Veröffentlicht am

Beschleunigte Verfahren für öffentliche Aufträge

  • Wir sind in der Verantwortung, unsere Soldat*innen besser auszustatten, damit sie ihren Kernaufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung und dem internationale Krisenmanagement sicher und erfolgreich nachgehen können.
  • Um die Ausrüstungsdefizite der Bundeswehr zu beheben, hat der Bundestag mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen und der Union das Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro beschlossen. Diese Summe muss effektiv und effizient investiert werden. Jeder Euro muss der europäischen Sicherheit dienen.
  • Das Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz soll für eine Beschleunigung bei der Auftragsvergabe im Beschaffungsprozess der Bundeswehr sorgen. Gleichzeitig wird dieses Gesetz nur einer von vielen Hebeln sein, um das Beschaffungswesen der Bundeswehr effizienter zu gestalten. Weitere Reformen, die über den Bereich des Vergabeverfahrens hinausgehen, bleiben notwendig.

Ende Mai hat der Bundestag mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen und der Union ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro beschlossen, um die Ausrüstungsdefizite der Bundeswehr zu beheben. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bedeutet eine Zäsur für die europäische Friedensordnung. Mit dem Sondervermögen soll die Bundeswehr in die Lage versetzt werden, ihrem Auftrag der Bündnisfähigkeit gerecht zu werden und unsere internationalen Partner innerhalb der NATO und der EU zu unterstützen.

Effiziente und zielgerichtete Ausgaben

Uns Grünen im Bundestag ist wichtig, dass wir das Geld effizient und zielgerichtet ausgeben, um unsere Landes- und Bündnisverteidigung zu stärken und die Bundeswehr im Rahmen der europäischen und transatlantischen Allianz zu einem verlässlichen Partner zu machen. Mit dem Gesetz zur Beschleunigung von Beschaffungsmaßnahmen für die Bundeswehr unterstützen wir eine unverzügliche und schnellstmögliche Verbesserung der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr.

Die Beschaffungsprobleme der Bundeswehr sind in der Vergangenheit deutlich zutage getreten. Das Beschaffungswesen muss effizienter, effektiver und beschleunigt werden. Es ist eine unserer vordringlichsten Aufgaben, die von den vorherigen Regierungen nur angemahnten Reformen in dieser Legislaturperiode endlich anzupacken. Wir nehmen diese Verantwortung sehr ernst und haben mit klarer Haltung verhandelt.

Schnellere Vergabe

Die neuen gesetzlichen Regelungen machen zunächst eine schnellere Vergabe der Aufträge möglich. Wir werden die Nachprüfungsverfahren beschleunigen und den Fokus auf marktverfügbare Systeme richten. Außerdem erreichen wir mit dem neuen Gesetz, dass bei der Beschaffung auch Kooperationsprogramme mit anderen Mitgliedsstaaten der EU vereinfacht genutzt werden können. Das klingt wie eine Nebensache, ist aber entscheidend: Denn sämtliche EU-Mitgliedsstaaten tätigen heute zu viele Milliarden an militärischen Ausgaben, in dem jede Nation für sich  Gewehre, Schiffe oder Hubschrauber beauftragt, anstatt die Beschaffung europäisch in einer sinnvollen Arbeitsteilung zu koordinieren. Genau hier setzt das Gesetz an, in dem es die gemeinsame europäische Beschaffung stärkt und beschleunigt.

Weitere Reformen notwendig

Das Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz ist jedoch nur ein erster Schritt hin zu einem moderneren, effizienteren und kostensensibleren Beschaffungswesen. Damit das gelingt, müssen wir auch die Frage „was“ eigentlich beschafft werden soll, in den Blick nehmen. Weitere Reformen, die über den Bereich des Vergabeverfahrens hinausgehen, bleiben also notwendig.

Weitere Meldungen zum Thema

Dr. Sandra Detzer und Chantal Kopf: Binnenmarktbericht verdeutlicht: Es braucht Taten statt Worte für mehr europäische Wettbewerbsfähigkeit

Der diesjährige Binnenmarkt- und Wettbewerbsfähigkeitsbericht ist ein klarer Arbeitsauftrag für die EU-Mitgliedsstaaten und damit auch für die größte Volkswirtschaft in der EU: Deutschland.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Dr. Sandra Detzer und Chantal Kopf: Binnenmarktbericht verdeutlicht: Es braucht Taten statt Worte für mehr europäische Wettbewerbsfähigkeit
Wirtschaft jetzt stärken: Unser Sofortprogramm

Unsere Wirtschaft steht weiter vor großen Herausforderungen und der Bundesregierung fehlt die Strategie. Wir fordern jetzt ein Sofortprogramm der Bundesregierung und zeigen auf, wie wir unsere Wirtschaft stärken wollen.

Fachtext
Fachtext: Wirtschaft jetzt stärken: Unser Sofortprogramm
Stefan Schmidt: Strategie ohne Perspektive für nachhaltigen und zukunftsfähigen Tourismus

Die Nationale Tourismusstrategie ist nichts weiter als ein oberflächliches Sammelsurium aus Zielen, Worthülsen und Maßnahmen, die die Bundesregierung längst angekündigt oder beschlossen hat.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Stefan Schmidt: Strategie ohne Perspektive für nachhaltigen und zukunftsfähigen Tourismus
Katharina Dröge zu den Themen USA, Syrien und Lage der Wirtschaft.

Heute ist der Tag, an dem der Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen endgültig in Kraft tritt.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Katharina Dröge zu den Themen USA, Syrien und Lage der Wirtschaft.
EU-Mercosur Abkommen vorläufig in Kraft setzen

Angesichts der geopolitischen Lage gilt es neue Partnerschaften zu schließen. Die EU-Kommission sollte den Handelsteil des Mercosur-Abkommens jetzt vorläufig in Kraft setzen.

Fachtext
Fachtext: EU-Mercosur Abkommen vorläufig in Kraft setzen
Es wurden keine Treffer gefunden.

Unsere Publikationen

6 Postkarten liegen auf einem Tisch

Postkarten-Set

Grüne Grüße aus dem Bundestag

Sonstiges
Zur Publikation: Postkarten-Set
Ein Vogel fligt auf eine Roboterhand zu.

Rückenwind für neue Ideen

Unsere Forschungspolitik ermöglicht Innovationen zum Wohl von Mensch und Umwelt.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Rückenwind für neue Ideen

Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag

Hier lernen Sie uns und unsere Arbeit kennen.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag