Mind the Gap – Wie Klimaschutz im Gebäudesektor sozialverträglich und wirtschaftlich gelingen kann
Veranstaltungsdetails
Über die Veranstaltung
Der Gebäudesektor spielt eine zentrale Rolle für das Erreichen der Klimaziele und eine sozialverträgliche Transformation. Mit dem bestehenden Rechtsrahmen werden die Klimaziele bis 2030 nicht eingehalten. Das hat das Umweltbundesamt im März 2026 erneut bestätigt. Mit der europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) liegt ein verbindlicher Rahmen für einen klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 vor, der bis Ende Mai national umgesetzt werden muss. Nun gilt es entschlossen zu handeln.
Daher sind in den kommenden Jahren zusätzliche Maßnahmen erforderlich, die Klimaschutz, Sozialverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden und den Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand ebnen. Zur Berechnung solcher Maßnahmen haben wir als grüne Bundestagsfraktion ein Gutachten beauftragt, welches wir im Rahmen eines Fachgesprächs am 20. März 2026 präsentiert und in vertiefenden Workshops mit Wissenschaftler*innen, Verbänden und der Fachöffentlichkeit diskutiert haben.
In der politischen Einführung stellt Dr. Julia Verlinden(stellvertretende Fraktionsvorsitzende) dank der erfreulich hohen Teilnehmer*innenzahl fest, dass das Interesse an der Wärmewende in den letzten Jahren stetig zugenommen habe. Trotz des Kulturkampfes über die Heizungskeller und der damit einhergehenden Verunsicherung seien heute viele Menschen gut informiert. Die Wärmepumpe habe sich als Technologie der Zukunft etabliert. Gleichzeitig bleiben soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz beim Thema Wärmewende eng verzahnt, weswegen bei der Debatte rund um die Eckpunkte zu einem Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) insbesondere der Mieter*innenschutz zentral sei. Anlass des Fachgesprächs seien aber das Gutachten und die untersuchten Maßnahmen, die darüber hinaus einen relevanten Beitrag zur Schließung der Ziellücke leisten könnten.
Im Anschluss stellt Malte Bei der Wieden, Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Öko-Institut Consult GmbH das Gutachten vor. Er betont zunächst, dass ein wichtiger Zeitpunkt sei, um über Gebäudepolitik zu sprechen: einerseits wegen der Umsetzungsfrist der EPBD Ende Mai 2026 und andererseits wegen den kürzlich vorgestellten Eckpunkten zum GMG. Er beschreibt, dass es zwei Ziellücken gebe: eine Lücke bei der Erreichung der Klimaziele und eine soziale Lücke. Das Gutachten sei ein Fahrplan mit dem Anspruch, beide Lücken zu schließen. Es wurde unter der Annahme des geltenden Rechtsrahmens geschrieben, also inkl. der 65%-Regel für erneuerbares Heizen im Gebäudeenergiegesetz, welche laut GMG-Eckpunkten gestrichen werden soll. Dadurch wäre die Minderungswirkung nicht mehr sichergestellt.
Er stellt die 10 Maßnahmen des Gutachtens im Detail vor:
- Einkommensstaffelung in der Bundesförderung für effiziente Gebäude ausweiten.
- Förderkonzept für sozialgerechte energetische Modernisierungen (in der Städtebauförderung, beim sozialen Wohnungsbau und als Förderprogramm mit Mietpreisobergrenze) vorlegen.
- Kosten fair aufteilen: Warmmietenneutrale Sanierung durch das Drittelmodell (Kosten auf Eigentümer*innen, Mieter*innen und Staat verteilen) ermöglichen.
- Mietende schützen: vor teuren grünen Gasen und durch gering-investive Effizienzmaßnahmen.
- Klimaschutz muss sich lohnen: Verhältnis zwischen Gas- und Strompreis ändern (Strom muss günstiger werden).
- Fernwärme: mehr, erneuerbar und bezahlbar bereitstellen.
