Pressemitteilung 10.02.2017

Fracking-Erlaubnisgesetz verlängert das fossile Zeitalter

Zum Inkrafttreten des Fracking-Gesetzespakets am Samstag, den 11. Februar, erklärt Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik:

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will kein Fracking. Trotzdem hat die Bundesregierung ihr Fracking-Erlaubnis-Paket durchgesetzt. Am Samstag tritt es endgültig in Kraft. Dann kann die Industrie Anträge stellen, um noch den letzten Rest Gas aus den deutschen Erdgasfeldern zu pressen. Auch für Probebohrungen mit Fracking im Schiefergestein hat die Bundesregierung den Weg frei gemacht.

Um die Klimakatastrophe zu verhindern, müssen mindestens zwei Drittel der fossilen Rohstoffe in der Erde bleiben. Erneuerbare Energien und Energiesparmaßnahmen sind das Gebot der Stunde – nicht Fehlinvestitionen in risikoreiche Technologien von gestern. Fracking für Erdöl und Erdgas verlängert nur das fossile Zeitalter. Wir haben letztes Jahr ein echtes Fracking-Verbotsgesetz zur Abstimmung gestellt, doch die große Mehrheit der Abgeordneten von Union und SPD hat es verhindert.

Die Bundesregierung muss die Gefahren für Mensch und Umwelt durch die Erdgasförderung endlich ernst nehmen. Statt Millionen für die Begleitforschung von Fracking-Bohrungen im Schiefergestein bereitzustellen, sollte die Bundesregierung lieber die Aufklärung der erhöhten Krebsraten in Fracking-Landkreisen wie dem niedersächsischen Rotenburg unterstützen und ihrer Vorsorgepflicht für Umwelt- und Gesundheitsschutz nachkommen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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