Rede! Unsere Strategie für mehr Jugendbeteiligung
- Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind von vielen politischen Entscheidungen unmittelbar und langfristig betroffen. Doch werden die Perspektiven junger Menschen von der aktuellen Bundesregierung viel zu wenig berücksichtigt.
- Für uns als Grüne Bundestagsfraktion ist die Beteiligung der jungen Generation eine wichtige Arbeitsgrundlage. Ihre Erfahrungen und Perspektiven sind ein wichtiger Impulsgeber für gute und zukunftsfähige Politik.
- Mit Jugend-Workshops der Abgeordneten in ihren Wahlkreisen, einem Jugendbeirat und einem Jugendforum im Bundestag schaffen wir ab Sommer 2026 verschiedene Möglichkeiten für Austausch und politische Beratung.
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Fraktionsstrategie für mehr Jugendbeteiligung
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben ein Recht darauf, gehört, beteiligt und ernst genommen zu werden. Sie sind ein zentraler Teil unserer Gesellschaft. Ihre Perspektiven dürfen nicht unter den Tisch fallen. Dabei geht es nicht nur um demokratische Teilhabe. Denn junge Menschen bringen eigene Erfahrungen, Ideen und Sichtweisen ein. Sie erleben gesellschaftliche Entwicklungen aus ihrer Perspektive und können wichtige Impulse für politische Entscheidungen geben.
Gute Politik entsteht deshalb nicht durch Diskussionen über junge Menschen, sondern durch den direkten Austausch mit ihnen. Gleichzeitig haben viele junge Menschen den Eindruck, dass ihre Anliegen in politischen Debatten nicht ausreichend Gehör finden.
Bei den aktuellen Fragen unserer Gesellschaft wie Klimaschutz, bezahlbares Leben, Ungleichheit, Bildung, psychischer Gesundheit, Digitalisierung oder Sicherheit und Verteidigung braucht es einen stärkeren Dialog mit jungen Menschen. Beteiligung darf dabei kein gelegentlicher Termin sein. Sie muss dauerhaft verankert werden und ernst gemeint sein.
Als Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen stärken wir deshalb die Beteiligung junger Menschen in unserer politischen Arbeit. Unser Ziel ist es, ihre Perspektiven frühzeitig einzubeziehen, den Austausch auszubauen und ihre Erfahrungen systematisch in unserer parlamentarischen Arbeit zu nutzen.
Unsere Strategie für mehr Jugendbeteiligung basiert auf drei miteinander verbundenen Säulen.
Jugendworkshops in den Wahlkreisen
Die Workshops richten sich an junge Menschen zwischen 12 und 21 Jahren und finden erstmals im Sommer 2026 in den Wahlkreisen statt – beispielsweise gemeinsam mit Jugendzentren, Jugendverbänden, Beteiligungsgremien, Schulen oder Sportvereinen. Sie schaffen niedrigschwellige Räume für den direkten Austausch zwischen jungen Menschen und Abgeordneten.
Im Mittelpunkt stehen die Themen, die junge Menschen selbst setzen. Die Workshops werden von den Abgeordneten moderiert und bieten die Möglichkeit, Perspektiven, Sorgen und Wünsche direkt einzubringen. Die Ergebnisse aus den „Rede!“-Jugendworkshops werden systematisch dokumentiert. Sie bilden eine Grundlage für die Arbeit des Jugendbeirats und fließen in die fachpolitische Arbeit der Fraktion im jeweiligen Politikfeld ein.
Jugendbeirat der Bundestagsfraktion
Der Jugendbeirat, der erstmals im Herbst 2026 einberufen wird, bringt die Sichtweisen junger Menschen und von Kinder- und Jugendverbänden kontinuierlich in die parlamentarische Arbeit ein. Die rund 30 Mitglieder werden ausschließlich junge Menschen bis 27 Jahre sein und aus Organisationen und Verbänden entsandt. Er dient der Bundestagsfraktion als beratendes Gremium für aktuelle politische Fragen. Dabei werden politische Vorhaben aus Perspektive der jungen Generation reflektiert und in die Entscheidungsprozesse eingebunden.
Jugendforum im Bundestag
Das Jugendforum wird in der zweiten Jahreshälfte im Bundestag stattfinden. Ziel wird es sein, dass junge Menschen teilnehmen deren Stimmen in anderen Formaten häufig unterrepräsentiert sind. Im Mittelpunkt stehen Diskussionen zu aktuellen politischen Themen, die in der Fraktion in Begleitung des Jugendbeirats bearbeitet werden.