Vorfahrt für günstigen Strom aus Sonne und Wind
Wir haben die Wahl: Nutzen wir die Energie, die uns niemand wegnehmen kann – Wind und Sonne? Oder machen wir uns wieder abhängig, diesmal von teurem Fracking-Gas aus den USA, wie es Ministerin Reiche plant? Das kostet uns nicht nur Geld, sondern auch unsere Freiheit. Wir Grüne im Bundestag kämpfen deshalb für einen Weg, der Strom billiger macht, Jobs sichert und unsere Unabhängigkeit von Diktatoren garantiert.
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Kurz & Knapp: Wir wollen die Energiewende retten
Statt auf Gas und Abhängigkeit zu setzen, wollen wir den Turbo für die Energiewende zünden. Wir setzen uns dafür ein, dass jede*r einfach und unbürokratisch eigenen Solarstrom nutzen kann – egal ob im Eigenheim oder in der Mietwohnung. Unser Ziel ist es, dass Strom günstiger wird, indem wir das Angebot an Erneuerbaren massiv ausbauen. Dazu müssen die Netze digital und stark werden, statt sie mit neuen bürokratischen Hürden zu blockieren.
Warum das Windrad im Nachbardorf vor dem Aus steht
Vielleicht fragst du dich, warum wir überhaupt über Finanzierung reden, wenn der Wind doch kostenlos weht. Die Antwort ist simpel: Ein Windrad zu bauen kostet Millionen. Und genau hier legt Ministerin Reiche den Hebel um – zum Schaden der Bürger*innen vor Ort.
So lief es bisher: Wenn eine Energiegenossenschaft in deinem Dorf ein Windrad bauen wollte, ging sie zur Bank für einen Kredit. Die Bank fragte: „Ist das Geld sicher?“ Die Genossenschaft konnte antworten: „Ja. Wir dürfen unseren sauberen Strom vorrangig einspeisen. Und sollte das Netz doch mal überlastet sein und wir werden abgeschaltet, bekommen wir eine Entschädigung.“ Das war eine sichere Bank. Der Kredit wurde genehmigt, das Windrad gebaut, und der Gewinn blieb im Dorf.
So plant es Ministerin Reiche: Nach den neuen Plänen fällt dieses Sicherheitsnetz weg. Der Staat sagt dann: In Regionen, wo die Leitungen auch nur minimal voll sind (schon ab 3 Prozent Überlastung), dürft ihr zwar bauen – aber auf eigenes Risiko. Ihr müsst unterschreiben, dass ihr jahrelang auf jeden Cent verzichtet, wenn eure Anlage wegen voller Netze gedrosselt wird. Da 3 Prozent Abregelung heute fast überall normal sind, wird dein Landkreis so faktisch zur „Ausbau-Verbotszone“. Und die Netze werden davon dann auch nicht besser ausgebaut.
Das Ergebnis: Die Bank sagt „Nein“. Die Genossenschaft geht wieder zur Bank. Doch jetzt muss sie sagen: „Wenn wir abgeschaltet werden, verdienen wir nichts.“ Für die Bank ist das Risiko zu hoch. Sie gibt keinen Kredit. Das fatale Ergebnis: Das Windrad wird gar nicht erst gebaut. Das Feld überlassen wir dann großen Konzernen, die Milliarden im Rücken haben, oder wir bleiben länger abhängig von teurem Gas. Die Energiewende vor Ort stirbt.
Unsere Maßnahmen im Überblick
Wir wollen diese Blockade im Bundestag verhindern. Unser Ansatz ist klar: Wir müssen die Probleme im Netz lösen, ohne den Ausbau der sauberen Energie abzuwürgen.
- Vorfahrt für Erneuerbare: Wir wollen an den Prinzipien festhalten, die Investitionen sicher machen. Wer in Wind und Sonne investiert, braucht Verlässlichkeit, keine finanziellen Unsicherheiten.
- Netze, die mitdenken: Statt Windräder abzuschalten, wollen wir die Netze schlauer machen. Durch die Digitalisierung der Leitungen können wir deutlich mehr Strom transportieren, ohne sofort jedes Kabel neu verlegen zu müssen.
- Bürokratie abbauen: Wir wollen einfache, digitale und einheitliche Regeln für den Netzanschluss in ganz Deutschland, statt eines Flickenteppichs von über 800 verschiedenen Netzbetreibern.
- Speicher nutzen: Wir setzen darauf, dass Speicher und flexible Verbraucher (wie E-Autos) helfen, das Netz zu stabilisieren, anstatt Erneuerbare abzuschalten.
Warum setzen wir uns dafür ein?
Unsere Vision: Echte Unabhängigkeit und bezahlbare Energie für alle. Wir wollen weg von Preisschocks durch weltweite Krisen. Wind und Sonne schicken keine Rechnung – je mehr wir davon haben, desto günstiger wird es langfristig für dich und die Wirtschaft. Wir kämpfen für ein System, in dem du nicht nur Verbraucher*in bist, sondern deine Energie selbst machen und nutzen kannst.
Was die Regierung plant und warum das zu wenig ist
Ministerin Reiche führt uns zurück in die Abhängigkeit von fossilem Gas – diesmal von Fracking-Gas aus den USA. Ihr „Netzpaket“ ist in Wahrheit ein Bremspaket. Sie will den Vorrang für Erneuerbare aushöhlen und sorgt mit unsicheren Regeln dafür, dass Investitionen in Wind und Solar massiv einbrechen werden. Das macht Strom teurer, gefährdet den Standort Deutschland und schadet dem Klima.
Fazit: Vorwärts in die Unabhängigkeit
Wir stehen an einer Weggabelung. Ministerin Reiche führt uns zurück in die Abhängigkeit von fossilem Gas. Wir wollen den Weg in die Freiheit: Unabhängigkeit durch heimische Energie, günstige Preise durch Wind und Sonne und die Möglichkeit für dich, deinen Strom einfach selbst zu machen.