Ob Stadtteil oder Dorf – lebenswert vor Ort

Konferenz

Veranstaltungsdetails

11:00 - 17:30 Uhr
Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus (Foyer) - Eingang West Konrad-Adenauer-Straße 1 10557 Berlin
Zur Anmeldung
bis

Über die Veranstaltung

Wie gelingt ein gutes Leben vor Ort – im Dorf wie im Stadtteil? Und was brauchen Kommunen, um ihre Aufgaben auch künftig erfüllen zu können? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Kommunalkongresses „Ob Stadtteil oder Dorf – lebenswert vor Ort“, zu dem die Grüne Bundestagsfraktion am 18. April 2026 in den Deutschen Bundestag eingeladen hatte. Rund 400 Engagierte aus ganz Deutschland nahmen vor Ort in Berlin sowie digital teil, um gemeinsam an Lösungen für lebenswerte, gerechte und nachhaltige Kommunen zu arbeiten. 

Der Tag war geprägt von fachlichem Austausch, praktischer Vernetzung und einer klaren politischen Botschaft: Kommunen brauchen jetzt verlässliche Unterstützung. Bereits der Morgen startete mit einem Frauen*-Vernetzungsfrühstück, welches Raum für die gezielte Vernetzung von Kommunalpolitikerinnen bot – ein wichtiges Signal zur Stärkung der weiblichen Stimme in den Räten.

Zur Begrüßung betonte die Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann die zentrale Rolle der Kommunen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und staatliche Handlungsfähigkeit. Sie machte deutlich, dass eine Entlastung der Kommunen nicht zu Lasten sozialer Rechte gehen dürfe und kritisierte entsprechende Kürzungspläne

Der Kongress wurde von Karoline Otte, Berichterstatterin für Kommunales, und Niklas Wagener, Berichterstatter für Ländliche Räume, gemeinsam mit 25 weiteren Abgeordneten der Grünen Bundestagsfraktion organisiert. Die breite Beteiligung zeigt, wie wichtig es der Bundestagsfraktion ist die Kommunen direkt mitzudenken 

Im Zentrum des Kongresses standen zwei umfangreiche Workshop-Phasen, die mit 14 Sessions die gesamte Bandbreite kommunaler Herausforderungen abbildeten – von modernen Mobilitätskonzepten im ländlichen Raum über resilienten Bevölkerungsschutz bis hin zu Fragen des Naturschutzes und der sozialen Daseinsvorsorge. Auch kommunale Finanzen, Bildung, Kultur und Krisenresilienz wurden intensiv diskutiert. Die Workshops machten deutlich: Vor Ort entstehen konkrete Lösungen. Zur Umsetzung werden aber verlässliche politische und finanzielle Rahmenbedingungen benötigt.

Parallel dazu bot der „Markt der Möglichkeiten“ Raum für Austausch und Inspiration. Initiativen und Organisationen präsentierten praxisnahe Ansätze und Best-Practice-Beispiele, die zeigen, wie kommunale Gestaltung bereits heute gelingt und den Alltag vor Ort konkret verbessert.

Ein inhaltlicher Höhepunkt war das Panel „Lebenswert vor Ort – Wie wir Demokratie und Daseinsvorsorge stärken“. Es diskutierten Katrin Göring-Eckardt, Beauftragte für Ostdeutschland, Tilman Fuchs, Oberbürgermeister von Münster, sowie Bianca Broda vom Bündnis #unteilbar Spremberg. Im Zentrum stand die Frage, welche Bedeutung funktionierende kommunale Strukturen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Stabilität haben. Deutlich wurde, dass verlässliche Daseinsvorsorge und gute Rahmenbedingungen für Engagement entscheidend sind, um demokratische Teilhabe zu stärken und dem Rückzug ins Private entgegenzuwirken. Denn „Demokratie wird dort erlebt, wo man lebt“, wie Katrin Göring-Eckardt es auf den Punkt brachte.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden haben wir die Botschaft gesendet: Kommunen, Länder und Bund müssen zusammenhalten. Denn der Wille zur Gestaltung ist vor Ort groß. Dafür braucht es aber einen verlässlichen Rahmen. Besonders inmitten einer kommunalen Finanzkrise braucht es klare Entlastungsmaßnahmen und ein Notfallpaket für die Kommunen. Die Belastungsgrenze ist vielerorts überschritten. Nur wenn die Städte und Gemeinden endlich gestärkt werden, können sie den Zusammenhalt sichern. Ob Schwimmbäder, Kitas oder die Finanzierung der neuen Buslinie – ohne eine solide finanzielle Basis bröckelt die Infrastruktur, auf die sich die Bürger*innen verlassen.

