Herzlich willkommen. Wir hören dir zu.

Du warst bei einem unserer Sommergespräche? Du willst uns eine Frage stellen? Du hast ein Anliegen? Dann bist du hier genau richtig.

Weil Politik vom direkten Austausch lebt und von deinen Ideen und Anregungen, kannst du hier loswerden, was dich bewegt. Wir nehmen deine Beiträge ernst und setzen uns mit ihnen auseinander – solange sie fair, konstruktiv und demokratisch sind.

Wir wollen mit dir gemeinsam daran arbeiten, den Alltag der Menschen in Deutschland spürbar zu verbessern. Wie wir als Grüne im Bundestag uns das konkret vorstellen und welche Ideen wir dafür haben, beleuchten wir unten auf dieser Seite auch mit drei Texten.

Was bewegt dich? Was möchtest du uns mitgeben?

Datenschutzhinweis

Wenn du deinen Namen und dein Bundesland angibst, veröffentlichen wir die Daten zusammen mit deiner Frage.

Hier findet ihr die bereits eingereichten Fragen, Ideen und Anregungen

Wir übernehmen eure Einsendungen im Wortlaut. Kürzungen und Rechtschreibkorrekturen behalten wir uns vor.

Anonym, Niedersachsen: Gleichgeschlechtliche Beziehung & Kinder

Ich bin in einer gleichgeschlechtliches Beziehung und möchte gerne irgendwann ein Kind bekommen. Leider muss ich dafür höhere Kosten und mehr rechtliche Hürden bewältigen als ein hetero-Paar das müsste (wenn es nicht auf natürlichem Weg schwanger werden kann). Sorgt dafür, dass die Kostenübernahme gleich ist und das zweite Elternteil ab Geburt anerkannt wird. Und auch einige Wochen freie Zeit für das zweite Elternteil, wäre sehr wichtig.

Anonym, Schleswig-Holstein: Armut & Bildung

Niemand kann etwas dafür, ob er oder sie in eine reiche oder arme Familie geboren wird, ob sie stabil ist, ob sie Wert auf Bildung legt, ob sie gewaltfrei ist und vieles mehr. Dennoch begleitet das eine Person ein Leben lang und verwehrt oder ermöglicht ihr so vieles. Bitte sorgt für mehr Bildungsgerechtigkeit, finanzielle Entlastung armer Familien/Menschen und niedrigschwellige Beratungs- und Hilfsangebote.

Philipp, Baden-Württemberg: Was mich bewegt

Ich bin Mitglied bei den Grünen und mache mir zunehmend Sorgen um unsere Ausrichtung und Wirkung. Besonders im sozialpolitischen Bereich läuft uns „Die Linke“ den Rang ab. Ich habe die Befürchtung, dass wir Gefahr laufen, wie die SPD zu enden: als Mitläufer ohne klare Kante und ohne eigenes starkes Profil.

Wir müssen wieder realistischer werden und aufhören, in allen Punkten perfekt und fehlerlos wirken zu wollen. Das macht uns oft unnahbar. Stattdessen braucht es mehr Mut, mehr Lautstärke und mehr Klarheit. Besonders in Baden-Württemberg gilt es jetzt, Cem Özdemir mit voller Kraft zu unterstützen. Diese Wahl ist entscheidend, richtungsweisend und wir dürfen sie nicht verlieren.

Wir sollten uns darauf besinnen, was uns 2018 und 2019 so stark gemacht hat – damals bei der Bayernwahl und der Europawahl. Robert Habeck hat uns bei der Bundestagswahl 2025 auf beeindruckende Weise gezeigt, wie man Politik macht, die Menschen abholt und bewegt. Ich bin ein großer Fan seiner Art: nahbar, ehrlich, visionär und gleichzeitig pragmatisch. Die gesamte Partei sollte diesem „Habeckismus“ folgen. Das hieße: linker werden, aber immer realistischer und verantwortungsvoller als die Linke.

