Pressemitteilung vom 21.05.2021

Verlorene Legislatur für die Biodiversität

Zum morgigen Internationalen Tag der Biodiversität erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Eine weitere Legislaturperiode ohne Erfolge für die Biodiversität geht zu Ende. Nach vier Jahren großer Ankündigungen zum Insektenschutz oder zum Natur- und Meeresschutz ist so gut wie nichts passiert. Die Agrarlobby hat die Union fest in ihrer Hand und eine schwache SPD-Umweltministerin steht am Ende ohne Insektenschutzgesetz, ohne Moorstrategie und ohne Plan zur Pestizidreduktion da.

Auch die chronische Unterfinanzierung des Naturschutzes in Deutschland wird weiter befeuert durch Kürzungen in unersetzlichen Bundesprogrammen und fehlende Personalkapazitäten in den Behörden. Das ist Gift für den Artenschutz. Mit dieser Art der Politik des Aussitzens schaut  die Große Koalition beim Artensterben tatenlos zu.

Mit der neuen Bundesregierung braucht es endlich einen Paradigmenwechseln im Natur- und Artenschutz. Das Arten-Aussterben und die Naturzerstörung müssen endlich gestoppt werden. Besonders wertvolle Ökosysteme wollen wir dafür strenger schützen und zerstörte Naturgebiete wo immer möglich wiederherstellen. Wir Grüne im Bundestag fordern deshalb massive Investitionen in den Erhalt und die Wiederherstellung unserer Wiesen, Wälder, Flüsse und Seen. In Zukunft sollen zehn Prozent des Energie- und Klimafonds in natürlichen Klimaschutz und die Wiederherstellung von Lebensräumen investiert werden. So lassen sich Naturschutz und Klimaschutz effektiv miteinander verbinden. Investitionen lohnen sich mit diesem Ansatz gleich doppelt.

Foto von Steffi Lemke MdB
Steffi Lemke
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Naturschutzpolitik