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Bürgerfonds statt Riester 2.0
- Die Bundesregierung verpasst den dringenden Neustart in der privaten Altersvorsorge.
Wir Grüne im Bundestag wollen mit dem Bürgerfonds ein kostengünstiges und renditestarkes Standardprodukt für die private und die betriebliche Altersvorsorge etablieren.
Alle Arbeitnehmer*innen werden automatisch in die private Altersvorsorge einbezogen, sofern sie nicht widersprechen. Ein kleiner Betrag des Einkommens wird in ein öffentlich verwaltetes Standardprodukt, den Bürgerfonds, eingezahlt. Auch andere Gruppen, wie Selbstständige, können einzahlen, wenn sie das möchten.
Nach der gescheiterten Riester-Rente verpasst die Bundesregierung den notwendigen Neustart für die private Altersvorsorge und dreht nur an kleinen Stellschrauben. Dabei ist klar: Statt Riester 2.0 brauchen die Menschen Zugang zu einer einfachen, kostengünstigen und renditestarken privaten Altersvorsorge.
Dafür schlagen wir einen öffentlich verwalteten Fonds, den Bürgerfonds, als Standardprodukt vor. In den Bürgerfonds zahlen alle Arbeitnehmer*innen automatisch ein, außer sie widersprechen (opt-out). Auch allen anderen steht er niedrigschwellig zur Teilnahme offen, zum Beispiel Selbstständigen (opt-in). Den Menschen bleibt die freie Wahl, sich für den Bürgerfonds, ein privatwirtschaftliches Produkt oder keine Vorsorge zu entscheiden. Der Fonds legt das Geld überwiegend passiv, breit gestreut sowie langfristig und nachhaltig am Kapitalmarkt an.
Bürgerfonds soll durch öffentlichen Träger verwaltet werden
Der Bürgerfonds soll durch einen öffentlichen Träger politisch unabhängig verwaltet werden. Die Vorteile eines öffentlich verwalteten Fonds: Die Kosten können, anders als bei der überteuerten Riester-Rente, sehr gering gehalten werden. Das zeigt das öffentlich verwaltete Standardprodukt in Schweden mit jährlichen Gesamtkosten in Höhe von etwa 0,1 Prozent. Die Kosten für Vertrieb und Werbung entfallen.
Der öffentlich verwaltete Bürgerfonds soll auch für die betriebliche Altersvorsorge geöffnet werden. Alle Arbeitgeber*innen sollen perspektivisch eine betriebliche Altersvorsorge anbieten und den Bürgerfonds als Standardprodukt dafür nutzen können. Bei einem Arbeitgeberwechsel können die Beschäftigten den Bürgerfonds einfach weiter besparen.
Ein öffentlich verwalteter Altersvorsorgefonds als Standardprodukt ist in anderen Ländern, wie in Schweden oder in Großbritannien, längst etabliert und die meisten Erwerbstätigen werden dort mit einer kapitalgedeckten ergänzenden Altersvorsorge erreicht. In unserem Antrag legen wir dar, wie wir die private Altersvorsorge vom Kopf auf die Füße stellen wollen.
Antrag
Ein Bürgerfonds für eine bessere ergänzende Altersvorsorge – Einfach, sicher, renditestark
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Bürgerinnen und Bürger sollen Zugang zu einer einfachen, kostengünstigen und renditestarken privaten Altersvorsorge haben. Dafür schlagen wir einen öffentlich verwalteten Fonds nach schwedischem Vorbild vor.
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