Wasser ist Leben – und es darf kein Luxus werden

Hast du die Nachrichten gehört? Die Vereinten Nationen warnen in ihrem neusten Bericht vor einem „globalen Wasserbankrott“. Das klingt weit weg, aber wir spüren es längst auch hier bei uns vor der Haustür. Unsere Sommer werden heißer, der Rasen im Park wird braun, und gleichzeitig stehen nach Starkregen plötzlich Keller unter Wasser. Wasser ist unser Lebensmittel Nummer 1 und durch die Klimakrise keine Selbstverständlichkeit mehr. Wir Grüne im Bundestag kämpfen dafür, dass unser Wasser geschützt wird – damit wir und unsere Kinder auch morgen noch sicher und gesund leben können.

Kurz & Knapp: Unser Plan für sauberes Wasser

Unser Ziel ist klar: Trinkwasser hat immer Vorrang. Wenn das Wasser knapp wird, muss die Versorgung der Menschen an erster Stelle stehen – vor den Profiten der Industrie oder vollen Pools. Wir wollen unsere Städte und Landschaften so umbauen, dass sie Wasser speichern wie ein Schwamm, statt es einfach in die Kanalisation zu leiten. Und wir sorgen für Gerechtigkeit: Wer das Wasser verschmutzt, muss für die Reinigung zahlen, nicht du über deine Wasserrechnung. Wir wollen die Nationale Wasserstrategie konsequent umsetzen und Wasser als Menschenrecht schützen – hier und weltweit.

Worum geht es? 

Ein heißer Sommertag, wir sehnen uns nach Abkühlung, aber der See in der Nähe führt kaum noch Wasser oder ist voller Algen. Die Klimakrise setzt unsere Wasservorräte massiv unter Druck.

Es ist ein gefährliches Extrem: Auf der einen Seite trocknen unsere Böden aus, Wälder leiden unter Stress und die Grundwasserspiegel sinken. Auf der anderen Seite erleben wir immer häufiger Starkregen, bei dem das Wasser nicht versickern kann, sondern als Hochwasser Straßen und Häuser überflutet.

Dazu kommt die Verschmutzung. Medikamentenreste, Mikroplastik und zu viel Nitrat aus der industriellen Landwirtschaft landen in unserem Wasser. Das zu reinigen, wird immer aufwendiger und teurer. Wenn wir nicht gegensteuern, droht uns ein „Wasserbankrott“ – eine Situation, in der sauberes Wasser knapp wird und Konflikte entstehen.

Unsere Maßnahmen im Überblick

Wir Grüne im Bundestag haben einen klaren Plan, wie wir unser Wasser schützen und gerecht verteilen. Wir wollen:

  • Trinkwasser muss immer Vorrang haben: Besonders in Dürrezeiten brauchen wir klare Regeln. Wenn das Wasser knapp wird, geht die Versorgung der Menschen vor wirtschaftlichen Interessen. Wir wollen bundesweit gültige Leitlinien, die das garantieren.
  • Städte und Landschaften als Wasserspeicher nutzen: Wir wollen weg von Beton und Asphalt, hin zur „Schwammstadt“ und „Schwammlandschaft“. Das bedeutet: Gesunde Böden, Moore und Auenwälder sollen geschützt und wiederhergestellt werden. Sie saugen Wasser bei Regen auf, speichern es und kühlen uns an heißen Tagen. Auch in der Landwirtschaft fördern wir Humusaufbau, denn gesunder Boden speichert riesige Mengen Wasser.
  • Die Verursacher zur Kasse bitten: Es kann nicht sein, dass Konzerne Gewinne mit unserem Wasser machen, aber die Kosten für Verschmutzung an der Allgemeinheit hängen bleiben. Wir setzen das Verursacherprinzip konsequent durch: Wer Schadstoffe, Mikroplastik oder Dünger ins Wasser leitet, muss für die Reinigung zahlen. Das schützt deinen Geldbeutel vor steigenden Wasserpreisen.
  • Transparenz und faire Preise: Wir wollen genau wissen, wer wie viel Wasser nutzt. Wir fordern ein genaues Monitoring der Wasserentnahmen durch die Industrie. Wasser ist ein kostbares Gut und muss für Großverbraucher einen fairen Preis haben, der zum Sparen anregt – für private Haushalte darf es aber nicht teurer werden.
  • Global Verantwortung übernehmen: Wasserprobleme machen nicht an Grenzen halt. Wir setzen uns international dafür ein, dass alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten, so wie es die UN fordert. Gleichzeitig schauen wir auf unsere Lieferketten, damit unser Konsum hier nicht das Wasser in anderen Weltregionen verbraucht.

Warum setzen wir uns dafür ein?

Wasser ist keine Ware, sondern unser wichtigstes Lebensmittel und ein Menschenrecht. Unsere Vision ist eine Welt, in der sauberes Wasser für alle verfügbar und bezahlbar bleibt.

Wir tun das aus Vorsorge und Verantwortung für unsere Kinder und Enkel. Wir wollen unsere natürlichen Lebensgrundlagen bewahren, statt sie für kurzfristige Profite zu zerstören. Gerechtigkeit bedeutet für uns, dass nicht derjenige das Wasser bekommt, der am meisten zahlt, sondern dass es als Gemeingut geschützt wird.

Was die Regierung dazu plant und warum das nicht reicht

Die aktuelle Regierung aus Union und SPD weicht allzu oft den Schutz unserer Ressourcen auf, wenn die Industrie lobbyiert. Oft gilt dort noch das alte Denken: Wasser sei im Überfluss da und Wirtschaftswachstum wichtiger als Umweltschutz.

Sie riskieren, dass Gewinne privatisiert und Umweltschäden verstaatlicht werden – also wir alle dafür zahlen. Statt konsequent die Nationale Wasserstrategie umzusetzen, die wir Grüne im Bundestag angestoßen und in Regierungsverantwortung umgesetzt haben, droht Stillstand oder sogar Rückschritt beim Gewässerschutz. 

Doch wir halten dagegen: Wir lassen nicht zu, dass unser Trinkwasser zum Spielball von Profitinteressen wird. Wir kämpfen für einen vorsorgenden Schutz unseres Wassers, bevor es zu spät ist.

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