 

 

  • Veranstalter
    FB 2-Koordinationsbüro (Ökologie)
    Platz der Republik 1, 11011 Berlin
    TEL 030/227 59406
    fachbereich2@gruene-bundestag.de

Programm

Einlass & Ankommen

Wir freuen uns über das große Interesse an der Veranstaltung, gleichzeitig müssen alle Teilnehmenden die Sicherheitsstrecke des Bundestages passieren. 

Um den Einlass zu entzerren, bitten wir um frühes Erscheinen. Vor Ort wird es bereits vor Programmstart Möglichkeiten zur Vernetzung geben, informative Stände am Markt der Möglichkeiten - und natürlich heißen Kaffee!

09:00 - 11:00 Uhr

Frauen*-Vernetzungsfrühstück

Am Vormittag lädt Ulle Schauws MdB, unsere Sprecherin für Frauenpolitik, alle Frauen* zu einem zweiten Frühstück. 
Zur Teilnahme bitten wir darum, bereits 9:30 den Einlass zu planen!

10:00 Uhr

Begrüßung

Karoline Otte MdB 
Berichterstatterin für Kommunales
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Niklas Wagener MdB
Berichterstatter für Ländliche Räume
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

11:15 Uhr

Politik für vor Ort - Einführungsrede

Britta Haßelmann MdB 
Fraktionsvorsitzende
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

11:40 Uhr

Poetry Slam

Louisa Bahl
Poetry Slammerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Reutlingen

Moderation: Niklas Wagener MdB

11:50 Uhr

1. Workshop- und Forenphase

01 - Wohin, wenn die Dorfkneipe schließt? Austausch und Begegnung brauchen Räume (analog auf der Hallenbühne)
Begegnungs- und Debattenräume sind für das gesellschaftliche Miteinander in ländlichen Regionen von zentraler Bedeutung. Sie geben Menschen die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen, Themen persönlich vor Ort mit anderen zu diskutieren, sowie Bildungs- und Kulturangebote niedrigschwellig zur Verfügung zu stellen. Wir Grünen setzen uns dafür ein, diese Räume besser zu fördern und auszubauen. Unser Ziel ist es, Selbstwirksamkeit und selbstbestimmtes Leben besonders in ländlichen Gebieten zu fördern und so eine lebendige, zukunftsfähige Gemeinschaft zu schaffen.

  • Moderiert von
    Mayra Vriesema MdB
    Berichterstatterin für Regionalpolitik
    und
    Niklas Wagener MdB
    Berichterstatter für Ländliche Räume
  • Mit 
    Kirsten Voß-Rahe , Gründerin des Hof Viehbrook
    Valentin Hagen, Initiative “Stetten ist vielfältig”

 

02 - Starke Kommune – starker Zusammenhalt (analog im Raum E.200)
Ob durch Hilfe in Notlagen, Unterstützung bei Pflege oder persönliche Beratung: Kommunen sichern maßgeblich den sozialen Zusammenhalt vor Ort. Doch komplexe Strukturen und klamme Kassen verhindern zunehmend, dass Menschen die Unterstützung bekommen, die sie benötigen. Wir wollen uns über Erfolgsmodelle austauschen, Erfahrungen teilen und diskutieren, was es braucht, damit die Kommunen auch zukünftig für die Menschen da sein können.

  • Moderiert von
    Timon Dzienus MdB
    Berichterstatter für Soziales
    und
    Prof. Dr. Armin Grau MdB
    Sprecher für Arbeit und Soziales

 

03 - Was wir vor Ort für die Verkehrswende tun können (hybrid im Raum E.300)
Städte und Gemeinden stehen im Mittelpunkt der Verkehrswende – doch wo anfangen? Dieser Workshop bietet kommunal Engagierten aus Stadt und Land das nötige Rüstzeug, um Verkehrswende und lebenswerte Städte und Gemeinden praktisch voranzubringen. Wir geben einen Überblick über aktuelle Gesetzesreformen (StVG, StVO), neue Fördermöglichkeiten für Radverkehr und ÖPNV und stellen erfolgreiche Praxisbeispiele vor. Am Ende nehmen die Teilnehmenden einen prall gefüllten Handwerkskoffer mit Ideen, Werkzeugen und Strategien mit, um Veränderungen vor Ort ins Rollen zu bringen.

