Pressemitteilung 27.09.2016

Risiken der Digitalisierung ernst nehmen

Digitalisierung und ständige Erreichbarkeit führt bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern laut einer neuen Studie zu Gesundheitsrisiken und gefährdet ein harmonisches Familienleben. Dazu erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte:

Arbeit muss besser ins Leben passen. Das macht die neue Studie deutlich. Wenn entgrenzte Arbeitszeiten krank machen und auf das Familienleben störend wirken, dann stimmt etwas nicht. Flexibilität ist keine Einbahnstraße, denn auch die Wünsche der Beschäftigten müssen berücksichtigt werden. Statt auf Arbeitsverdichtung müssen die Arbeitgeber auf eine moderne Betriebskultur setzen.

Die digitale Arbeitswelt schafft neue Möglichkeiten und neue Freiheiten. Aber die digitale Arbeitswelt birgt auch Gefahren und stellt uns vor Herausforderungen. Sie darf nicht zur Überforderung für die Menschen werden. Sie müssen wissen, wann ihre Arbeit aufhört und Freizeit anfängt. Auch bei der Vertrauensarbeitszeit brauchen wir dringend politische Lösungen. Hier muss die Mitbestimmung gestärkt werden. Dann kann der Betriebsrat künftig auch über den Umfang der Arbeit mitbestimmen.

Es braucht Zeitsouveränität und Schutz vor grenzenloser Arbeit. Die Digitalisierung muss politisch gestaltet werden, damit die Arbeitswelt von morgen auch mehr Lebensqualität bringt.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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