Pressemitteilung vom 30.09.2019

Das lange Kämpfen für eine Nährwertampel hat ein Ende

Zu den von Bundesministerin Julia Klöckner heute vorgestellten Ergebnissen der Verbraucherbefragung zum Thema Nährwertkennzeichnung erklärt Renate Künast, Sprecherin für Ernährungspolitik:

Seit vielen Jahren fordern wir, gemeinsam mit Verbraucherschützern und Krankenkassen, eine einfach verständliche Nährwertkennzeichnung auf Fertiglebensmitteln. Denn Verbraucherinnen und Verbraucher haben das Recht zu wissen, was drin ist. Sie sollen auf einen Blick erkennen können, ob ein Lebensmittel mit zu viel Zucker, Salz oder Fett in ihrem Einkaufskorb liegt. Doch die zuständige Bundesministerin Julia Klöckner hat das Thema wie ihr Vorgänger immer wieder verschoben und ausgebremst. Die Leidtragenden sind die Verbraucherinnen und Verbraucher, insbesondere die Kinder.

Jetzt hat das lange Kämpfen ein Ende. Die Verbraucherbefragung zeigt, was Studien und Erfahrungen aus anderen Ländern schon lange bewiesen haben: Der Nutri-Score, der in Ländern wie Frankreich und Spanien längst eingeführt wurde, ist für Verbraucherinnen und Verbraucher auf einen Blick verständlich und hilfreich beim Lebensmitteleinkauf. Ministerin Klöckner muss jetzt schnellstmöglich für die Umsetzung sorgen. Aber damit ist es nicht getan. Sie muss jetzt in der EU dafür Sorge tragen, dass Nutri-Score zur verpflichtenden Nährwertkennzeichnung wird. Wir erwarten eine unverzügliche Initiative.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Renate Künast
Sprecherin für Ernährungspolitik Sprecherin für Tierschutzpolitik