Statement 10.05.2016

Friedrich Ostendorff zu Hepatitis-E-Funde in Rohwürsten

Zur Berichterstattung des SWR Wissenschaftsmagazin Odysso über Hepatitis-E-Funde in Rohwürsten erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

„In 20 Prozent der untersuchten Rohwürste konnte das Bundesinstitut für Risikobewertung Hepatitis-E-Viren nachweisen. Nun muss gut aufgeklärt werden, woher diese Erreger kommen und wie groß die Gefährdung der Verbraucherinnen und Verbraucher ist. Vor allem Landwirtschaftsminister Schmidt sollte aufhorchen: Eine artgerechte Haltung ist der einfachste Weg zur Durchbrechung der Infektionskette. Nach aktuellem Kenntnisstand wird das Virus durch Kontakt mit den Fäkalien von Schwein zu Schwein übertragen. Da Schweine jedoch sehr reinliche Tiere sind, vermeiden sie möglichst den Kontakt mit ihren Aussscheidungen. Ställe mit viel Platz und Auslauf bieten also die besten Bedingungen, damit die Tiere gesund bleiben und ein starkes Immunsystem entwickeln können. Und aus gesunden Tieren aus artgerechter Haltung können hochwertige und sichere Produkte hergestellt werden. Diese Zusammenhänge hat Landwirtschaftsminister Schmidt offensichtlich noch nicht verstanden.“

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