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Spitzenforschung statt Bürokratiegebirge

  • Damit sich Forscher*innen auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können, wollen wir sie von kleinteiliger Bürokratie entlasten.
  • Mit unserer „Modernisierungsagenda“ machen wir konkrete Vorschläge, die Forschungsförderung zu vereinfachen und praxistaugliche Regelungen für die Wissenschaft zu setzen.
  • Entbürokratisierung darf nicht zum Deckmantel werden, um Standards und Werte abzusenken – von der Gleichstellung bis zur Nachhaltigkeit. 

Wenn Wissenschaftler*innen einen Großteil ihrer Zeit auf immer neue Förderanträge, langwierige Berichtspflichten oder kleinteilige Genehmigungen für Dienstreisen und Beschaffungen verwenden müssen, ist das eine Verschwendung wertvoller Ressourcen. Denn sie sollen sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können: herausragende Forschung und zukunftsweisende Lehre. Gerade in Zeiten knapper werdender Gelder ist es notwendig, die Wissenschaft von kleinteiliger Bürokratie zu entlasten und damit Potenziale freizusetzen. Doch von der Bundesregierung gibt es dazu bisher nicht mehr als unerfüllte Ankündigungen und Versprechungen. 

Wir machen darum mit unserer „Modernisierungsagenda zur Entlastung von Wissenschaft und Forschung“ konkrete Vorschläge, unnötige Bürokratie zurückzubauen, Forscher*innen zu entlasten und zugleich zentrale Werte hoch zu halten. Denn der Rückbau von Bürokratie darf nicht zum Deckmantel für den Abbau von Grundrechten, Prinzipien und Standards werden. Klare und transparente Regeln stellen sicher, dass Fördergelder nicht nach regionalen oder persönlichen Beziehungen, sondern für die besten Ideen vergeben werden. Und ohne verlässliche Karrierepfade, wirksame Gleichstellungsmaßnahmen und die Förderung von Diversität, verliert die Wissenschaft unzählige Talente. Solche Standards und Ziele erreicht man nicht durch mehr, sondern durch bessere und praxistaugliche Regelungen. 

Modernisierungsagenda zur Entlastung von Wissenschaft und Forschung

Mit unserer Modernisierungsagenda zur Entlastung der Wissenschaft und Forschung von kleinteiliger Bürokratie fordern wir unter anderem: 

  • Neuausrichtung der großen Bund-Länder-Programme: Die Wissenschafts- und Hochschulfinanzierung soll dabei stärker auf Erkenntnisgewinn und gesellschaftlichen Mehrwert ausgerichtet werden, statt auf kleinteilige Input-Steuerung.
  • Globale Budgets statt Kleinstprogramme: Die Forschungsförderung des Bundes soll auf wenige, aber größere Programme mit längerer Laufzeit zusammengeführt werden.
  • Praxis- und Digitalchecks: Bei neuen Vorgaben und Verfahren sind zukünftig die Auswirkungen auf die Forschung vorab zu prüfen und die Perspektiven der Wissenschaft einzubeziehen.
  • Stärkung der Grundfinanzierung: Die verlässliche Finanzierung der Hochschulen ist gemeinsam mit den Ländern bürokratiearm abzusichern und auch über 2027 hinaus verlässlich anzugeben, um Kostensteigerungen abzudecken.
  • Mehr Dauerstellen statt Befristung: Indem die unverhältnismäßig hohe Personalfluktuation zurückgedrängt wird, machen wir unser Wissenschaftssystem attraktiver und bauen Bürokratie in der Personalverwaltung ab.
  • Transfer und Ausgründungen vereinfachen: Wissens- und Technologietransfer wollen wir als gemeinnützige Zwecke anerkennen und Ausgründungen an Hochschulen vereinfachen. 

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