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Gute Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft
- Gute Arbeitsbedingungen sind die Voraussetzung für eine lebendige und innovative Wissenschaft. Sie fördern Chancengleichheit, damit sich alle Potenziale entfalten können.
- Für viele Nachwuchswissenschaftler*innen gibt es derzeit zu wenig berufliche Planbarkeit und zu viel Unsicherheit in der Wissenschaft.
- Die anstehende Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetz kann dabei nur ein Baustein sein für die Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit, der Stärkung von Diversität und der Etablierung fairer Strukturen auf dem Campus.
Exzellente Wissenschaft ist auf gute Arbeitsbedingungen und verlässliche Berufsperspektiven angewiesen. Das schafft Chancengerechtigkeit, damit sich alle Talente und Ideen frei entfalten können. Auf diese Potenziale sind wir angewiesen, um die großen gesellschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir stehen, zu bewältigen – von der Klimakrise über das Artensterben bis zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gemeinsam mit den Ländern wollen wir dafür sorgen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Mehr Planungssicherheit und Vereinbarkeit
Mit der angekündigten Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) muss der richtige Rahmen für gute Arbeit in der Wissenschaft gesetzt werden. Dazu gehört eine klarere Definition von wissenschaftlicher Qualifikation und die Orientierung am Grundsatz, dass Daueraufgaben in der Wissenschaft auf Dauerstellen bearbeitet werden müssen. Hinzu kommen klare Mindestvertragslaufzeiten sowie die bessere Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Arbeit und Familie. Mit der Abschaffung der sogenannten Tarifsperre wollen wir den Gestaltungsspielraum der Tarifpartner stärken.
Gemeinsam für gute Arbeit
Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz steckt den Rahmen ab und muss die richtigen Impulse für gute Arbeitsbedingungen setzen. Um mehr Dauerstellen in Forschungseinrichtungen und Hochschulen zu schaffen, müssen Bund und Länder an einem Strang ziehen. Dafür muss die Bundesregierung die Empfehlungen des Wissenschaftsrats zu Personalstrukturen ernst nehmen und im Rahmen eines Bund-Länder-Programms für mehr Dauerstellen umsetzen. Damit kann die Etablierung zeitgemäßer Strukturen an Hochschulen, etwa in Form von Departments, gefördert und Maßnahmen für mehr Chancengerechtigkeit und gegen Machtmissbrauch in der Wissenschaft unterstützt werden.
Verlässliche Wissenschaftsfinanzierung in Krisenzeiten
Investitionen in Bildung, Wissenschaft und Forschung sind Investitionen in eine krisensichere Zukunft. Ein echter Durchbruch war hierbei in der letzten Wahlperiode die Dynamisierung des Zukunftsvertrags „Studium und Lehre stärken“, mit dem seit 2023 jährlich verlässlich mehr Mittel von Bund und Ländern für die Hochschulen bereitgestellt werden. Diesen Weg muss die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern auch über 2027 hinaus fortsetzen. Nur so bleiben unsere Hochschulen unabhängig und sicher aufgestellt für zukunftsweisende Forschung und Lehre.
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