Mach mit bei unserer Wasser-Infokampagne!

Hier findet ihr alles, um Teil unserer Wasser-Infokampagne zu werden:

Lasst uns den Sommer bis in den Herbst nutzen, um gemeinsam für sauberes Wasser und eine intakte Natur zu kämpfen!

Sauberes Wasser darf kein Luxus sein.

Sauberes Wasser betrifft jeden - egal wo in Deutschland. Aber unser Wasser ist unter Druck: Ob durch immer mehr Chemikalien und Schadstoffe wie die Ewigkeitschemikalie PFAS, durch Dürren und Hitzewellen oder das unregulierte Abpumpen unseres Grundwassers durch Großkonzerne. So leidet die Natur, wachsen die Gesundheitsrisiken und steigen die Kosten für die Reinigung unseres Trinkwasser immer weiter. Zeit das zu ändern und zu zeigen: Egal ob im Bundestag, in Landesparlamenten oder vor Ort im Wahlkreis: Wir kämpfen für sauberes Wasser und eine intakte Natur - zusammen mit allen anderen, die auch wissen, was wichtig es ist unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren. 

Werde Teil unserer Wasser-Infokampagne!

So geht Mitmachen
  • Du musst selbst keine Wasser- oder Naturschutz-Expert*in sein: Alle sind eingeladen, sich zu beteiligen - ob vor Ort oder im digitalen Raum. Gemeinsam sind wir laut!
  • Im Bundestag setzen wir eigene Initiativen wie einen Antrag zu Eindämmung von PFAS, als Fraktion kommunzieren wir via Social Media oder über Presseinitiativen an denen du dich zusätzlich orientieren kannst.
  • Wir stellen Kommunikations- oder Aktionsideen zur Verfügung, die ihr für Social Media, Eure regionale oder lokale Pressearbeit oder Wahlkreisarbeit nutzen könnt - aufgeteilt in drei Themenblöcke, die über Sommer und Herbst verteilt sind.
  • Nutze diese Vorlagen gerne direkt oder orientiere dich daran beim Kampf für sauberes Wasser vor Ort. Je mehr gemeinsam zu einem Thema kommunizieren, desto besser. Dabei gibt es keinen Stichtag - was hilft, ist dass du ungefähr innerhalb unseres Themenfahrplans bleibst.
  • Willst Du ein Thema vertiefen, weil du mit deinem Wissen oder Kontakten vor Ort noch mehr herausholen kannst: Go for it! Es lohnt sich, sowohl die Fachcommunity als auch eine breite naturschutzbewegte Öffentlichkeit anzusprechen.
  • Hast du eine besonders bildstarke Aktion vor Ort, eine tolle Initiative für Lokalpresse oder neue Idee entwickelt: Teile sie mit uns und anderen. 
Das ist unsere Hauptbotschaft und so wollen wir kommunizieren

"Sauberes Wasser darf kein Luxus sein! Wasser muss für alle verfügbar, gesund und sicher sein. Dafür kämpfen wir mit euch an eurer Seite."

 Tipp: Nutzt diese Botschaft im Wortlauf mit Bedacht immer genau dort, wo sie passt. Vermeidet holzschnittartige Wiederholung, um authentisch zu bleiben. Denn uns geht es nicht um die Wiederholung eines Slogans, sondern, dass Kommunikation zum Handeln passt. Bevor ihr zu häufig wiederholt, kommuniziert sinngemäß oder variiert den Wortlaut. 

👉Die Tonalität: Positiv, lösungsorientiert, offen! “Zusammen mit euch setzen wir uns dafür ein, dass verantwortliche Politik und Unternehmen handeln und sauberes Wasser nicht zum Luxus wird. Wir wollen unsere natürlichen Lebensgrundlagen bewahren.” 

