Die Musiker Graziano Zampolin (l) und Oliver Perau (r) spielen und singen in Buchholz in der Nordheide (Niedersachsen) in einem Altersheim für Demenzkranke. Im Rahmen des Projekts "Klang und Leben" versuchen Musiker und ein Demenzcoach bei Senioren alte Erinnerungen mit Gesang und Musik zu wecken.

Pflege

Unsere Pflegepolitik stellt den Menschen in den Mittelpunkt

  • Die gute Nachricht: Es gibt immer mehr alte und hochbetagte Menschen. Die schlechte: Zu wenige Pflegepersonen versorgen immer mehr Pflegebedürftige. Darunter leidet inzwischen immer häufiger auch die Unterstützung und Pflege alter und kranker Menschen.
  • Die Pflegepolitik der grünen Bundestagsfraktion stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Auch im Alter und bei Pflegebedürftigkeit sollen alle selbstbestimmt leben können. Pflegende Angehörige brauchen mehr Unterstützung und Entlastung. Pflegekräfte brauchen bessere Arbeitsbedingungen und verdienen mehr Anerkennung.
  • Mit zahlreichen Initiativen haben wir uns eingesetzt für bessere Beratung und mehr Qualität in der Pflege, für verbindliche Personalbemessungsregelungen sowie für eine bezahlte Auszeit für pflegende Angehörige.

Bei der Pflege soll der Mensch im Mittelpunkt stehen. Das heißt, Selbstbestimmung für Pflegebedürftige, Entlastung für ihre Angehörigen und bessere Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal.

Pflegebedürftige: Selbstbestimmt und mit begrenzten Kosten

Die meisten Menschen wünschen sich, auch bei Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld bleiben zu können und so viel wie möglich selbst zu bestimmen und zu gestalten. Sie brauchen ein vielfältiges und gutes Angebot an Pflege und Betreuung, um die für sie passende Unterstützung zu finden. Damit sich die Betroffenen bei den verschiedenen Angeboten zurechtfinden, ist es wichtig, dass sie persönlich beraten und begleitet werden. Wir setzen uns für eine umfassende Reform der Pflegeversicherung ein, die dafür sorgt, dass alle pflegebedürftigen Menschen die Pflege erhalten, die sie benötigen, und deren Kosten für sie begrenzt sind.

Wir fordern:

Weitere Informationen: Fraktionsbeschluss: “Doppelte Pflegegarantie – Plädoyer für ein neues Denken der Pflegeversicherung“, der Fraktionsbeschluss "Gut leben im Alter" und der Flyer "Gut leben im Alter".

Pflegende Angehörige: Entlastung und Unterstützung

Eine nahestehende Person zu pflegen, kann erfüllend sein. Es kostet aber auch Zeit und Kraft. Bislang finden Menschen, die die Pflege einer nahestehenden Person übernehmen, noch zu wenig Unterstützung. Ihren Einkommensverlust können sie bestenfalls durch ein Darlehen auffangen und gibt es zu wenig Angebote zur Beratung und Entlastung von Pflegepersonen, etwa durch eine flexible Tagesbetreuung.

Wir fordern:

Bessere Arbeitsbedingungen: Mehr Zeit für Pflege

Professionelle Pflege bedeutet nicht nur, eine Person gut zu versorgen, sondern auch, Zeit zu haben für persönliche Zuwendung, für ein vertrauensvolles Gespräch oder tröstende Worte. Viele Pflegekräfte in Deutschland kämpfen jeden Tag gegen Zeitdruck und schlechte Arbeitsbedingungen. Von der Bundesregierung werden sie bisher alleine gelassen: Die Personalnot in der Pflege ist ein ungelöstes Problem. Wie in anderen Frauenberufen fehlt es außerdem an gesellschaftlicher Anerkennung und gerechter Bezahlung.

Wir fordern:

Wohnen: Lebenswerte Quartiere für jedes Alter

Die Nachbarschaft ist der Lebensraum, in dem sich der Alltag abspielt, oft aber auch Versorgungslücken offenbart. Kommunen sind deswegen die richtige Ebene, um Hilfe- und Pflegeangebote vor Ort zu vernetzen und aufeinander abzustimmen. Bei den jüngsten Pflegereformen der Bundesregierung wurde jedoch eine wichtige Chance vertan, Kommunen den Schlüssel in die Hand zu geben für lebenswerte Quartiere und lebendige Nachbarschaften, die für Bewohner jeden Alters attraktiv sind und auch bei Pflegebedürftigkeit auffangen.

Wir fordern:

Grüne Bürgerversicherung: Gerechte Finanzierung der Pflege

Gute Pflege braucht eine solide finanzielle Grundlage. Die Bundesregierung hat mit mehreren Beitragssatzerhöhungen in den vergangenen Jahren kurzfristig mehr Geld in die Pflege gepumpt. Das wird jedoch für die anstehenden Kostensteigerungen durch den demografischen Wandel niemals ausreichen, ebenso wenig wie ihr symbolischer "Pflege-Vorsorgefonds". Damit wurden die Schwierigkeiten der Finanzierung einfach auf die nächsten Jahre und künftige Generationen verschoben. Wir wollen jetzt ein zukunftsfestes, gerecht finanziertes Gesundheitswesen schaffen, das alle einbezieht. Eine gute gesundheitliche und pflegerische Versorgung darf nicht vom Geldbeutel und der individuellen Lebenslage abhängen.

Wir fordern: