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Versorgung und Forschung zu Long Covid und ME/CFS verbessern
- Zu wenig Hilfe: Menschen mit Long Covid und ME/CFS warten monatelang auf Termine. Spezialambulanzen sind überlastet, eine flächendeckende Versorgung fehlt.
- Krank und übersehen: Rund 650.000 Betroffene kämpfen mit massiver Erschöpfung und fehlender Anerkennung. Wirksame Therapien fehlen.
- Wir Grüne im Bundestag wollen: Forschung stärken, Ärzt*innen fortbilden und Angehörige entlasten – für bessere Versorgung und echte Perspektiven.
ME/CFS und Long Covid: Schwere neuroimmunologische Erkrankungen
Spätestens seit der Corona-Pandemie stehen die postviralen Erkrankungen Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) und Long Covid im Fokus. Viele Menschen entwickeln nach einer Corona-Infektion typische Symptome von ME/CFS – doch noch immer werden Betroffene oftmals nicht ernst genommen.
ME/CFS und Long Covid sind schwere neuroimmunologische Erkrankungen. In Deutschland leben rund 650.000 Menschen mit ME/CFS. Schon geringe körperliche oder geistige Anstrengungen können zu massiven gesundheitlichen Verschlechterungen führen. Menschen mit schweren Verläufen sind oft dauerhaft bettlägerig und auf Pflege angewiesen.
Große Versorgungslücken – hoher Handlungsbedarf
Die Versorgung von Menschen mit Long Covid und ME/CFS ist weiterhin unzureichend. Die wenigen Spezialambulanzen können die hohe Nachfrage nicht decken. Betroffene warten monatelang auf Termine, müssen weit reisen und finden oft keine passende Unterstützung. Auch wirksame Therapien fehlen bislang. Um die Lebensqualität der Erkrankten zu verbessern, braucht es dringend Forschung – etwa zu Medikamenten, neuen Rehabilitationskonzepten und einer besseren Vernetzung der Versorgung.
Wir Grüne im Bundestag setzen uns dafür ein, dass die beschlossenen Forschungsgelder zügig fließen, mehr Fortbildungen für medizinisches Personal angeboten werden, pflegende Angehörige entlastet und Aufklärungskampagnen ausgebaut werden.
Fachgespräch im Gesundheitsausschuss
Am 15. Oktober 2025 fand auf Antrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen ein Fachgespräch im Gesundheitsausschuss des Bundestages statt. Expert*innen aus Forschung und Praxis sowie Betroffenenverbände berichteten über Fortschritte, Herausforderungen und konkrete Bedarfe.
Positiv wurde hervorgehoben, dass das Interesse an Fortbildungen zu ME/CFS und Long Covid steigt – etwa durch Angebote der Ärztekammern und der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS. Trotzdem reicht das Angebot bei Weitem nicht aus.
Wir Grüne im Bundestag wollen, dass medizinisches Personal, insbesondere Ärzt*innen und Gutachter*innen des Medizinischen Dienstes, gezielt geschult wird. So können Fehldiagnosen, Leistungsverweigerungen und langwierige Rechtsstreitigkeiten vermieden werden.
Hoffnung durch Forschung – Fördergelder müssen fließen
Ein Hoffnungsschimmer ist, dass es in der Forschung erste Ansätze für wirksame Medikamente und Therapien gibt. Diese Fortschritte müssen jetzt konsequent weiterentwickelt werden.
Bereits 2024 hat der Bundestag beschlossen, in den Haushalten des Gesundheits- und Forschungsministeriums fast 200 Millionen Euro für die Jahre 2024 bis 2028 bereitzustellen. Damit sollen Medikamenten-, Therapie- und Versorgungsforschung sowie innovative Projekte gefördert werden. Ein Teil der Mittel wurde bereits abgerufen, so dass die nun kleineren aufgeführten Beträge in den aktuellen Haushaltsentwürfen keine Kürzungen bedeuten, sondern anzeigen, dass Gelder nach und nach abfließen. Wichtig ist jetzt, dass die Gelder auch schnell und unbürokratisch fließen, damit Forschungsergebnisse schnellstmöglich den Menschen zugutekommen.
Unser Ziel: Lebensqualität und Teilhabe sichern
Wir Grüne im Bundestag nehmen den Leidensdruck der Betroffenen ernst. Unser Ziel ist eine flächendeckende, wissenschaftlich fundierte Versorgung, die Menschen mit Long Covid und ME/CFS echte Perspektiven bietet. Forschung, Fortbildung und Solidarität müssen Hand in Hand gehen – damit Betroffene nicht länger im Stich gelassen werden.
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