👉Das Mitmachen betonen: "Wir setzen uns mit Euch zusammen dafür ein, dass unser Wasser sauber und unsere Natur bewahrt bleibt. Je mehr Menschen gemeinsam laut werden, desto größer die Chancen, dass Schadstoffe verboten werden, Flüsse und Meere besser geschützt, das Grundwasser-Plünderung durch Großkonzerne begrenzt oder Klärwerke zur Aufbereitung von Wasser ausreichend finanziert werden. Der erste Schritt heißt: Mehr darüber zu erfahren, warum sauberes Wasser immer stärker bedroht ist und welche Lösungen es gibt, das zu ändern. So werden wir immer mehr, die die Bundesregierung auffordern, Wasser als unsere natürliche Lebensgrundlage endlich besser zu schützen. Das wollen wir gemeinsam erreichen. Lets go!"

👉Kommuniziert bzw. dreht Eure Videos draußen und vor Ort. Nah dran an den Problemen vor Ort, um sie zu lösen! Das ist das Credo unserer langgestreckten Wasserkampagne. Deswegen sind Termine vor Ort die Impulsgeber für die Kampagne. Diese Termine wollen wir natürlich kommunikativ begleiten. Am Tag selbst, aber auch in der Vor- und Nachbereitung. Designvorlagen für Social Media haben wir dir hier zur Verfügung gestellt. 

👉Kommuniziert zusammen mit Stakeholdern: Ob im Rahmen eines Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr zu PFAS-belastetem Löschschaum, Naturschutzexpert*innen die ihr einladet oder eurem Wasserwerk. Andere Akteure mit an Bord zu holen und für Veranstaltungen oder Kommunikation einzubinden, stärkt das Vertrauen und die Wahrnehmung, dass es um ein ernsthaftes Problem geht, das gelöst werden muss. 

👉 Drei Kernthemen ziehen sich durch unsere Kampagne: Schmutzig - Gefährdung der Gesundheit durch Schadstoffbelastung (vor allem die Ewigkeitschemikalien PFAS, Chemie- und Medikamentenrückstände) / Teuer - Finanzielle Belastung durch steigende Wasserpreise (Verschmutzung, Entnahme und Knappheit) / Knapp - Gefährdung der Lebensgrundlage von Mensch und Natur (Dürre und Vertrocknung sowie die unregulierte Plünderung von Grundwasser durch Großkonzerne)

 Wen sprechen wir an? Einfache Verständlichkeit vs. fachpolitische Tiefe: In der Wasser- und Naturschutzpolitik wird landes-, bundes- und europapolitisch nicht nur um die große Linie sondern auch um allerlei politische, wissenschaftliche und technische Details gerungen. Und das muss auch so sein. Mit dieser Informationskampagne wollen wir aber versuchen, auch die Menschen zu erreichen, für die nicht die politischen Debatten und Berlin oder Brüssel zählen, sondern was vor Ort ankommt. Ob der Badesee austrocknet, der Grundwasserspiegel sinkt und man sich auch in Zukunft noch auf sauberes, bezahlbares Wasser verlassen kann. Eine große gesellschaftliche Mehrheit will mehr Naturschutz, ist von düsteren Botschaften aber schnell überfordert, vom Alltag stark gefordert und kostensensibel. Sie wünschen sich Lösungen auf die Probleme vor Ort und haben ein starkes Vertrauen in lokale Institutionen und Akteure wie THW oder Feuerwehr. 

Zeitplan

Die Kampagne zieht sich über den gesamten Sommer und Herbst. Wir wollen in diesem Zeitraum 3 Themenschwerpunkte setzen und stellen euch nach und nach zu jedem Schwerpunkt ein Kommunikationspaket zur Verfügung. Um möglichst laut zu kommunizieren, lasst uns unsere Themensetzung synchronisieren.

👉 THEMENSCHWERPUNKT 1 (Mai-Anfang Juli): Verschmutzung unseres Wassers durch Chemikalien wie PFAS und steigende Kosten für die Aufbereitung. Wir kämpfen für weniger Schadstoffe im Wasser und dass die großen Verschmutzer und nicht die Bürger*innen maßgeblich an den Reinigungskosten beteiligt werden. Unten findest du unser Kommunikationspaket dazu.

👉  THEMENSCHWERPUNKT 2 (Juli-August): Trockenheit und Wassermangel durch unregulierte Entnahme von Grundwasser durch Großkonzerne. Wir kämpfen dafür, dass Böden wieder Wasser speichern können, Bürger*innen und nicht Großunternehmen bei Wasserknappheit vorne stehen und Grundwasser nicht mehr unreguliert geplündert wird. Kommunikationspaket dazu folgt. Habt Ihr schon jetzt Vor-Ort Ideen? Dann meldet euch! 

👉  THEMENSCHWERPUNKT 3 (August-September): Schutz unserer Meere, Küsten, Seen und Flüsse. Kommunikationspaket dazu folgt. Habt ihr schon jetzt Vor-Ort Ideen? Dann meldet euch!

Hintergrundinfos

Die drei Wasser-Themenblöcke

Themenblock 1 (Mai-Anfang Juli): Chemikalien wie PFAS & Kosten für sauberes Wasser

Immer mehr Menschen sorgen sich über Schadstoffe im Wasser. Lass uns gemeinsam rausfinden, wie gesund und sauber unser Wasser ist und was wir tun können, um das kostbare Nass auch langfristig sauber, gesund und günstig zur Verfügung zu haben! Egal ob das Wasser, das aus der Leitung kommt oder im Badesee, in dem du mit der Familie im Sommer schwimmen gehst. Wir wollen mit dir dafür kämpfen, dass die PFAS-Verschmutzung von Wasser und Natur endlich verringert wird und die steigenden Kosten für sauberes Wasser von der Industrie, nicht den Bürgerinnen und Bürgern getragen werden. Denn eins ist klar: Sauberes Wasser darf kein Luxus sein. 

Darum geht's

Sauberes Wasser steht unter Druck. Sauberes Wasser war nie einfach da. Erst in den letzten Jahrzehnten hat sich die Wasserqualität in Deutschland und Europa verbessert. Doch genau diese Erfolge stehen jetzt auf dem Spiel. Weil seit etlichen Jahren neue Schadstoffe wie PFAS unser Wasser verschmutzen. PFAS finden sich unter anderem in der Antihaftbeschichtung von Pfannen und Waffeleisen oder in wasserabweisender Kleidung, in Zahnseide und Kosmetika. Inzwischen enstehen aber immer mehr Alternativen. Wir setzen uns dafür ein, dass PFAS und verwandte Stoffe so schnell wie möglich europaweit verboten werden und die Industrien (vor allem Pharma und Kosmetika), die einen Großteil dieser Schadstoffe über ihre Produkte in die Welt setzen, auch einen Großteil der steigenden Kosten für die Reinigung von Wasser übernehmen. Genau eine solche Regelung zur Kostenbeteiligung der Industrie hat sich die EU vorgenommen, doch jetzt will die Union diese Regel kippen - die Folge wären steigende Wasserkosten für alle Bürger*innen. Auch für ein europaweites PFAS Verbote setzt sich die Bundesregierung viel zu wenig ein. Zeit, Druck zu machen, dass sich das ändern - und gleichzeitig viel mehr in die Erforschung von Alternativen investiert wird. Denn viele Initiativen oder Tüftler*innen versuchen längst, Verschmutzung oder die Gründe für Verschmutzung zu reduzieren, von schmutzigen auf saubere Produktionsprozesse oder biologisch abbaubare Alternativen umzustellen. Je mehr Verschmutzung wir verhindern, desto weniger muss teuer gesäubert werden.

Ideen für eure Kommunikation vor Ort

1. PFAS im Wasser testen
  • Wasser-Testen: Mit einer Wasserprobe könnt Ihr darauf hinweisen, wie stark sich PFAS auch in der Natur verbreitet. Das lohnt sich, wenn Ihr in Eurer Region einen besonderen See oder ein anderes Gewässer habt, mit dem die Menschen Heimat verbinden. Bitte beachtet: Einen solchen Wassertest muss ein Labor analysieren, die Kosten bewegen sich um die 300€ pro Proben (ohne Gewähr) und der Auswertungszeitraum liegt bei ca. 1 Woche. Für PFAS in Badeseen existieren aktuell noch keine Grenzwerte, gefährlich wird PFAS v.a. erst durch Verschlucken und Anreicherung im Körper. Nutzt das Laborergebnis deswegen vor allem, um auf die Verbreitung in der Natur hinzuweisen und die enormen Herausforderung einer Reinigung. Schon alleine deswegen lohnt sich, eine PFAS Verschmutzung unserer Natur zu verhindern.

    Sucht Ihr nach Erfahrungswerten zu Testungen, meldet Euch gerne bei karl.baer@bundestag.de. Denn unser Abgeordneter Karl Bär hat kürzlich im Tegernsee die Wasserqualität getestet.
2. Öffentliche Besuche bei Unternehmen oder Stakeholder
  • Besucht ein lokales Klärwerk, sprecht mit Ordnungsämtern: Wer sorgt bei Euch in der Kommune für sauberes Wasser und was sind die Herausforderungen? Wo steht die Wasserqualität in Eurem Wahlkreis im bundesweiten Vergleich? Sprecht mit Ihnen darüber, welche Investitionen sie stemmen müssen für eine zusätzliche Reinigungsstufe, um PFAS aus dem Wasser zu filtern. Fragt die Verantwortlichen in Eurer Kommune, welche Kostensteigerungen für sauberes Wasser auf Bürger*innen zukommen würden, würde die Mitfinanzierung durch die Industrie (Kommunale Abwasserrichtlinie) gekippt. Gut geeignte für Social Media oder Lokalpresse.
  • Besucht ein Unternehmen, für das sauberes Trinkwasser ohne Schadstoffe essentiell ist, wie beispielsweise Eure lokale Brauerei. Zeigt damit auf, dass sauberes Wasser alle angeht. Gut geeignte für Social Media oder Lokalpresse.
  • Gibt es in eurem Wahlkreise Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Initiativen, die sich für PFAS-Alternativen einsetzen? Wenn ja, besuchen! Das sind unsere Wasserhelden!
3. Kneipenabend/Pub-Quiz/Verlosung, um Aufmerksamkeit zu schaffen
  • Wenn Ihr Budget dafür habt, organisiert eine Verlosung von PFAS-freien Haushaltsgeräten. Vielleicht zusammen mit dem lokalen Einzelhandel, der inzwischen Alternativen im Angebot hat. Das schafft Aufmerksamkeit und erlaubt Euch über das Anliegen dahinter zu informieren. Verbindet es beispielsweise mit einer Veranstaltung über die PFAS -Belastung vieler Alltagsgegenstände.
  • Beispiel: Ein Abgeordnetenbüro plant für diesen Sommer ein Pub-Quiz! Wenn ihr an Wasserquiz-Vorlagen interessiert seid, schreibt an oea@gruene-bundestag.de
4. Info-Veranstaltungen, Talks, Webinar oder Filmabende vor Ort:
5. Grüne Initiativen lokal oder auf Landesebene:

Informiert Euch über bestehende Grüne Initiativen und verstärkt sie. Jüngst beispielsweise die Forderung der Grünen Fraktion aus Sachsen, Transparenz über die PFAS Belastung in Sachsen mit einem PFAS Atlas zu schaffen.

Themenblock 2 (vsl. Juni-August): Wasserknappheit durch Dürre, Hitze, und Grundwasserentnahme

Weitere Infos folgen im Sommer

Themenblock 3 (vsl. August-September): Schutz von Meeren, Küsten und Flüssen

Weitere Infos folgen im Herbst


Grafikvorlagen für eure Kommunikation

Lasst uns diesen Sommer eine Welle machen!

