Statement vom 12.12.2018

Uwe Kekeritz zu Lithiumabbau in Bolivien

Zur Kooperationsvereinbarung zum Lithiumabbau mit der bolivianischen Regierung und dem deutschen Unternehmen ACI Systems erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

"Die Bundesregierung muss darauf achten, dass die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zum Umwelt- und Menschenrechtsschutz Grundlage für die Zusammenarbeit wird. Bislang liegen keine Umweltgutachten für die geplanten Abbaustätten vor, obwohl diese gesetzlich vorgeschrieben sind. Die Gewinnung von Lithium kann eine Chance für wirtschaftliche Entwicklung in Bolivien werden. Der Abbau ist jedoch mit enormen Risiken für Mensch und Umwelt verbunden. Insbesondere die lokalen Gemeinden leiden unter Wasserknappheit und Umweltzerstörung, ohne von den Profiten aus dem Rohstoffabbau zu profitieren. Es versteht sich von selbst, dass die Bundesregierung ihre schützende Hand nur über Projekte halten darf, die unter Einhaltung der nationalen Gesetze vorangetrieben werden und die Lebensgrundlage der einheimischen Bevölkerung nicht gefährden. Wirtschaftliche Interessen der deutschen Industrie über die Menschenrechte zu stellen, wäre verantwortungslos. Die Bundesregierung muss gegenüber der bolivianischen Regierung deutlich machen, dass es deutsche Unterstützung nur unter strikter Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards geben wird."

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