März beginnenden Paralympischen Spielen erklären Tina Winklmann, Sprecherin für Sport und Ehrenamt, und Ophelia Nick, Mitglied im Ausschuss für Sport und Ehrenamt:

Die Paralympischen Spiele sind ein starkes Zeichen für Inklusion und Gleichstellung. Sie machen sichtbar, was möglich ist, wenn Barrieren abgebaut werden – im Sport, in der Infrastruktur und in den Köpfen. Gerade in politisch schwierigen Zeiten ist es wichtig, diese Kraft des Sports nicht aus dem Blick zu verlieren und die Werte der Paralympics – Respekt, Fairness und Menschlichkeit – glaubwürdig zu stärken.

Gerade deshalb wiegt es besonders schwer, dass die Spiele durch eine falsche Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees überschattet werden: Russland und Belarus wieder unter Flagge und Hymne zuzulassen, obwohl der Angriffskrieg gegen die Ukraine andauert, sendet das falsche Signal. Wer einen völkerrechtswidrigen Krieg führt oder unterstützt, darf auf der größten Bühne des Sports nicht toleriert werden. Deshalb unterstützen wir auch die Entscheidung des Deutschen Behindertensportverbands, dass das Team Deutschland Paralympics und seine Athletinnen und Athleten nicht am Einmarsch der Nationen im Rahmen der Eröffnungsfeier teilnehmen.

Unsere Solidarität gilt der Ukraine und den ukrainischen Athletinnen und Athleten, die unter extremen Bedingungen leben, trainieren und antreten. Und unsere Hochachtung gilt allen Athletinnen und Athleten, die in Verona und danach mit Mut, Fairness und Sportsgeist zeigen, was diese Spiele im besten Sinne ausmacht.