Wir setzen uns mit euch zusammen dafür ein, dass unser Wasser sauber und unsere Natur bewahrt bleibt. Je mehr Menschen gemeinsam laut werden, desto größer die Chancen, dass Schadstoffe verboten werden, Flüsse und Meere besser geschützt, das Grundwasser-Plünderung durch Großkonzerne begrenzt oder Klärwerke zur Aufbereitung von Wasser ausreichend finanziert werden. So werden wir immer mehr, die die Bundesregierung auffordern, Wasser als unsere natürliche Lebensgrundlage endlich besser zu schützen. Das wollen wir gemeinsam erreichen. Let's go!

Wasser kommunizieren einfach gemacht

In der ZIP-Datei unten findet ihr in png- und pdf-Dateien alles, um eure Kommunikation zu gestalten:

  • Anleitung und Beispiele mit Farbwerten und Typo-Empfehlungen
  • Claims fertig designt zum Einbinden & Hintergründe im Wasserlook
  • Motive, die ihr wie im Beispielbild als “Tags” oder großflächige Grafiken verwenden könnt.

Download: Alle Materialien in einer ZIP-Datei

Publikationen zum Thema Wasser

Ein Unterwasserbild, das einen Jungen zeigt, der gerade ins Wasser gesprungen ist, darüber steht:"Ohne Wasser kein Leben"

Ohne Wasser kein Leben

Wie wir Grüne im Bundestag helfen, unsere Trinkwasservorräte zu sichern.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Ohne Wasser kein Leben

Sauberes Wasser für alle!

Wir wollen keine Chemikalien für die Ewigkeit im Wasser.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Sauberes Wasser für alle!
5 Postkarten liegen auf einem Tisch

Postkarten-Set Wasser

Wasser: warum wir es brauchen, wie wir es schützen

Sonstiges
Zur Publikation: Postkarten-Set Wasser
Eine Unterwasseraufnahne eines Jungen, der ins Wasser gesprungen ist; Dasrüber steht der Titel der Zeitung "extragrün".

Wasser

Alles, was Sie schon immer über Wasser wissen wollten: in der Zeitung "extragrün".

Zeitschrift
Zur Publikation: Wasser
3 Postkarten liegen auf einem Tisch

Postkarten-Set 2 Wasser

Wasser: warum wir es brauchen, wie wir es schützen

Sonstiges
Zur Publikation: Postkarten-Set 2 Wasser

Externe Publikationen

Wasseratlas

Daten und Fakten über die Grundlage allen Lebens

Der Wasseratlas 2025 der Heinrich-Böll-Stiftung und des BUND informiert darüber, wie man Wasserökosysteme vor Übernutzung und Verschmutzung schützen – und das Menschenrecht auf Wasser stärken kann.

Zum Wasseratlas


Wasser-Fakten: Das Kleingedruckte zu unseren Info-Themen

Sauberes Wasser: Das Problem

Unser Wasser ist zunehmend von Verschmutzung bedroht. Das ist nicht nur ein Problem für die Natur sondern auch für uns - alles was wir als Gesellschaft in Böden, Flüsse oder Meer leiten, kommt irgendwann wieder zu uns zurück. Ein großes Problem stellen aber vor allem Chemikaliencocktails aus der Industrie und Antibiotika aus der intensiven Tierhaltung dar, die ins Wasser gelangen. Auch die Gülle aus den Großbetrieben für Nutztiere, die in großen Mengen auf den Feldern ausgebracht wird, führt zu einer hohen Nitratbelastung unseres Grundwassers. Besonders vordringlich ist es, Stoffe in den Blick zu nehmen, die Mensch und Ökosysteme dauerhaft schädigen. 

 

 

Unsere Forderungen

Sauberes Wasser darf kein Luxus sein! Deswegen müssen wir dafür sorgen, die Verschmutzung unseres Wasser zu reduzieren! 