- Sanierungsfenster stärker nutzen: Anlassbezogene MEPS und verbindliche Portfolioziele für Wohngebäude schaffen.
- Klimafreundliche Nichtwohngebäude: Zielorientierte Mindesteffizienzstandards einführen und moderne öffentliche Gebäude bereitstellen.
- Die Angebotsseite stärken: Weiße-Zertifikate-System mit Fokus auf vulnerablen Haushalten und zentrale Anlaufstellen für Beratung einführen.
- Gas-Unabhängigkeit: Planvoll und solidarisch vorgehen.
Kernaussage des Gutachtens sei, dass sich das Ruder noch herumreißen lasse. In der Summe (und mit optimistischen Annahmen) könne die Klimaziellücke durch die Maßnahmen geschlossen werden. Dadurch wäre das Klimaziel 2040 erreichbar, allerdings nicht, wenn die GMG-Eckpunkte (mit der Abschaffung der 65%-Regel) wie geplant umgesetzt würden.
Beim anschließenden Panel mit dem Titel „Wege zu einem klimaneutralen Gebäudebestand“ diskutieren Lisa Badum MdB (Sprecherin für Klimapolitik, Bündnis 90/Die Grünen, Bundestagsfraktion), Sibylle Braungardt (Gruppenleiterin Wärmewende & Effizienz, Öko-Institut Consult GmbH) und Martha O. Marik (Referentin für Klimapolitik, Der Paritätische Gesamtverband) unter der Moderation von Dr. Julia Verlinden MdB die vorgestellten Maßnahmen und ihre politische Bedeutung.
Insgesamt herrscht eine vorsichtig optimistische Stimmung, da das Gutachten zeige, dass das Glas noch halbvoll sei und man das „Ruder noch rumreißen“ könne, wenn man denn wolle. Vor allem wird deutlich, dass es mehr eine Umsetzungslücke statt einer Erkenntnislücke gebe.
Die Panelistinnen sehen es positiv, dass die soziale Komponente mehr mitgedacht werde. Allerdings laufe die klaffende Lücke im Mieter*innenschutz bei den GMG-Eckpunkten in die komplett falsche Richtung. Auch deswegen, aber auch wegen der Klimaziellücke dürfe dieses Gesetz (GMG) so nicht kommen. In jedem Falls müsse man mit der Heizungsförderung für Sicherheit sorgen und diese stärker sozial staffeln. Auch das Mietrecht könnte ein wichtiger Hebel sein, damit Sanierungen bezahlbar bleiben. Und auch das CO2-Kosten-Aufteilungsgesetz könnte man noch stärken und verbessern.
Auf die Frage, was kann man am schnellsten für die Mieter*innen tun könnte, zählt Sibylle Braungardt auf: gering-investive Maßnahmen zur Heizungsoptimierung würden einen schnellen Beitrag leisten; Ansatzpunkte in der EPBD für schnelle Einsparungen sollte man nutzen; auch One-stop shops und ein Heizkostendeckel (damit dürften nur die Kosten einer effizienten Wärmepumpe auf die Mietenden umgelegt werden) könnten hilfreiche Instrumente sein.
Insgesamt sind sich die Panelistinnen einig, dass es viele Ansätze gebe, um die soziale Lücke und die Klimaschutzlücke im Gebäudesektor zusammen zu denken und zu schließen.
Workshops:
Workshop 1: „Vom Zielwert in die Praxis: MEPS als Instrument für den klimaneutralen Gebäudebestand
In diesem Workshop diskutieren Sibyl Steuwer (Building Performance Institute, BPIE) und Malte Bei der Wieden (Öko-Institut Consult GmbH) sogenannte Mindesteffizienzstandards (MEPS) als zentrales Steuerungsinstrument für Nichtwohngebäude und Wohngebäude. Die MEPS zielen dabei insbesondere auf die energetisch schlechtesten Gebäude.
