Ein Eisbär geht über das Eis der Hudsonbay in Kanada.

Klimaschutz

Wir kämpfen für den Klimaschutz

  • Die vom Menschen verursachte Klimakrise wird zur Klimakatastrophe, wenn wir den Ausstoß von Treibhausgasen nicht drastisch reduzieren. Schon heute nehmen weltweit extreme Wetterereignisse wie Stürme, Hitze und Dürren stark zu. Auch die Gletscher schmelzen ab und der Meeresspiegel steigt an.
  • Wir Grüne im Bundestag kämpfen für konsequenten Klimaschutz und wollen, dass Deutschland auf den 1,5-Grad-Pfad kommt, der auch konform mit dem Klimaabkommen von Paris ist. Dafür muss sich Klimaschutz als Querschnittsthema durch alle Bereiche – vom Energie- und Verkehrssektor über Industrie, Bauen und Wohnen bis hin zur Landwirtschaft ziehen.
  • Zentrale Politikansätze dafür sind der massive Ausbau der erneuerbaren Energien, das Vorziehen des Kohleausstiegs auf 2030, das Ende des fossilen Verbrennungsmotors, die ökologische Modernisierung der Wirtschaft und der Abbau von klimaschädlichen Subventionen.

Wir Grüne im Bundestag wollen wirksamen Klimaschutz und die ökologische Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft

Klimaschutz: Verpflichtungen einhalten

Das Klimaabkommen von Paris 2015 ist ein großes Hoffnungszeichen. Die Welt will umsteuern und die Erderhitzung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst 1,5 Grad Celsius begrenzen. Es macht Mut, dass die Vereinbarung so schnell in Kraft getreten ist. Jetzt muss sie umgesetzt und müssen die Zusagen eingehalten werden.

Wir stehen zu unserer Verpflichtung. Konsequenter Klimaschutz erhält unseren Planeten lebenswert. Dadurch verhindern wir eine gefährliche und unkontrollierbare Aufheizung der Erde mit dramatischen Folgen für Mensch und Natur. Klimaschutz sichert Wohlstand und Beschäftigung und macht die Welt gerechter, denn die Ärmsten leiden am meisten unter den Folgen der Klimakrise. Vor allem aber: Nicht zu handeln wird teurer als das mutige Vorangehen.

Wir wollen:

  • in 2022 ein Klimaschutz-Sofortprogramm mit allen notwendigen Gesetzen, Verordnungen und Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um Deutschland auf den 1,5-Grad-Pfad zu bringen.
  • im Strombereich einen Anteil von 80 Prozent erneuerbaren Energien bis 2030 erreichen, sogar bei einem 20 bis 30 Prozent höheren Strombedarf als heute. Die Basis dafür liefert ein massiver Ausbau von Wind- und Solarenergie. Bei Wind an Land streben wir rund 100 Gigawatt (GW) Zubau bis 2030 an, bei Wind auf See 30 GW bis 2030 und 70 GW bis 2045, bei der Photovoltaik zielen wir auf 200 GW bis 2030 ab. Dafür wollen wir Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und Hürden und Hemmnisse beim Ausbau der Erneuerbaren konsequent abbauen. Wir wollen eine Solarpflicht einführen und die Windenergie auf 2 Prozent der Landesfläche ausbauen.
  • den Kohleausstieg bereits auf 2030 vorziehen - unterstützt durch eine ambitionierte Reform des EU-Emissionshandels und abgesichert durch einen CO2-Mindestpreis von 60 Euro pro Tonne.
  • mit einer Novelle des Gebäudeenergiegesetzes KfW40 zum Standard für Neubau machen, KfW70 für Sanierungen soll ab 2024 gelten und ab 2025 soll ein Mindestanteil von 65 Prozent Erneuerbare für alle Heizungen erreicht werden.
  • mit einer flächendeckenden kommunalen Wärmeplanung und dem Ausbau der Wärmenetze mit Erneuerbaren 2030 mindestens 50 Prozent der Wärme klimaneutral erzeugen.
  • im Verkehrssektor bis 2030 mit mindestens 15 Millionen vollelektrischen Pkw die Antriebswende auf die Straße bringen. Damit wird dann mehr als ein Drittel der Fahrzeugflotte rein batterieelektrisch sein und das Ende des fossilen Verbrenners in Deutschland bis etwa 2032 besiegeln.
  • das Angebot von Bahn und ÖPNV deutlich verbessern und weiter ausbauen, den Umstieg vom Auto erleichtern und dem Rad- und Fußverkehr mehr Schwung verleihen.
  • mit Klimaschutzverträgen (CCfDs) und der Schaffung von grünen Leitmärkten und Produkten bis hin zu Quoten bei der öffentlichen Beschaffung die Transformation der Wirtschaft zur Klimaneutralität auf den Weg bringen.
  • zugleich eine leistungsfähige und nachhaltige Wasserstoffwirtschaft aufbauen, die Elektrolyse-Kapazität auf 10 Gigawatt im Jahre 2030 erhöhen und den Einsatz von grünem Wasserstoff für jene Verfahren und Prozesse priorisieren, bei denen es keine sinnvollen Alternativen wie zum Beispiel eine direkte Elektrifizierung gibt.
  • umweltschädliche Subventionen konsequent abbauen.

Weitere Informationen auch unter Energie und Mobilität.