Egal ob durch große Industriebetriebe, Überdüngung oder Antiobiotika in der Tierhaltung, Mikroplastik oder Ewigkeitschemikalen wie PFAS in Alltagsprodukten. 

Forderungen und Anknüpfungspunkte für Aktionen vor Ort: Wir wollen mit euch zusammen herausfinden, wie sauber oder verschmutzt unser Wasser wirklich ist. Denn die Sorgen, um immer mehr Mikroplastik, Antibiotika oder Ewigkeitschemikalien nehmen wir Ernst.

Bundespolitische Forderungen: Die Bundesregierung selbst hat inzwischen eingestanden, dass die Belastung unseres Wassers allein mit chemischen Schadstoffen "besorgniserregend" ist. Statt eine Transparenz zu schaffen, welche Industrie unser Wasser verschmutzt und das zu stoppen, sollten Grenzwerte sogar aufgeweicht werden. Das darf nicht sein. Wir wollen, strengere Grenzwerte und Verbote für schädlichsten Stoffe und eine Förderung von Alternativen zu immer mehr Plastik oder Chemie.

Materialien, Infos und Links

Wasserflyer der Fraktion: Publikation | Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Ideal für Grafiken zur Problembeschreibung: Wasseratlas 2025 | Heinrich-Böll-Stiftung
Chemikalien, Klima & Gesundheit – Medienservice Klima & Gesundheit

Kleine Anfrage und Antworten BR (Karl/Steffi): https://dserver.bundestag.de/btd/21/054/2105463.pdf

dazu: https://correctiv.org/aktuelles/kampf-um-wasser/2026/04/24/die-bundesregierung-stuft-belastung-der-bevoelkerung-mit-chemischen-schadstoffen-als-besorgniserregend-ein/

Das sogenannte Weltnaturabkommen (Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework) setzt u. a. das Ziel, Umweltverschmutzung – einschließlich Chemikalien - bis 2030 deutlich zu reduzieren.

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), Polychlorierte Biphenyle (PCB), Bromdiphenylether (BDE), Mikroplastik, Human- und Tierarzneimittelrückstände, Nitrat, Phosphat, Schwermetalle sowie Pestizide werden seit Jahren in deutschen Gewässern und in der Umwelt nachgewiesen. Sie gelten in zunehmendem Maße als relevante Belastungsfaktoren für Trinkwasserressourcen, aquatische Ökosysteme und die marine Umwelt. Untersuchungen von Umwelt- und Fachbehördenbelegen, dass sich diese Stoffe teilweise über sehr lange Zeiträume in Böden, Sedimenten, Organismen und entlang der Nahrungskette anreichern. Damit sind erhebliche Risiken sowohl für die menschliche Gesundheit – etwa durch Beeinträchtigungen des Immunsystems sowie hormonelle und reproduktionstoxische Effekte – als auch für Biodiversität und aquatische Lebensgemeinschaften verbunden.

Expert*innen in der Fraktion

Susan Grzybek (Referentin für Biodiversität natürlichen Klimaschutz, Fachbereich 2)

Trinkwasseraufbereitung/KARL: Das Problem

Sauberes und gesundes Trinkwasser droht in Deutschland knapp und teuer zu werden. 

Zwar schaffen es die Kläranlagen und Wasserwerke bisher noch, unser Trinkwasser sehr gut zu reinigen. Doch weil immer mehr belastende Stoffe ins Wasser gelangen, nimmt der Aufwand zu und die Kosten steigen. Deswegen war es ein echter Durchbruch, dass Europa die Pharmaindustrie auch finanziell mehr Verantwortung für die Säuberung von Arzneimittelrückständen zu nehmen. Damit sollte der Ausbau der Klärwerke finanziert werden.

Ausgerecht diese Regelung will die Union jetzt wieder abschaffen. Das bedeutet am Ende, dass die Preise für Trinkwasserkosten steigen.