Die beiden Referent*innen betonen, dass auch erneuerbare Energien in einer elektrifizierten Welt nicht unendlich verfügbar sein werden und es deswegen auch einen Fokus auf Energieeffizienz brauche. In der Diskussion mit Teilnehmer*innen aus der Praxis kristallisieren sich für Nichtwohngebäude drei Maßnahmen zur Unterstützung der Eigentümer*innen heraus:
- Für die meisten Eigentümmer*innen von worst performing Nichtwohngebäuden ist eine Sanierung sowieso wirtschaftlich, lediglich soziale Einrichtungen brauchen Förderprogramme zur Unterstützung.
- Der Vollzug muss schlank gestaltet werden.
- Eine umfassende Datenbank über den Gebäudebestand wäre hilfreich.
Auch best practice Beisspiele wurden diskutiert, so gibt es in Frankreich z.B. jährliche Einsparziele für Nichtwohngebäude und Unternehmen sind verpflichtetet, Energieverbräuche zu übermitteln.
Hinsichtlich Wohngebäuden liegt die größte Herausforderung darin, dass die worst performing buildings oft auch von vulnerablen Gruppen bewohnt werden. Daher ist die Frage der Förderung hier besonders zentral und das Drittelmodell könnte einen möglichen Lösungsansatz bieten. Ein großer Vorteil der MEPS liegt darin, dass sie Innovationen in der Bauwirtschaft anreizen, sodass Unternehmen gerettet werden und freie Kapazitäten für Sanierungen genutzt werden könnten. Wichtig wäre, früh im Prozess eine Pflichtberatung als Unterstützungsmaßnahme einzuführen, so fungieren Energieberatende heute quasi schon als One Stop Shops.
Zur Umsetzung der MEPS werden von den Referent*innen folgende Schritte als notwendig erachtet:
- Das Thema Energieeffizienz / Sanierung (wieder) auf die politische Landkarte setzen.
- Zum Prebunking mit der Implementierung einer einkommensabhängigen Förderung und Novellierung des Mietrechts zur sozialen Absicherung starten.
- Ein gutes Beratungsangebot etablieren.
- Kommunikation gut vorbereiten und die Benefits von Sanierungen betonen bzw. quantifizieren.
Workshop 2: „Gutes Klima, faire Kosten: Klimaziele im Gebäudesektor erreichen – ohne soziale Schieflagen?“
Unter der Leitung von Lisa Badum (MdB, Sprecherin für Klimapolitik) diskutieren in diesem Workshop Carolin Schenuit und Sabrina Greifoner (beide Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V.) die soziale Wohnfrage. Denn besonders einkommensschwache Haushalte leben überdurchschnittlich häufig in schlecht gedämmten Gebäuden und haben kaum Einfluss auf die Energieeffizienz ihrer Wohnung. Gebäudesanierungen, der Anschluss an Fernwärmenetze und erneuerbare Energien werden als zentrale Win-Win-Maßnahmen hervorgehoben - wobei auch die Technologiekosten selbst sinken müssen, wie ein Vergleich der Wärmepumpenpreise mit Frankreich verdeutlicht. Finanzielle Soforthilfen unterstützen, aber befreien noch nicht aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und ersetzen keine strukturellen Investitionen; ein besseres Fördersystem hingegen käme allen Bevölkerungsgruppen zugute. Als entscheidend wird betont, dass Beratungs- und Förderprogramme niedrigschwellig und mit zielgerichteter Kommunikation auf benachteiligte Gruppen zugehen müssen - Länder wie Österreich und Modelle wie Genossenschaften zeigen, dass dies gelingen kann. Das Fazit des Workshops: Klimapolitik im Gebäudesektor kommt der gesamten Gesellschaft zugute - sie braucht aber ein Zusammenspiel aus strukturellen Investitionen und gezielten sozialen Ausgleichsmaßnahmen, um die sozial-ökologische Transformation gerecht zu gestalten
Workshop 3: „Heizungstausch sozial gerecht umsetzen: Förderinstrumente, Umsetzungshürden und Lösungen für den Bestand“
Unter der Leitung von Dr. Alaa Alhamwi (MdB, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie) diskutieren in diesem Workshop Dr. Philipp Tilleßen (KfW Bankengruppe) und Florian Munder (Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.) den Heizungstausch als zentralen Hebel für Klimaschutz im Gebäudesektor.