Wir müssen auch lernen, Themen, die uns gesellschaftlich längst weitergebracht haben, nicht mehr ständig ins Zentrum zu stellen. Natürlich bleibt Gleichberechtigung wichtig, aber wenn wir uns weiter so stark auf Themen wie Homosexualität als Hauptbotschaft fixieren, laufen wir Gefahr, uns lächerlich zu machen. Viele Menschen wollen von uns heute vor allem Antworten auf soziale Fragen, Gerechtigkeit, Wirtschaft und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

Wir sollten wieder Politik machen, für die einst Willy Brandt oder Helmut Schmidt bewundert wurden – eine Politik der großen Ziele, des Mutes und des Realismus. Wir brauchen eine klare Abgrenzung zum Denken der CDU, weniger Softness und dafür mehr Selbstbewusstsein und klare Haltung.

Die Ausrichtung, die Robert Habeck und Annalena Baerbock der Partei einmal geben wollten, war genau richtig. Dorthin müssen wir zurück, mit Mut, Klarheit und Leidenschaft – und mit einem klaren Ohr für die Jugend, wie es auch die Linke vormacht. Den Mist von der CDU darf nicht durchgehen und die AfD darf nicht ständig alle vor sich her treiben und das Thema bestimmen. Wir dürfen uns nicht Bürgerfremd politisch verhaspeln sondern ganz normal sprechen. So wie es Robert Habeck gemacht hat. Bürgernah und Umgangssprachlich. So macht es aktuell auch Die Linke und kommt gut an. Mit der Botschaft: „Wir sind einer von euch allen“. Wir müssen uns aber gleichzeitig auch trauen, Dinge auszusprechen. Nichts in Richtung rechts, aber es darf diese krampfhaften Sprachverbote nicht mehr geben. 

Valentin, Baden-Württemberg: Aufweichung des Verbandsklagerechts für öffentliche Infrastrukturvorhaben

 

Könnt ihr dazu Stellung beziehen? Das würde Straßen, Brücken, Immo-, Trassenbau, Wind-und PV Projekten enorm helfen, wenn die Behörden nicht mehr mit abertausenden Einwänden für jedes einzelne Vorhaben belastet werden dürfen, sondern z.B. Kläger Betroffenheit nachweisen müssen. Die Vorstufe von Aiwangers Vorschlag: https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-hubert-aiwanger-aussetzung-verbandsklagen-infrastruktur-li.3289309

Maximilian, Berlin: Integration

Wir müssen von dem Image weggekommen, dass wir kriminelle Ausländer wollen. Es muss klar sein, dass wer ausländische z.B. arabische Wurzeln hat und hier sich nicht benehmen kann, das Land verlassen muss. Problem im Alltag sind leider oft nicht Flüchtlinge, sondern türkische Jugendliche, die schon in zweiter oder dritter Generation im Land sind. Gleichzeitig muss man die Integration stark verbessern.

 

Jasnina, Nordrhein-Westfalen: Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ich wünsche mir eine Politik, die Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt miteinander verbindet. Die Grünen haben das Potenzial, diese Werte in die Zukunft zu tragen und Deutschland zu einem Land zu machen, das ökologisch, gerecht und menschlich gestaltet ist.

1. Nachhaltige Wirtschaft und Energie

Die Förderung von erneuerbaren Energien und nachhaltigen Technologien muss weiter ausgebaut werden. Ziel ist eine ökologisch basierte Wirtschaft, die nicht nur unsere Umwelt schützt, sondern auch zukunftsfähige Arbeitsplätze schafft. Vorbilder können skandinavische Länder sein, die eine gelungene Balance zwischen sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlichem Wachstum erreicht haben.

2. Mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft Ungerechtfertigte Privilegien, etwa bei Jugendlichen aus wohlhabenden Familien, die ohne Eigenleistung im Luxus leben können, müssen kritisch betrachtet werden. Im Gegenzug sollen Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten – ob im Gesundheitswesen, im sozialen Bereich, in der Erziehung oder im öffentlichen Verkehr – besser entlohnt und durch gute Arbeitsbedingungen gewürdigt werden. Für Berufsgruppen im sozialen und Gesundheitssektor sollte zudem die Möglichkeit geschaffen werden, den Beamtenstatus zu erhalten, um ihre Bedeutung für das Gemeinwohl hervorzuheben.