Unsere Forderungen

Wir kämpfen dafür, dass die Kosten für sauberes und gesundes Trinkwasser nicht weiter steigen.

Sauberes Wasser darf kein Luxus sein. Gestiegene Kosten für die Reinigung und Aufbereitung des Wassers sollten nicht wir Bürger*innen, sondern diejenigen tragen, die es verschmutzen.

Unsere Expert*innen

PFAS: Das Problem

Ewigkeitschemikalien – sogenannte PFAS – werden immer mehr zum Problem, weil sie mittlerweile auch in Deutschland im Wasser, aber auch in Lebensmitteln, in Tieren und im menschlichen Körper gefunden werden. Die Wissenschaft warnt vor den gesundheitlichen Folgen gerade für Kinder. PFAS wird in vielen Alltags-Produkten verwendet, obwohl es längst Alternativen gibt. 

Stoffinfo: Ewigkeitschemikalien umfassen per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS). Diese werden seit Jahrzehnten zum Beispiel in der Herstellung von Halbleitern, Medizinprodukten, Textilien oder Kältemitteln vielfältig verwendet. Bekannt ist vor allem die Teflonpfanne. Sie sind ein chemischer Superkleber, der von natürlichen Prozessen praktisch nicht erkannt oder zerlegt werden kann. PFAS lassen sich nur mit großem technischem Aufwand wieder entfernen. 

Unsere Forderungen

Schieben wir Ewigkeitschemikalien wie PFAS endlich einen Riegel vor, damit diese Stoffe nicht mehr unreguliert in die Umwelt oder unseren Körper gelangen! Es gibt längst viele Alternativen.

Weitere Forderungen

Die Bundesregierung muss in Europa endlich Tempo machen, PFAS überall umgehend da zu verbieten, wo es solche Alternativen gibt. Gleichzeitig geht es jetzt darum, Alternativen überall wo sie noch nicht marktreif sind wirklich energisch zu fördern, Darum geht es bei den laufenden "REACH Verhandlungen"

PFAS lässt sich aus dem Wasser auch wieder reinigen. Damit wir das hinbekommen, müssen Industrie und Unternehmen, die PFAS belastete Produkte in Umlauf bringen sich endlich finanziell an den Reinigungskosten zu beteiligen!

Forderungen und Anknüpfungspunkte für Aktionen vor Ort:

Wusstest du wieviel PFAS in vielen Alltagsprodukten steckt? Ob in der beschichteten Bratpfanne, in alten Outdoorjacken oder Kosmetika. Lasst uns gemeinsam herausfinden, wo es bereits Alternativen gibt. Wie PFAS belastet sind unsere Gewässer vor Ort? Finde es mit einem Test heraus.

Materialien, Infos und Links

https://www.bund.net/chemie/pfas/

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/produkte/ewigkeitschemikalien-pfas-wo-sie-stecken-warum-sie-problematisch-sind-81811
 

https://www.verbraucherzentrale.nrw/sites/default/files/2026-03/260323_vznrw_broschuere_pfas.pdf

REACH ist die europäische Verordnung zur Registrierung, Bewertung und Beschränkung von Chemikalien

Dazu zählen sogenannte Ewigkeitschemikalien wie per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS). Diese werden seit Jahrzehnten zum Beispiel in der Herstellung von Halbleitern, Medizinprodukten, Textilien oder Kältemitteln vielfältig verwendet. Bekannt ist vor allem die Teflonpfanne. 

PFAS bestehen aus einer Kohlenstoffkette (C-Kette), die vollständig mit Fluor-Atomen (F) besetzt ist. Diese C–F-Bindung (Kohlenstoff-Fluor) ist eine der stärksten Bindungen in der organischen Chemie. Sie sind ein chemischer Superkleber, der von natürlichen Prozessen praktisch nicht erkannt oder zerlegt werden kann. PFAS lassen sich nur mit großem technischem Aufwand wieder entfernen. 

