Drogennotdienstschild in Straße

Drogen & Sucht

Eine Drogen- und Suchtpolitik, die auf Prävention setzt

  • Das Verbot von Drogen wie Cannabis ist gescheitert. Es sind Schwarzmärkte entstanden, auf denen es weder Jugend- noch Gesundheitsschutz gibt. Viele gesundheitliche Schäden im Zusammenhang mit Drogen sind Folge der repressiven Drogenpolitik. Doch die jetzige Regierung fährt weiter auf dem Kurs der Verbotspolitik.
  • Wir Grüne im Bundestag stehen dafür, dass Drogen nicht verharmlost, aber auch nicht ideologisch verteufelt werden. Wir setzen auf wirksame Prävention und Jugendschutz, auf Entkriminalisierung und Selbstbestimmung. Wir wollen, dass Abhängige die Hilfen bekommen, die sie brauchen.
  • Wir haben ein Cannabiskontrollgesetz vorgelegt. Außerdem haben wir uns für eine gründliche Evaluation der Wirkungen des heutigen Betäubungsmittelrechts und für Drugchecking-Angebote eingesetzt.

Wir stehen für eine Drogen- und Suchtpolitik, die auf wirksame Prävention und Jugendschutz, auf Entkriminalisierung und Selbstbestimmung setzt.

Sucht: Wirksame Prävention

Für uns Grüne im Bundestag gehört Prävention in den Mittelpunkt der Drogen- und Suchtpolitik. Wir befürworten wirksame und frühzeitige Ansätze, die Abhängigkeit und riskante Konsumformen verhindern oder zumindest verringern. Wir wollen Menschen zu einem gesundheitlich verantwortungsvollen und mündigen Umgang mit psychoaktiven Substanzen befähigen.

Wir fordern:

  • Eine wirksame Präventionsstrategie bei legalen Drogen wie Alkohol, Tabak oder Medikamenten.
  • Die Einschränkung der Tabakwerbung, um vor allem Kinder und Jugendliche besser zu schützen.
  • Die Begrenzung von Einsatz- und Ausschüttungsbeträgen bei Glücksspielautomaten, um Spielsüchtige besser vor Verschuldung zu schützen.

Drogen: Entkriminalisierung und Regulierung

Drogen müssen nach ihren jeweiligen gesundheitlichen Risiken und nicht wie bisher aus einer ideologischen Perspektive bewertet werden. Ihre Kriminalisierung verursacht erhebliche gesundheitliche Schäden und gesellschaftliche Folgekosten. Sie hat einen gefährlichen Schwarzmarkt entstehen lassen, auf dem keinerlei Regeln existieren. Wir wollen ein Regulierungssystem für Drogen, das Konsumentinnen und Konsumenten nicht länger kriminalisiert, wirksamen Jugendschutz etabliert und Verbraucherschutz möglich macht.

Wir fordern:

  • Die Entkriminalisierung von Drogenkonsumentinnen und -konsumenten
  • Die Einführung eines Cannabiskontrollgesetzes mit Regulierung für Anbau, Handel und Abgabe von Cannabis, damit Verbraucher- und Jugendschutz gesichert sind und Prävention ermöglicht wird.
  • Die Evaluierung der Auswirkungen des Betäubungsmittelrechts.

Therapie: Gesundheitliche Versorgung für Abhängige

Wir wollen ein gut ausgebautes Angebot zur gesundheitlichen Versorgung von abhängigen oder suchtgefährdeten Menschen. Die Wahl der geeigneten Behandlung oder Therapie muss sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Patientinnen und Patienten orientieren. Durch Angebote zur Schadensminderung muss alles getan werden, um die gesundheitlichen Risiken zum Beispiel durch gestreckte Drogen, schmutzige Spritzen oder gefährliche Zusatzstoffe zu reduzieren.

Wir fordern:

  • Eine bedarfsgerechte und akzeptierende gesundheitliche Versorgung von Drogenabhängigen.
  • Niedrigschwellige Angebote zur Schadensminderung wie die Ausgabe sauberer Spritzen und Möglichkeiten zum Überprüfen der Inhaltsstoffe von Drogen (Drugchecking).
  • Die Angebote dauerhaft und ausreichend zu finanzieren.