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Wärmepumpenindustrie in Deutschland halten
- Deutschland besitzt im Bereich der Wärmepumpentechnologie eine herausragende technologische Kompetenz.
- Durch die andauernde Unklarheit und den ideologischen Feldzug in Bezug auf die angekündigte „Abschaffung des Heizungsgesetzes“ und Reform des Gebäudeenergiegesetzes, hat die Bundesregierung bei Unternehmen, Handwerk, Investor*innen und Verbraucher*innen große Verunsicherung ausgelöst.
- Wir Grüne im Bundestag fordern sichere Rahmenbedingungen für Investitionen in den Klimaschutz, eine Beibehaltung der Vorgabe mit 65 Prozent Erneuerbaren Energien zu heizen, eine nationale Wärmepumpenstrategie, eine Fachkräfteoffensive sowie eine Aufstockung der Fördermittel.
Die Wärmepumpe war im ersten Halbjahr 2025 mit 139.000 Einheiten die am häufigsten verkaufte Heizungsart. Das ist ein Erfolg der Wärmewende, die in der vergangenen Legislaturperiode durch die Grüne Regierungsbeteiligung ins Rollen gebracht wurde. Davon profitieren auch die Menschen in Deutschland: Wärmepumpen (insbesondere Luft-Wasser-Wärmepumpen) sind mittelfristig kostengünstiger als Gas-Brennwertheizungen.
Im Moment herrscht aber aufgrund der Unklarheit, die Schwarz-Rot beim Gebäudeenergiegesetz und der zugehörigen Förderung verbreitet, eine Kaufzurückhaltung bei Investor*innen, Verbraucherinnen und Verbrauchern – mit negativen Folgen für Handwerk, Industrie und die Wärmewende:
Deutschland ist Technologieführer – verliert aber an Boden
Deutsche Wärmepumpenhersteller sind Weltspitze bei Qualität und Innovation. Politische Unsicherheit gefährdet jedoch Investitionen, Arbeitsplätze und Marktanteile, insbesondere im Wettbewerb mit China.
Politische Unklarheit bremst den Markt und das Vertrauen
Die Debatte um die Abschaffung des „Heizungsgesetzes“ verunsichert Verbraucher*innen, Handwerk und Industrie. Fehlende Planungssicherheit führt zu Kaufzurückhaltung und bremst die Wärmewende.
Industrie- und Handwerksarbeitsplätze stehen auf dem Spiel
Die Wärmepumpenbranche beschäftigt über 25.000 Menschen und erwirtschaftet rund 2,5 Milliarden Euro jährlich. Ohne klare Rahmenbedingungen droht ein Strukturbruch wie bei der Solarindustrie mit massiven Jobverlusten und Abhängigkeit von Importen.
Das Handwerk ist bereit – braucht aber verlässliche Rahmenbedingungen
Betriebe haben massiv in Weiterbildung investiert und sich auf eine steigende Nachfrage eingestellt. Dafür braucht es eine Fachkräfteoffensive, Planungssicherheit und verlässliche Förderprogramme.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, fordern wir in unserem Antrag von der Bundesregierung:
- die Vorgabe zum Anteil von mindestens 65 Prozent Erneuerbare Energien im § 71 des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beizubehalten, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen und die Transformation des Heizungsmarktes durch mehr Planungssicherheit weiter voranzutreiben;
- eine nationale Wärmepumpenstrategie zu entwickeln, damit Deutschland einer der führenden Anbieter für Wärmepumpentechnologien bleibt;
- das „Aufbauprogramm Wärmepumpe“ wiedereinzuführen und verlässlich zu finanzieren, um sicherzustellen, dass ausreichend qualifizierte Fachkräfte für die Wärmewende und den Heizungstausch zur Verfügung stehen, indem jährlich rund 21.000 Fachkräfte im Bereich Wärmepumpen qualifiziert werden;
- die Mittel für eine sozial gestaffelte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) aufzustocken, damit mindestens 500.000 Wärmepumpen pro Jahr eingebaut werden;
- die Stromsteuer für alle auf das europäische Mindestmaß zu senken. So werden die Betriebskosten der Wärmepumpe noch günstiger und die Wärmepumpe attraktiver für alle Haushalte.
Um die Menschen nicht in eine fossile Heizkostenfalle zu treiben und die Wärmepumpenindustrie in Deutschland zu halten, braucht es jetzt die richtigen Weichenstellungen für klimafreundliches Heizen mit erneuerbaren Energien.
Antrag
Wärmepumpenoffensive – Heizungsindustrie und Zukunftstechnologien in Deutschland halten
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Die Transformation des Heizungsmarktes hin zu erneuerbaren Technologien muss in Deutschland und Europa stattfinden, um unsere Klimaziele zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie zu sichern.
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