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Warum Deutschland jetzt eine neue Rohstoffstrategie braucht

  • Wir machen Deutschland unabhängiger und stärken Wirtschaft und Klimaschutz – mit einer klaren, fairen und nachhaltigen Rohstoffstrategie.
  • Wir schützen Menschen und Umwelt weltweit – durch transparente Lieferketten, starke Partnerschaften und mehr Recycling statt neuer Abhängigkeiten.
  • Wir handeln jetzt – mit einer strategischen Rohstoffreserve, einem jährlichen Rohstoffgipfel und besseren Rahmenbedingungen für Unternehmen.

Deutschland steht vor einer großen Aufgabe: Wir wollen grüne Energie nutzen, moderne Technologien bauen und unsere Wirtschaft stark halten. Dafür brauchen wir bestimmte Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Seltene Erden. Ohne sie gibt es keine Windräder, keine Batterien, keine Computerchips und keine moderne Medizin. Heute hängen wir bei vielen dieser Ressourcen von wenigen Ländern ab. Das macht unsere Lieferketten verletzlich und bremst Fortschritt, Innovation und Klimaschutz.

Viele Unternehmen und Verbraucher*innen spüren heute schon Unsicherheiten im Alltag: Lieferungen kommen zu spät, Preise schwanken stark, und geopolitische Konflikte zeigen, wie abhängig wir geworden sind. Gleichzeitig leiden Menschen in Ländern des Globalen Südens unter schlechten Arbeitsbedingungen oder Umweltzerstörung beim Abbau der Rohstoffe. Das müssen wir ändern. Die weltweit notwendigen Partnerschaften müssen gleichberechtigt sein und dürfen keine neuen Ungerechtigkeiten schaffen. 

Wir wollen eine Rohstoffpolitik, die unsere Wirtschaft schützt, den Klimaschutz stärkt und weltweit für fairere Bedingungen sorgt.
Sandra Detzer, Wirtschaftspolitische Sprecherin und Berichterstatterin Rohstoffe und Wirtschaftssicherheit

Unser Ziel als Grüne Bundestagsfraktion ist klar: Wir wollen Deutschland und Europa unabhängiger machen, unsere Industrie zukunftsfähig halten und gleichzeitig Umwelt und Menschenrechte schützen. Es braucht eine Rohstoffpolitik, die fair, sicher und nachhaltig ist – und die dafür sorgt, dass unsere Wirtschaft auch in den nächsten Jahrzehnten zuverlässig funktioniert.

Damit dieses Ziel Realität wird, legen wir mit unserem Antrag einen klaren Plan vor:

Wir wollen eine strategische Rohstoffreserve insbesondere für Metalle und Mineralien, die für Energietechnik, Halbleiter und Verteidigung unverzichtbar sind aufbauen, damit Deutschland in Krisen handlungsfähig bleibt. Wenn Lieferungen ausfallen oder Preise explodieren, soll unsere Industrie weiter produzieren können. Dabei stimmen wir uns mit unseren europäischen Partnern ab und setzen konsequent auf Recycling, weil es Ressourcen spart, die Umwelt schützt und uns unabhängiger macht. 

Zudem fordern wir, dass alle relevanten Akteure regelmäßig an einen Tisch kommen. Mit einem jährlichen Nationalen Rohstoffgipfel bringen wir Politik, Unternehmen, Gewerkschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. So kann gemeinsam entschieden werden, was konkret verbessert werden muss: von besseren Recyclingquoten, über sichere Lieferketten, hinzu neuen Technologien, die weniger Ressourcen benötigen.

Über all dem steht: Wer Rohstoffe liefert, muss im Rahmen einer transparenten Lieferkette auf Menschenrechte achten, die Umwelt schützen und faire Arbeitsbedingungen schaffen. Das ist nicht nur gerecht – es sorgt auch dafür, dass Partnerschaften stabil bleiben und beide Seiten davon profitieren. Besonders Länder des Globalen Südens müssen stärker an der Wertschöpfungskette teilhaben. Unser Fortschritt darf nicht zum Nachteil anderer gehen.

Am Ende zählt: Wir wollen eine Rohstoffpolitik, die unsere Wirtschaft schützt, den Klimaschutz stärkt und weltweit für fairere Bedingungen sorgt. Wir wollen starke und gleichberechtigte Partnerschaften, sichere Lieferketten und eine Industrie, die unabhängig und modern ist. Der Antrag der grünen Bundestagsfraktion zeigt, wie wir das erreichen können – mit klaren Maßnahmen, nachhaltigen Lösungen und dem festen Willen, Deutschland fit für die Zukunft zu machen.

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