  • Moderiert von
    Victoria Broßart MdB
    Obfrau im Verkehrsausschuss
    und
    Swantje Michaelsen MdB
    Sprecherin für Verkehrspolitik

 

04 - Kulturarbeit vor Ort stärken (analog im Raum E.400)
Kultur ermöglicht Teilhabe, schafft Begegnungsräume und fördert den Austausch zwischen den Menschen. Obwohl Kultur die Lebensqualität vor Ort erhöht, wird bei ihr oft als erstes gespart. Fehlende Infrastrukturen, mangelnde Informationsangebote, knappe Personal- und Finanzressourcen sind daher nur ein paar der Hürden, mit denen sich viele Kulturakteur*innen in unseren Kommunen auseindersetzen müssen. Gemeinsam wollen wir uns über die Probleme austauschen und uns gegenseitig inspirieren, wie man diesen Herausforderungen konstruktiv begegnen kann.

  • Moderiert von
    Awet Tesfaiesus MdB
    Obfrau des Ausschusses für Kultur und Medien
  • Mit
    Jürgen Zinke, Forum Heersum

 

05 - Sport und Engagement, wenn das Leben vor Ort in Bewegung bleibt (analog im Raum E.600)
Sportvereine und freiwilliges Engagement halten Gemeinden zusammen, egal ob im Dorf, in der Kleinstadt oder im Kiez. Sie schaffen Orte, an denen Menschen sich begegnen, Verantwortung übernehmen und gemeinsame Werte wie Fairness, Teamgeist und Leistungsbereitschaft leben. Zugleich stehen strukturschwache Kommunen vor der Herausforderung, Sportstätten zu erhalten und Ehrenamtliche zu entlasten. Im Workshop sammeln wir Erfahrungen aus Stadt und Land und diskutieren, wie Sport und Engagement als Teil der Daseinsvorsorge gestärkt werden können.

  • Moderiert von
    Lisa Paus MdB
    amtierende Vorsitzende des Haushaltsausschusses
    und
    Tina Winklmann MdB
    Sprecherin für Sport und Ehrenamt
  • Mit
    Birgit Faber, Freiburger Kreis e.V. 
    Paul Fischer, Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) 

 

06 - Kommunen stärken – Bildung gestalten! (analog im Raum E.700)
Kommunen sind zentrale Akteure der Bildungspolitik. Sie gestalten die Bildungslandschaft vor Ort und sind dabei nicht nur als Schulträger zuständig für die bauliche Infrastruktur von berufs- und allgemeinbildenden Schulen. Die Kommunen verantworten die Umsetzung der Ganztagsbetreuung, die Digitalisierung der Bildung, den Ausbau der Kita- und Schulsozialarbeit und fördern Familienbildung und Sozialraumorientierung von Kitas und Schulen. Bund und Länder müssen die Kommunen bei diesen vielfältigen Aufgaben zielgerichtet unterstützen.

  • Moderiert von
    Dr. Anja Reinalter MdB
    Parlamentarische Geschäftsführerin
  • Mit 
    Daniela Schneckenburger, Leiterin des Dezernats Bildung, Integration, Kultur, Sport und Gleichstellung beim Deutschen Städtetag
    Prof. Dr. phil. Anne Sliwka, Institut für Bildungswissenschaft, Universität Heidelberg

 

14 - Resilienz vor Ort - Wie du deine Kommune krisenfit bekommst! (hybrid im Raum E.800)
Ob Stromausfall, Hochwasser oder hybride Bedrohung – Städte und Gemeinde sind in diesen Lagen oft die ersten Ansprechpartner*innen für die Bevölkerungen. Als Schnittstelle zwischen Staat und Bürger*innen sind die Kommunen zentrale Akteur*innen im Bevölkerungsschutz. Doch in den vergangenen Jahrzehnten wurde der große Reform- und Investitionsbedarf im Bevölkerungsschutz vernachlässigt – mit Auswirkungen auch auf die Kommunen. Was braucht es jetzt?

