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Britta Haßelmann und Katharina Dröge zum Rücktritt von Jens Spahn

Der Rücktritt Jens Spahns als Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion ist folgerichtig. Hier ging es nicht allein um eine persönliche Entscheidung, die im Widerspruch zur Beschlusslage seiner Partei stand. Vielmehr haben all die Skandale, Fehlentscheidungen und Führungsschwächen im Amt letztlich zu diesem Punkt geführt. 

Dazu gehören auch der schlechte Start der Koalition mit der Kanzlerwahl im zweiten Wahlgang, handwerkliche Fehler und Fehlentscheidungen, wie zuletzt bei der GKV-Beitragsstabilisierung oder der destruktive Streit bei der Besetzung einer offenen Richterposition im Bundesverfassungsgericht. 

Als Fraktionsvorsitzender trug Jens Spahn hierfür Verantwortung.

Dazu kamen bei Spahn immer wieder negative Berichterstattung und unaufgeklärte Fragen um Maskendeals, das Thema Spendendinner, die Treffen im Netzwerk um Peter Thiel. 

Jetzt war es ganz offensichtlich zu viel. Bei Jens Spahn hat jetzt das persönliche Verhalten nicht dazu gepasst, was er selbst politisch vertreten und als Gesetzeslage im Deutschen Bundestag befürwortet hat. Und was heute als Gesetz für alle in Deutschland gilt. 

Wer politisch so handelt, zerstört Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Deshalb ist der Rücktritt von Jens Spahn folgerichtig. Persönlich wünschen wir ihm und seiner Familie alles Gute.