Atom
- Atomkraft ist eine Gefahr für unser Leben und die Umwelt: Das zeigen Super-GAUs wie in Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 wie auch der noch Jahrtausende strahlende Atommüll.
- Wir Grüne im Bundestag haben immer für ein Ende der Atomkraft gekämpft und uns für eine sichere Endlagerung des Atommülls eingesetzt.
- Am 15. April 2023 sind endlich die letzten Atomkraftwerke vom Netz gegangen, jetzt gilt es, ein sicheres Endlager zu finden. Wir als Grüne Bundestagsfraktion setzen auf Unabhängigkeit und Erneuerbare Energien anstatt auf teuren Atomstrom und eine Abhängigkeit von Putin und Trump.
picture alliance/Klaus Ohlenschläger
Darum machen wir das:
Atomkraft ist eine Hochrisikotechnologie, die selbst mit bestem Ingenieurswissen niemals sicher sein wird. Unfälle und Zwischenfälle in Japan, Amerika oder Frankreich zeigen, dass Risiken der Atomkraft Mensch und Umwelt gefährden. Daher gibt es für uns keine Zukunft mit Atomkraft. Die Abschaltung der Kraftwerke macht unser Land sicherer, unabhängiger und ist auch wirtschaftlich vernünftig. Eine vermeintlich neue Generation von (kleinen) Atomkraftwerken ist nichts als Augenwischerei. Denn Atomkraft ist und bleibt gefährlich und teuer.
Deutschland benötigt ein Endlager, um seine hochradioaktiven Abfälle aus der Nutzung der Kernenergie sicher in großer geologischer Tiefe unterbringen zu können. Wir werden noch jahrtausendelang die Atomkraft-Altlasten tragen müssen: 1.900 Castoren hochradioaktiver Abfall, bis zu 620.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle, jahrzehntelanger aufwendiger Rückbau der strahlenden Kraftwerksgebäude und nicht zuletzt das milliardenschwere Gigaprojekt Endlagerung, das uns vermutlich noch über Jahrzehnte begleiten wird. Dies sind Kosten in mehrstelliger Milliardenhöhe.
Heute werden 60 Prozent des Stroms durch erneuerbare Energien erzeugt. Tendenz steigend. Atomkraft wird nicht mehr für die Versorgungssicherheit gebraucht.
Unser Ziel ist es, nie wieder zur Atomkraft zurückzukehren. Und wir wollen auch fossile Energien endlich komplett durch erneuerbare Energien ersetzen und die Technologien rund um die Erneuerbaren weiter fördern. Strom aus Sonne, Wind und Wasser ist sicher, nachhaltig und stärkt unsere Wirtschaft.
Das haben wir umgesetzt:
- Atomausstieg: Mit uns ist der Ausstieg aus der Nutzung der Hochrisikotechnologie Atomenergie am 15. April 2023 endlich gelungen. (Fachtext)
Das wollen wir anpacken:
- Endlagersuchverfahren schnell und sicher: Die Endlagersuche ist derzeit in Phase I, in der auf einer „weißen Landkarte“ von Deutschland flächendeckend geprüft wird, welche Gegend sich geologisch eignen könnte. Vorgesehen ist, dass daraus bis 2027 etwa acht Bereiche hervorgehen, die in Phase II und III der Suche eingehender geprüft werden sollen. Im engen Austausch mit der Zivilgesellschaft wollen wir Beschleunigungspotentiale im Verfahren heben. Wir unterstützen einen ehrgeizigen Zeitplan bei der Endlagersuche, damit die Standortentscheidung schnellstmöglich getroffen werden kann.
- Schließung weiterer Atomfabriken: Wir wollen die Standorte der Atomfabriken Gronau und Lingen endgültig schließen, auch um den russischen Einfluss dort zu beenden.
- Verlängerte Zwischenlagerung: Die Genehmigungen für die Aufbewahrung hochradioaktiver Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist bis zur Endlagerung notwendig.
- Proliferationssafeguards: Erarbeitung von Proliferationssafeguards, also Überwachungsmaßnahmen damit es nicht zur Verbreitung atomwaffenfähigen Materials bei der weiteren Erforschung der Kernfusion kommt.
Weitere Texte und Dokumente zu diesem Thema:
Vier Jahrzehnte nach Tschernobyl ist die Gefahr nicht gebannt, sondern nur gealtert. Noch immer leiden Mensch und Natur unter den Folgen der schlimmsten Atomkatastrophe der Menschheitsgeschichte.
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