Wir unterstützen die 2023 begonnene wissenschaftliche Bewertung eines Gruppenverbots im Rahmen von REACH, damit nicht tausende Substanzen einzeln intensiv geprüft werden müssen, sondern extrem persistente PFAS ohne viel Bürokratie und Tierversuche schnell verboten werden können (Verbot von Stoffgruppen, nicht von einzelnen Chemikalien, die dann durch die Industrie durch andere schädliche PFAS ersetzt werden). 

Ein großer Teil der Verschmutzung mit PFAS kommt durch den Einsatz von Pestiziden. Mehr als zwei Dutzend zugelassene Wirkstoffe in Deutschland sind PFAS und bilden sehr wahrscheinlich gesundheitsschädliche Abbauprodukte. Diese Pestizide verteilen wir jährlich zu hunderten Tonnen auf unseren Feldern und Ewigkeitschemikalien gelangen so in unsere Nahrung und unser Grund- und Trinkwasser.

Es gibt in Deutschland Chemiefabriken, die PFAS ungefiltert in Flüsse einleiten dürfen, weil diese Genehmigungen zum Teil schon sehr lange bestehen und weil die Bundesregierung nicht feststellt, dass das nicht mehr genehmigungsfähig ist. Dadurch leiden nicht nur unsere Trinkwasservorkommen - es werden zum Beispiel auch niederländische Trinkwasserversorger durch verschmutze Flüsse in Mitleidenschaft gezogen.

Unsere Expert*innen

Mikroplastik/Plastik: Das Problem

Mikroplastik ist auch bei uns eine wachsende Bedrohung für Ökosysteme, Trinkwasser und Gesundheit. Winzige Plastikteilchen können zum Beispiel von Fischen oder Muscheln aufgenommen werden. Wenn wir diese Tiere essen, gelangt Mikroplastik auch in unseren Körper – mit ungewissen Folgen für unsere Gesundheit. 

Stoffinfo: Kunststoffe (Plastik) bestehen aus langlebigen Polymeren. Gelangen sie in die Umwelt, bauen sie sich nicht biologisch ab, sondern zerfallen mit der Zeit in immer kleinere Teile. Durch UV-Strahlung, Reibung, Wellenbewegung oder mechanische Belastung entstehen so winzige Partikel unter 5 mm – das nennt man Mikroplastik.

Brancheninfo: Die Kunststoffindustrie Deutschlands ist die größte europäische Kunststoffindustrie. Die Produktionsmenge ist in den letzten Jahren zwar rückläufig. Dennoch macht sie allein etwa ein Drittel des produzierten Kunststoffs in Europa aus (Destatis, 2025). 

Unsere Forderungen

Wir müssen Plastikverschmutzung der Natur reduzieren, denn das ist schlecht für Menschen, Tiere und Umwelt. Unser Plan: besseres Recycling, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, ein verbindliches, internationales Plastikabkommen und wir wollen Alternativen und Techniken fördern, die Müll beispielsweise in den Meeren verhindert! 

  • Recycling von Kunststoffen
  • Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft
  • Konsumverhalten verändern
  • Verabschiedung eines internationalen Plastikabkommens, u.a. mit verbindlichen Maßnahmen zur Verringerung der Herstellung von Plastik
  • Förderung von Technik, die ein umweltverträgliches Abfischen von Müll aus dem Meer ermöglicht, u.a. Geisternetze

Materialien, Infos und Links

https://www.bund.net/meere/mikroplastik/

Mikroplastik-Kompetenzcluster (engl.) https://www.ufz.de/index.php?de=50161

Zweimal so groß ist die weltweite Plastikmenge heute im Vergleich zur Gesamtmasse aller lebenden Säugetiere (Stockholm Resilience Center, 2022)

Unsere Expert*innen

Let's talk about Leitungswasser: Was ist dir am wichtigsten?