Bildung
- Bildungschancen hängen zu oft davon ab, in welchem Umfeld jemand aufwächst
- Im Mittelpunkt Grüner Bildungspolitik steht: das Wissen, die Neugier, das Talent und Potenzial aller jungen Menschen zu stärken und zu entfalten - in jeder Lebenslage
- Wir treiben eine inklusive, chancengerechte Bildung voran. Wir unterstützen da, wo es gebraucht wird und fördern besonders Kinder und Jugendliche in herausfordernden sozialen Lagen. Mit starker frühkindlicher Bildung, guter Ganztagsbetreuung, einem modernen, digitalen Bildungssystem und attraktiven Ausbildungen.
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Darum machen wir das:
Bildung ist der Schlüssel zum Verstehen und Erleben der Welt. Gleichzeitig ist Bildung eine der wichtigsten Ressourcen unseres Landes und Grundpfeiler der liberalen Demokratie. Und Bildung ist der Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben und die Verwirklichung von Lebensträumen. Deswegen ist uns gute Bildung so wichtig. Grüne Politik setzt sich für gerechte Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen ein – egal woher sie kommen oder wo sie leben.
Bildung sorgt in einer sich rasant wandelnden, komplexen Welt für Resilienz und Orientierung. In einer sich schnell verändernden Arbeitswelt und einer globalisierten Wirtschaft sind gute Aus- als auch Weiterbildung für jeden Menschen die Basis für eine gute Zukunft.
Das haben wir umgesetzt:
- Kita-Qualität verbessert: Mit dem Kita-Qualitätsgesetz hat die grüne Familienministerin Lisa Paus das Engagement des Bundes zur Verbesserung frühkindlicher Bildung fortgeführt und seit 2023 acht Milliarden Euro für Investitionen zum Beispiel in mehr Personal, Sprach- und Gesundheitsförderung in Kitas auf den Weg gebracht. (Fachtext)
- Größtes Schulförderprogramm aller Zeiten: Mit 20 Milliarden Euro über zehn Jahre hat die letzte Bundesregierung die grüne Idee eines „Startchancen-Programms“ 2024 endlich umgesetzt. Damit werden erstmals bundesweit armutsgefährdete Schüler*innen und Schulen in sozialen Brennpunkten unterstützt. (externer Link)
- In Ganztagsschulen investiert: Für den Ausbau von Plätzen in der Ganztagsbetreuung an Grundschulen haben wir als Teil der letzten Bundesregierung ein Investitionsprogramm von 3,5 Milliarden Euro aufgegleist. Der Bund leistet einen substanziellen Beitrag, damit der Rechtsanspruch auf einen Platz im Ganztag für Grundschulkinder ab 2026 starten kann. Die neue Regierung muss die Investitionen nun aber auch an die steigenden Kosten anpassen. (externer Link))
- Fachkräfte gewonnen: Mit dem Validierungs- und Digitalisierungsgesetz für berufliche Bildung haben wir in der letzten Bundesregierung erstmals verbindliche Verfahren zur Anerkennung informeller Berufserfahrung eingeführt. Mit dem Chancenaufenthaltsgesetz ermöglichen wir Personen den „Spurwechsel“, zum Beispiel geduldeten Geflüchteten eine Ausbildung zu starten und mit dem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz haben wir die Möglichkeiten verbessert, für eine Ausbildung nach Deutschland zu kommen. (Fachtext)
- Deutschland als Azubiland gestärkt: Mit der „Exzellenzinitiative berufliche Bildung“ und „Pakt für berufliche Schulen“ wurden Impulse für eine modernere und attraktivere Berufsbildung gelegt. Mit der Ausbildungsgarantie können junge Menschen in eine außerbetriebliche Ausbildung starten, auch wenn es vor Ort an Ausbildungsplätzen mangelt. (Fachtext)
Das wollen wir anpacken:
- Ein nationaler Bildungspakt: Um eine Wende in der deutschen Bildungspolitik zu schaffen, braucht es eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, Ländern und Kommunen sowie die Vereinbarung gemeinsamer Bildungsziele dieser Ebenen. Dazu erwarten wir, dass die neue Regierung Bildung zur Chefsache und Priorität macht.
- Ein Zukunftsinvestitionsprogramm Bildung mit dem der Bund jährlich in die Modernisierung von Schulen und Kitas investiert. Gleichzeitig sollte die finanzielle Entlastung von Ländern und Kommunen in mehr Personal fließen – zum Beispiel Sozialarbeiter*innen oder Schulpsycholog*innen. Ein nationaler Fonds soll für die Förderung von Basiskompetenzen und Zukunftskompetenzen eingerichtet werden. (Zukunftsidee)
- Bildung bezahlbar machen – BAföG reformieren: Faire Bildungschancen für alle zu schaffen, steht im Zentrum grüner Bildungspolitik. Inflation und Mietpreisexplosion fressen immer größere Löcher in den Geldbeutel von Studierenden und Schüler*innen. Daher sagen wir klar: BAföG muss wieder zum Leben reichen. Der Grundbedarfssatz muss sofort auf Höhe des Regelsatzes im Bürgergeld angehoben und die Wohnpauschale auf das Niveau lokaler Mieten gesetzt werden. Das BAföG muss zudem deutlich unbürokratischer und digitaler werden. (Antrag)
- Digitalpakt 2.0 umsetzen: Wir wollen eine positive Vision von digitaler Bildung und dabei Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern mitnehmen. Der von Cem Özdemir als Bildungsminister ausverhandelte Entwurf für den Digitalpakt 2.0 muss dafür zügig in den Ländern umgesetzt werden. Damit fördern wir weiter die digitale Ausstattung von Schulen, verbessern aber auch die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, digitale Lernformate und Medienkompetenzbildung. (externer Link)
- Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) stärken: Egal ob Verbraucherbildung, Armutsbekämpfung, Gleichberechtigung, Gesundheitsbildung: BNE unterstützt auf dem Weg zu selbstbestimmten, kritisch denkenden Bürger*innen in der Gesellschaft. Dieses Engagement sollte der Bund mit einen nationalen Förderfonds begleiten.
- Gleichwertigkeit akademischer und beruflicher Bildung: Der „Deutsche Qualifizierungsrahmen (DQR)“ sollte in ein Gesetz gegossen werden, um damit die Vergleichbarkeit akademischer und beruflicher Ausbildungsgänge verbindlich zu regeln. (Antrag)
- Weiterbildung für alle: Weiterbildung muss bezahlbar sein – für alle. Dafür gibt es unter anderem das Erfolgsinstrument des „Aufstiegs-BAföG“ (AFBG). Wir wollen hier bessere Förderkonditionen und Teilzeitangebote stärken, wovon zum Beispiel viele Frauen profitieren würden;
Weiterbildung braucht aber auch Freiräume. Wir wollen daher weiterhin die Einführung einer nationale Bildungs(teil)zeit als Rechtsanspruch für alle. (Pressemitteilung)
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