Windräder im Nebel
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Energiewende

Wir bringen den Ausbau der Erneuerbaren voran

  • Für uns Grüne im Bundestag ist der Ausbau der erneuerbaren Energien das Kernelement des Klimaschutzes, das Herzstück der  wirtschaftlichen Modernisierung Deutschlands und die Grundvoraussetzung für eine bezahlbare, saubere und sichere Energieversorgung.
  • Nur mit mehr erneuerbaren Energien bringen wir Deutschland auf den 1,5-Grad-Pfad und sorgen damit für mehr Klimaschutz und für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Dabei muss Klimaschutz sich als Querschnittsthema durch alle Bereiche ziehen – neben Energiesektor eben auch Verkehr, Bauen und Wohnen, Industrie bis hin zur Landwirtschaft.
  • Bei dieser zentralen Aufgabe wollen wir auch die Menschen mitnehmen und einen dezentralen Ausbau der Erneuerbaren durch Bürger*innenprojekte ermöglichen. Alle sollen vom sauberen und kostengünstigen Ökostrom profitieren.

Energiewende kohärent gestalten

Nach den letzten Jahren gibt es viel zu tun. Der Ausbau der Erneuerbaren ist erlahmt und muss wieder angekurbelt werden. Wir Grüne im Bundestag stellen die Erneuerbaren in den Mittelpunkt und werden die Beschleunigung des Ausbaus mit allem Tatendrang unterstützen. Denn wir brauchen den sauberen und bezahlbaren Ökostrom nicht nur für eine saubere Stromversorgung, sondern auch für die Dekarbonisierung der anderen Sektoren. Nur mit dem Strom aus erneuerbaren Energien stellen wir die Grundlage für klimafreundliches Heizen, für emissionsarme Industrieprozesse sowie für die saubere Elektromobilität.

Das werden wir umsetzen:

  • In 2022 ein Klimaschutz-Sofortprogramm mit allen notwendigen Gesetzen, Verordnungen und Maßnahmen auf den Weg bringen, um Deutschland auf den 1,5 Grad Pfad zu bringen.
  • Im Strombereich einen Anteil von 80 Prozent Erneuerbaren Energien bis 2030 erreichen, bei einem 20-30 Prozent höheren Strombedarf als heute. Die Basis dafür liefert ein massiver Ausbau von Wind- und Solarenergie. Bei Wind an Land streben wir rund 100 Gigawatt (GW) bis 2030 an, bei Wind auf See 30 GW 2030 und 70 GW 2045, bei der Photovoltaik zielen wir auf ca. 200 GW 2030 ab.
  • Dafür wollen wir Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und Hürden und Hemmnisse beim Ausbau der Erneuerbaren konsequent abbauen - ohne Abstriche beim Natur- und Umweltschutz und bei der Bürger*innenbeteiligung zu machen.
  • Wir wollen eine Solarpflicht auf neuen Dächern einführen und die Windenergie auf 2 Prozent der Landesfläche ausbauen.
  • Wir wollen den dezentralen Ausbau der erneuerbaren Energien stärken und die Rahmenbedingungen für Bürger*innen-Energieprojekte verbessern.
  • Den Kohleausstieg wollen wir bereits auf 2030 vorziehen - unterstützt durch eine ambitionierte Reform des EU-Emissionshandels und abgesichert durch einen CO2-Mindestpreis von 60 €/t.
  • Beim Netzausbau sorgen wir für mehr Tempo und Verbindlichkeit. Netzinfrastrukturen wollen wir in Zukunft auf allen politischen Ebenen stärker gemeinsam und vorausschauend planen.
  • Außerdem wollen wir eine leistungsfähige und nachhaltige Wasserstoffwirtschaft aufbauen, die Elektrolyse-Kapazität auf 10 Gigawatt 2030 erhöhen und den Einsatz von grünem Wasserstoff für jene Verfahren und Prozesse priorisieren, bei denen es keine sinnvollen Alternativen wie z.B. eine direkte Elektrifizierung gibt.
  • Zudem werden wir den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffwirtschaft und die dafür notwendige Import und Transportinfrastruktur möglichst schnell voranbringen.
  • Mit einer Novelle des Gebäudeenergiegesetzes wollen wir KfW40 zum Standard für Neubau machen, KfW70 für Sanierungen soll ab 2024 gelten und ab 2025 soll ein Mindestanteil von 65 Prozent Erneuerbare für alle Heizungen erreicht werden.
  • Mit einer flächendeckenden kommunalen Wärmeplanung und dem Ausbau der Wärmenetze mit Erneuerbaren wollen wir 2030 mindestens 50 Prozent der Wärme klimaneutral erzeugen.