  • Moderiert von
    Leon Eckert MdB
    Berichterstatter für Bevölkerungsschutz
  • Mit
    Sabrina Günther, Koordinatorin des Resilienzzentrum Ostalbkreis 
    Sebastian Baum, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit für kommunalen Bevölkerungsschutz / Feuerwehr Hattersheim
    Dr. Sophia Rossmann, Forschungsforum Öffentliche Sicherheit
    Dr. Naomi Shulman, Forschungsforum Öffentliche Sicherheit
12:00 Uhr

Mittagspause

parallel: Markt der Möglichkeiten 
mit zahlreichen Initiativen aus und für die Kommunalpolitik

13:30 Uhr

Panel-Talk:

Lebenswert vor Ort - Wie wir Demokratie und Daseinsvorsorge stärken

Katrin Göring-Eckardt MdB 
Sprecherin für Kultur und Medien, Beauftragte für Ostdeutschland
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Tilman Fuchs
Oberbürgermeister von Münster

Bianca Broda
Ehrenamtliche Leiterin, Bündnis #unteilbar Spremberg

Moderation: Karoline Otte MdB

14:45 Uhr

2. Workshop- und Forenphase

07 - Mehr Geld für unsere Kommunen! - Was vor Ort getan werden kann und wie wir im Bund Druck machen (hybrid auf der Hallenbühne)
Die Kommunen sind in einer historischen Finanzkrise. Das wirkt sich auf den Alltag von uns allen aus: Die Kita schließt früher, die Buslinie eingestellt oder das Schwimmbad wird teurer. Als Grüne Bundestagsfraktion haben wir genau hierauf hingewiesen wie keine andere politische Kraft - wir fordern deutlich mehr Geld für die Städte und Gemeinden, sowie Entbürokratisierung und einen guten Abruf der Investitionsmittel. Wir wollen im Workshop neben der kommunalen Finanzlage unsere Lösungsvorschläge als Fraktion ansprechen und darauf aufbauend gemeinsam überlegen: Welche Handlungsmöglichkeiten hat als (finanzschwache) Kommune in dieser Zeit? Und wie erhöhen wir den Druck, damit die Bundesregierung endlich ins Handeln kommt?

  • Moderiert von
    Karoline Otte MdB
    Berichterstatterin für Kommunalpolitik
  • Mit
    Barbara Meyer, Bürgermeisterin und Dezernentin für Finanzen und Nachhaltigkeit in Saarbrücken
    Christoph Herrendorf, Kommunikationsberater und Pressesprecher; Bündnis „Für die Würde unserer Städte“

 

08 - Wir lassen niemanden zurück! - Kommunale Lösungen für Sucht- und Sozialberatungen (hybrid im Raum E.200)
Der Workshop beleuchtet die Herausforderungen der kommunalen Suchtberatung und schafft Raum für fachlichen und persönlichen Austausch. Räume für Austausch fehlen gerade im ländlichen Bereich, obendrein wird das Thema Sucht leider allgemein viel eher mit illegalisierten Substanzen und Versorgungsnotwendigkeiten in Städten in Verbindung gebracht. Ein besonderer Fokus liegt deshalb auch auf der chronisch schwierigen Finanzierungssituation von Suchtberatungsangeboten, die nachhaltige Angebotsplanung und Personalstabilität erheblich erschwert. Gemeinsam sollen bundespolitische Lösungsansätze diskutiert werden, um trotz knapper Mittel wirksame Unterstützung für Betroffene sicherzustellen.