Dr. Philipp Tilleßen gibt in seinem Input Einblicke aus Perspektive der KfW: es gebe in diesem Jahr bereits 670.000 Förderzusagen der BEG-Heizungsförderung, das entspreche einem Volumen von 9,5 Mrd.€. Das Zuschussportal laufe zu 100 Prozent digital und automatisiert für schnelle Zusagen.
Die Evaluierung der BEG zeige auf, dass viele Sanierungsvorhaben mit hohem Einkommen durchgeführt werden, lediglich 30 Prozent der Antragsteller*inne haben ein Jahreseinkommen unter 40.000 Euro. Eine stärkere soziale Staffelung über den Einkommensbonus oder ein Deckel in Abhängigkeit von Einkommen könnte technisch leicht umgesetzt werden, muss jedoch von der Regierung gewollt sein. In der Diskussion stellt sich die Frage, warum die KfW die Ergänzungskredite, von denen seit Einführung allein 20.000 Zusagen in Höhe von insgesamt 1 Mrd. Euro verteilt wurden, nicht selbst anbiete. Dies sei nicht möglich, da das entsprechende Gesetz ein Durchleitungsprinzip vorschreibe und die KfW keine Wettbewerberin zu Geschäftsbanken werden dürfe.
Florian Munder betont in seinem Input, dass die Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz vieles noch unklar ließen, auch die zukünftigen Förderungsbedingungen. Aus Sicht des vzbv ist die Einkommenskomponente in der Förderung zu begrüßen, aber Mieter*innen würden davon nicht profitieren. Ein Problem sei auch, dass Vermietende nur die Grundförderung beantragen können, sodass die höheren Kosten an die Mietenden durchgereicht würden. Außerdem brauche es einen besseren Zugang zu den Ergänzungskrediten für Haushalte, die sich trotz 70%-Förderung den Heizungstausch nicht leisten können. Eine besondere Problematik sei die Altersdiskriminierung, da ältere Menschen oft keinen Kredit bekommen. Hier müssten politische Lösungen für vulnerable Gruppen geschaffen werden Hinsichtlich Mietendenschutz im GMG betont er, dass es sinnvolle Lösungen für das Mieter-Vermieter-Dilemma und eine gerechte Verteilung der Risiken brauche, um einen Anreiz für den Einbau einer Heizart mit den geringsten Betriebskosten zu schaffen. Als Lösungsvorschlag sehen DMB und vzbv einen relativen Heizkostendeckel, der sich an den Betriebskosten einer Wärmepumpe orientiere.
Zusammenfassend zeigt dieses Fachgespräch im Plenum und in den Workshops, dass die Schließung der sozialen Lücke und der Klimaziellücke im Gebäudesektor möglich ist. Die EPBD bietet dafür einen ganzheitlichen Rahmen. Auch für sozialverträgliche Mindesteffizienzstandards und sozial gestaffelte Förderprogramme gibt es gute Konzepte. Es ist alles eine Frage des politischen Willens.
- Veranstalter
FB 2-Koordinationsbüro (Ökologie)
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
TEL 030/227 59406
fachbereich2@gruene-bundestag.de
Programm
Einlass
Begrüßung
Kassem Taher Saleh MdB
Sprecher für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
Politische Einführung
Dr. Julia Verlinden MdB
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
Vorstellung des Gutachtens
Malte Bei der Wieden
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Öko-Institut Consult GmbH
Panel: Welche Handlungsoptionen bestehen, um den Gebäudesektor zurück auf Klimakurs zu bringen?
