Veröffentlicht am

Unterstützung für mehr Energieeffizienz und -unabhängigkeit

  • Die Ampelkoalition sorgt im Rahmen der Entlastungsmaßnahmen gegen hohe Energiepreise für mehr Energieunabhängigkeit von fossilen Energieträgern aus Russland und damit für Versorgungssicherheit.
  • Zugleich werden Maßnahmen zum Energiesparen ergriffen und damit der Klimaschutz verbessert.
  • Das Paket folgt auf die ersten Maßnahmen, wie die Absenkung der EEG-Umlage ab Anfang Juli zur Senkung der Stromkosten, mit denen der Bundestag sich bereits befasst.

Viele Bürger*innen sind von den gestiegenen Kosten, etwa für Strom und Heizung, betroffen. Die Ampelkoalition hat zügig reagiert und erste Entlastungsmaßnahmen bereits im Februar beschlossen. Dazu gehört die Absenkung der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 zur Senkung der Stromkosten, der entsprechende Gesetzentwurf wird bereits im Bundestag beraten.

Jetzt hat sich die Koalition nicht nur für weitere Hilfsmaßnahmen für die Bürger*innen entschieden, sondern auch beschlossen, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern aus Russland schnellstmöglich zu beenden. Ein wichtiger Punkt dabei ist die gezielte und schnelle Förderung von Energieeffienzmaßnahmen.

Effizienzmaßnahmen als zentrales Instrument

Jede eingesparte Kilowattstunde heute sichert unsere Versorgung morgen. Die Senkung vom Verbrauch und Effizienzmaßnahmen gehören damit zu den zentralen Instrumenten, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und den Preissteigerungen zu reduzieren.

Dazu hat die Ampelkoalition konkrete Maßnahmen beschlossen, im Bereich Wärme etwa Unterstützung beim Austausch alter Heizungen und eine Wärmepumpen-Offensive sowie die Festlegung, dass ab 2024 möglichst jede neue Heizung mit 65 Prozent Erneuerbaren betrieben werden soll.

Außerdem wird eine kommunale Wärmeplanung eingeführt. Bei Fernwärme ist das Ziel, einen Anteil von mindestens 50 Prozent klimaneutraler Wärme bis 2030 zu erreichen. Bei Gebäuden soll vorrangig der besonders ineffiziente Gebäudebestand saniert werden und ab Anfang 2023 wird im Neubau verbindlich der Effizienzstandard 55 gelten.

Energieabhängigkeit beenden

Die Bundesregierung will die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen aus Russland schnellstmöglich beenden. Der zentrale Baustein dafür ist der rasche Ausbau von erneuerbaren Energien. Dazu hat Bundesminister Robert Habeck bereits zusätzliche Maßnahmen angekündigt. Des Weiteren ist es notwendig, die Energiequellen und -herkünfte insgesamt zu diversifizieren.

Auch dazu hat die Ampelkoalition bereits erste Maßnahmen eingeleitet, etwa mit dem Gesetzentwurf zur Füllstandsvorgaben für Gasspeicher sowie mit der Beschaffung von LNG (Flüssiggas).

Die schnelle Umstellung auf Wasserstoffwirtschaft aus erneuerbaren Energiequellen wird ebenso unterstützt wie die weitere Steigerung der Produktion heimischer Grün-Gase. Der Gasverbrauch soll außerdem kurzfristig reduziert werden können, indem Kohlekraftwerke länger in der Sicherheitsbereitschaft gehalten werden. Allerdings hält die Bundesregierung weiterhin am Ziel Kohleausstieg möglichst bis 2030 fest.

Diese Maßnahmen unterstützen wir als grüne Bundestagsfraktion in unserer Regierungsverantwortung. Unser Ziel ist, die Energieversorgung komplett auf Erneuerbare umzustellen. Denn nur mit erneuerbaren Energien sorgen wir für eine sichere, bezahlbare und saubere Energieversorgung.

Weitere Meldungen zum Thema

Stromnetze und Erneuerbare ausbauen - nicht kaputtregulieren

Das sogenannte Netzpaket von Energieministerin Reiche bremst den Ausbau der erneuerbaren Energien aus, die unseren Strom billiger machen, unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Energiesouveränität sichern.

Fachtext
Fachtext: Stromnetze und Erneuerbare ausbauen - nicht kaputtregulieren
Dr. Julia Verlinden und Michael Kellner zur aktuellen Lage am Energiemarkt und niedrigen Gasspeicherfüllständen

Die deutschen Gasspeicher sind zum heutigen Tag bei unter 30% Füllstand. Dies ist der niedrigste Füllstand für diesen Stichtag.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Dr. Julia Verlinden und Michael Kellner zur aktuellen Lage am Energiemarkt und niedrigen Gasspeicherfüllständen
Die Haushaltspolitik der Koalition ist verfassungswidrig

Die Gutachten, die im Auftrag von der Grünen Bundestagsfraktion verfasst wurden, bestätigen: Der Haushalt 2025 ist verfassungswidrig. Statt in Klimaschutz zu investieren, verprasst die Koalition das Geld aus dem Sondervermögen für Wahlgeschenke.

Fachtext
Fachtext: Die Haushaltspolitik der Koalition ist verfassungswidrig
Bundesregierung zu mehr Klimaschutz verurteilt

Das Klimaschutzprogramm von 2023 war nicht ausreichend, um das Klimaziel für 2030 mit einer CO2-Minderung von -65 Prozent einzuhalten. Die Bundesregierung muss hier nun nachbessern, das hat das Bundesverwaltungsgericht in letzter Instanz entschieden.

Fachtext
Fachtext: Bundesregierung zu mehr Klimaschutz verurteilt
Wirtschaft jetzt stärken: Unser Sofortprogramm

Unsere Wirtschaft steht weiter vor großen Herausforderungen und der Bundesregierung fehlt die Strategie. Wir fordern jetzt ein Sofortprogramm der Bundesregierung und zeigen auf, wie wir unsere Wirtschaft stärken wollen.

Fachtext
Fachtext: Wirtschaft jetzt stärken: Unser Sofortprogramm
Es wurden keine Treffer gefunden.

Unsere Publikationen

6 Postkarten liegen auf einem Tisch

Postkarten-Set

Grüne Grüße aus dem Bundestag

Sonstiges
Zur Publikation: Postkarten-Set

Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag

Hier lernen Sie uns und unsere Arbeit kennen.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag
Britta Haßelmann und Katharina Dröge auf der Fraktionsebene des Deutschen Bundestags

Blick nach vorn

profil:GRÜN 7/2025

Zeitschrift
Zur Publikation: Blick nach vorn