Statement vom 29.11.2018

Maria Klein-Schmeink zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Zur Bertelsmann-Studie zur Digitalisierung im Gesundheitswesen erklärt Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Gesundheitspolitik:

"Die Bundesregierung stolpert bislang durch die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Die Bertelsmann-Studie zeigt eindrucksvoll, welche Folgen mangelnde politische Steuerung und fehlende Strategie bei diesem Thema haben. Noch immer passt kein Schritt wirklich zum anderen. Es wird zum Beispiel viel geredet über Telemedizin, doch bei der dafür nötigen ausreichenden Breitbandversorgung auch im ländlichen Raum klaffen immer noch riesige Lücken. Bis heute sind nicht einmal alle Ärzte und Krankenhäuser an die Telematik, das sichere Netz im Gesundheitswesen, angeschlossen. Es fehlen außerdem verbindliche und auf internationalen Standards basierende Sprach- und Verkehrsregeln für den Informationsaustausch im Gesundheitswesen. Ohne diese ist nicht sichergestellt, dass sich die Systeme überhaupt verstehen. Im schlimmsten Fall können wichtige Informationen verloren gehen. Der Gesundheitsminister spricht cool von der Blockchain, doch damit zäumt er das Pferd von hinten auf. Im Mittelpunkt aller digitalen Aktivitäten müssen die Verbesserung der Versorgung und die Interessen der Patientinnen und Patienten stehen. Der Vorschlag der Studienautoren für ein Nationales Kompetenzzentrum ist daher sehr zu begrüßen."

 

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