Lisa Badum MdB
Sprecherin für Klimapolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
Kassem Taher Saleh MdB
Sibylle Braungardt
Gruppenleiterin Wärmewende & Effizienz
Öko-Institut Consult GmbH
N.N.
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (angefragt)
Martha O. Marik
Referentin für Klimapolitik
Der Paritätische Gesamtverband
Moderation: Dr. Julia Verlinden MdB
Kaffeepause
Workshopphase
Workshop 1
Vom Zielwert in die Praxis: MEPS als Instrument für den klimaneutralen Gebäudebestand
Die Europäische Gebäuderichtlinie verschiebt den Fokus der Klimapolitik im Gebäudesektor grundlegend: Weg von einzelnen Maßnahmen, hin zur systematischen Verbesserung des gesamten Bestands. Mindesteffizienzstandards (MEPS) werden dabei zum zentralen Steuerungsinstrument. Sie zielen insbesondere auf die energetisch schlechtesten Gebäude und definieren erstmals verbindliche Fortschrittspfade für Wohn- und Nichtwohngebäude.
Der Workshop diskutiert, wie diese Vorgaben praktisch ausgestaltet werden können: Wie können wir diese ambitioniert national umsetzen? Wie lassen sich Sanierung, Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit zusammenbringen? Und welche Akteure müssen zusammenwirken, damit aus einem europäischen Ziel ein realer Renovierungsprozess wird, der den Menschen zugutekommt, anstatt sie zu überfordern?
Malte Bei der Wieden
Sibylle Braungardt
Sibyl Steuwer
Head of Berlin Office
Building Performance Institute (BPIE)
Lisa Graaf
Senior Project Manager
Building Performance Institute (BPIE)
Leitung: Kassem Taher Saleh MdB
Workshop 2
Gutes Klima, faire Kosten: Klimaziele im Gebäudesektor erreichen – ohne soziale Schieflagen?
Der Gebäudesektor bleibt ein zentrales Sorgenkind beim Erreichen unserer Klimaziele – die Emissionen sinken zu langsam, die Ziellücke wächst. Gleichzeitig sorgen Debatten um den europäischen Emissionshandel (ETS 2) und die Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes für Verunsicherung. Klar ist: Klimaschutz im Gebäudebereich kann nur gelingen, wenn er wirksam und sozial gerecht ausgestaltet wird. Im Workshop diskutieren wir, wie die Ziellücke geschlossen werden kann, welche Rolle CO₂-Bepreisung und Klimageld spielen und wie die Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds gezielt und fair eingesetzt werden können.
Carolin Schenuit
Geschäftsführende Vorständin
Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) e.V.
Sabrina Greifoner
Wissenschaftliche Referentin
Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) e.V.
Leitung: Lisa Badum MdB
Workshop 3
Heizungstausch sozial gerecht umsetzen: Förderinstrumente, Umsetzungshürden und Lösungen für den Bestand
Der Heizungstausch ist ein zentraler Hebel für Klimaschutz im Gebäudesektor. Zugleich stellt er viele Haushalte vor finanzielle und praktische Herausforderungen. Wie können Instrumente wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) so weiterentwickelt werden, dass eine sozial gerechtere Wärmeversorgung gelingt? Welche Modelle der Kostenverteilung, Förderung oder des (Social) Contractings machen den Heizungstausch – auch im Altbau und im Mietsegment – bezahlbar und umsetzbar? Und wie können insbesondere einkommensschwache Eigentümer*innen, etwa im ländlichen Raum, wirksam unterstützt werden? Diese Fragen möchten wir gemeinsam diskutieren.
Dr. Philipp Tilleßen
Direktor Produktmanagement
KfW Bankengruppe
Florian Munder
Leiter Team Energie und Bauen
Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Leitung:
Dr. Alaa Alhamwi MdB
Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie
Blitzlichtrunde aus den Workshops
Ausklang bei Getränken und Snacks
Ende der Veranstaltung