Statement vom 22.01.2020

Katja Dörner und Ulle Schauws zum Adoptionshilfegesetz

Zur Debatte um den Gesetzentwurf des Bundesfamilienministeriums "Verbesserung der Hilfen für Familien bei Adoption (Adoptionshilfe-Gesetz)", der kommende Woche in die erste Beratung im Bundestag gehen soll, erklären Katja Dörner, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik, und Ulle Schauws, Sprecherin für Frauen- und Queerpolitik:

„Das Wohl von Kindern muss bei Adoptionen immer im Mittelpunkt stehen. Deshalb begrüßen wir es im Sinne der Kinder, dass der Entwurf des Adoptionshilfe-Gesetzes aus dem Familienministerium auf mehr Offenheit und auf eine stärkere Einbindung sämtlicher an einer Adoption Beteiligten abstellt. Dies gilt für den geplanten erleichterten Zugang zu Informationen über die eigene Herkunftsfamilie ebenso wie für den vorgesehenen Rechtsanspruch auf eine professionelle Begleitung aller Beteiligten vor und auch nach der Adoption. Und auch das Verbot unbegleiteter Auslandsadoptionen heißen wir für gut. All dies stärkt die Position und den Schutz der betroffenen Kinder und Jugendlichen und macht Beratung und Unterstützung für alle an einer Adoption Beteiligten endlich verbindlich.

Auch als Bedingung für die Stiefkindadoption sieht der Gesetzentwurf eine verpflichtende Beratung aller vor, die wir grundsätzlich als positiv bewerten. Allerdings wurde erneut die Chance vertan, lesbische Ehepaare endlich mit heterosexuellen Ehepaaren gleichzustellen und ihnen anstelle einer Stiefkindadoption die automatische Anerkennung der Elternschaft zu gewähren. Dies wäre im Sinne der Kinder und würde dem Kindeswohl dienen. Die verpflichtende Beratung für Frauenpaare ist daher überflüssig. Wir werden diese Änderung im parlamentarischen Verfahren, das in der kommenden Woche beginnen soll, einfordern."

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Katja Dörner
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik
Ulle Schauws
Sprecherin für Frauenpolitik Sprecherin für Queerpolitik