Statement vom 25.05.2020

Harald Ebner zu Verhandlungen zwischen Bayer und Glyphosat-Geschädigten in den USA

Zu Verhandlungen zwischen Bayer und Glyphosat-Geschädigten in den USA erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik und Bioökonomiepolitik:

„Es ist widersinnig: In den USA will Bayer Vergleiche mit Glyphosat-Geschädigten schließen und in der EU unternimmt der Konzern viel, um eine Wiederzulassung für den Pflanzenvernichter zu erhalten.

Bayer hält Nachhaltigkeits-Sonntagsreden, setzt aber auch weiter auf riskante Pestizid-Produktionen. Die Glyphosat-Verfahren sind noch nicht abgeschlossen, da droht die nächste Klagewelle wegen des Totalherbizids Dicamba.

Herausforderungen wie die Klimakrise und das Artensterben sind nicht mit den gescheiterten Gift-Keulen aus dem letzten Jahrhundert zu lösen. Wer weiterhin unsere natürlichen Lebensgrundlagen gefährdet und Bestäuber vernichtet, von deren Existenz unser Überleben abhängt, riskiert einen globalen, ökologischen Shutdown. Bayer wird mit diesen Strategien von gestern den Zukunftsmarkt für die dringend benötigte Beikrautregulierung ohne chemische Gifte verpassen. Nur mit einem klaren Kurswechsel hin zu nachhaltigen und gesellschaftlich akzeptierten Lösungen kann Bayer langfristig erfolgreich sein."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Harald Ebner
Sprecher für Waldpolitik Sprecher für Gentechnik und Bioökonomiepolitik