3. Bildung und politische Kultur

Politische Bildung sollte verpflichtend in den Schulen verankert werden, mit besonderem Fokus auf die Geschichte seit dem Ersten Weltkrieg. Besuche von Gedenkstätten, insbesondere ehemaligen Konzentrationslagern, sollen Teil des Lehrplans sein. Außerdem sollten soziale Kompetenzen stärker gefördert werden – etwa durch Unterrichtseinheiten über Freundlichkeit, Zusammenhalt und respektvolles Miteinander. So kann Deutschland wegkommen von dem Image, ein „grimmiges“ und spießiges Land zu sein.

4. Bürgerbeteiligung und Demokratie

Digitale Tools können die Transparenz und Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen erhöhen. Bürgerinnen und Bürger sollen besser eingebunden und durch moderne Beteiligungsformate gestärkt werden. Auch lokale Programme für Nachbarschaftshilfe – unterstützt durch digitale Plattformen – können den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort verbessern.

5. Gerechtigkeit und Schutz für Schwächere Ein gerechtes Justizsystem muss den Opferschutz in den Mittelpunkt stellen. Härtere Strafen sind nötig für Verbrechen gegen schutzbedürftige Gruppen, wie Mobbing, psychische Gewalt, Übergriffe oder Tierquälerei. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz sollten konsequenter geahndet werden. Wer Bürgergeld bezieht, aber nicht zur Arbeitsvermittlung kooperiert, soll keinen Anspruch mehr darauf haben.

6. Stadtentwicklung und Lebensqualität

Unsere Städte sollen grüner, lebenswerter und sozialer werden – mit mehr Wasserflächen wie Bächen oder Brunnen, die Aufenthaltsqualität und Gemeinschaftsgefühl fördern.

7. Medien und Vorbilder

Influencer und Content Creators, die bildende, informative oder gesellschaftlich relevante Inhalte schaffen, sollten aktiv unterstützt werden. Gleichzeitig ist eine kritische Haltung gegenüber solchen Influencern notwendig, die unrealistische Lebensstile oder fragwürdige Werte propagieren. Anreize sollen gesetzt werden, damit sich auch digitale Vorbilder stärker gesellschaftlich wertvollen Inhalten widmen.

8. Gerechte Steuerpolitik

Zur Verhinderung von Steuerflucht sollte die Steuerpflicht an die deutsche Staatsbürgerschaft gekoppelt werden. Alle mit deutscher Staatsangehörigkeit tragen dann unabhängig von ihrem Wohnsitz zur Finanzierung des Gemeinwesens bei – auch Superreiche.

9. Bildung von Anfang an

Kindergärten und Erzieherinnen sollten fester Bestandteil des Bildungssystems werden, um frühzeitig gleiche Chancen für alle Kinder zu gewährleisten und die wichtige Arbeit der Erzieherinnen aufzuwerten.

 

Was wir Grüne im Bundestag anpacken wollen

Blick in ein Freibad. Im Vordergrund sind man einen jungen Mann mit einem Salto ins Wasser springen

Alltag gestalten: Für ein bezahlbares und gutes Leben vor Ort

Ein gutes Leben muss für alle bezahlbar sein – egal, ob in der Stadt oder auf dem Land. Deshalb setzen wir uns mit aller Kraft dafür ein.

Einfach erklärt

Mehr dazu: Alltag gestalten: Für ein bezahlbares und gutes Leben vor Ort
Ein Vater mit zwei Kindern auf dem Arm läuft über eine Wiese

Soziale Gerechtigkeit: Gegen Armut und für echte Teilhabe

Wir setzen uns für ein würdevolles Leben, echte Teilhabe und starke soziale Sicherungssysteme ein, die niemanden zurücklassen.

Einfach erklärt

Mehr dazu: Soziale Gerechtigkeit: Gegen Armut und für echte Teilhabe
Eine Siedlung neben einem Berg, im Hintergrund geht die Sonne unter.

Starke Kommunen: Die Basis für Lebensqualität

Nur mit starken, handlungsfähigen Kommunen können wir die Lebensqualität vor Ort sichern und die großen Herausforderungen unserer Zeit meistern. Wir kämpfen dafür, dass deine Heimatgemeinde wieder gestalten kann, statt nur zu verwalten.

Einfach erklärt

Mehr dazu: Starke Kommunen: Die Basis für Lebensqualität