  • Moderiert von
    Linda Heitmann MdB
    Berichterstatterin für Drogen- und Suchtpolitik
    und
    Dr. Lena Gumnior MdB
    Berichterstatterin für Strafrecht
  • Mit
    Christina Rummel, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)
    Mechthild Böll, Mitglied des Rates der Stadt Köln, Sprecherin für Gesundheitspolitik der Grünen Ratsfraktion

     

09 - Regionalwirtschaft- & Strukturentwicklung – Politische Lösungen im Praxis-Check (hybrid im Raum E.300)
Regionale Wirtschaftskreisläufe sind für uns Grüne ein Schlüssel für lebendige Kommunen und eine starke Demokratie vor Ort. Sie halten Wertschöpfung in der Region, sichern Arbeitsplätze und stärken Teilhabe besonders in ländlichen und strukturschwächeren Räumen. Wenn Wirtschaft, Daseinsvorsorge und Gemeinsinn zusammengedacht werden, entstehen Vertrauen, Zusammenhalt und echte Zukunftsfähigkeit. 
In diesem Workshop geht es darum, wie das konkret gelingen kann. Welche Förderinstrumente helfen wirklich? Wo bremsen Bürokratie und starre Logiken? Und was muss sich politisch ändern, damit aus guten Projekten tragfähige Strukturen werden? Der Workshop lädt zum Mitdiskutieren, zum Einbringen eigener Erfahrungen und zum gemeinsamen Weiterdenken ein für starke Regionen, mehr Gestaltungsspielräume und eine Demokratie, die vor Ort wirkt.

  • Moderiert von
    Julian Joswig MdB
    Berichterstatter für Struktur- und Industriepolitik
  • Mit
    Eliza Diekmann-Cloppenburg, Bürgermeisterin von Coesfeld (NRW)
    Achim Kistner, Geschäftsführer der Lokalen Aktionsgruppe Hunsrück

 

10 - Mehr Naturschutz wagen: Win-Win-Win für Mensch, Tier und Demokratie (hybrid im Raum E.400)
Mehr Natur und der Schutz unserer Natur bieten viele Benefits für Artenvielfalt und mehr Lebensqualität und eine starke Gemeinschaft. Denn Natur geht uns alle an: Es geht um deinen See, deinen Park oder auch um deine Insekten-Oase auf der Mittelinsel im Kreisverkehr. Ein Baumturbo tut Not. Besonders Strukturwandel-Regionen können profitieren: die Region wird durch mehr Natur positiver wahrgenommen und attraktiver für Touristen, kommunale Kosten können verringert und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Eine direkte Einbindung der Menschen vor Ort stärkt dabei auch unser demokratisches Fundament. Vielerorts fühlen sich Bürger*innen abgehängt und wenden sich antidemokratischen Strömungen zu, die zunehmend auch den Natur- und Umweltschutz unterwandern. Gegen diese Vereinnahmung braucht es die Stärkung eines demokratisch ausgerichteten Naturschutzes, der uns alle begeistern kann.

  • Moderiert von
    Harald Ebner MdB
    Berichterstatter für Natur- und Artenschutz
  • Mit
    Robert Spreter, Geschäftsführung Kommunen für biologische Vielfalt e.V.
    Hendryk Balko, Sprecher Sächsische Kommunen in der Lausitzrunde sowie Bürgermeister Gemeinde Boxberg/O.L.
    Dante Esteban Davis, BUNDjugend

 

11 - Gutes Klima in der Kommune - Wo Begrünung und Gemeinschaft wächst (analog im Raum E.600)
Die Klimakrise ist längst im Alltag der Menschen angekommen: Immer häufiger treten in Deutschland extreme Hitzeperioden auf - und auch auf dem Land machen sie Leben und Arbeiten zur Qual. In diesem Workshop möchten wir uns mit Lösungen befassen, die Abkühlung schaffen und gleichzeitig das Miteinander in den Gemeinden stärken. Zusammen diskutieren wir Herausforderungen und Möglichkeiten, blicken auf Praxisbeispiele und sammeln Ideen für die Umsetzung vor Ort ebenso wie für politische Weichenstellungen. Damit Hitzeschutz zu einem Beitrag für gutes Zusammenleben, Gesundheit und Chancengleichheit in allen Regionen – und die Kommune zu einem Ort, an dem Zukunft gemeinsam gestaltet wird.

  • Moderiert von
    Sylvia Rietenberg MdB
    Berichterstatterin für Stadt- und Dorfentwicklung
    und
    Julia Schneider MdB
    Berichterstatterin für Klimaanpassung und Hitze
  • Mit
    Daniel Willeke, Bundesverband Klimaschutz
    Dr. Dennis Fila, PROLOK Forschungsteam der Uni Freiburg

 

12 - Gemeinsam stark vor Ort - Wie Hochschulen, Wirtschaft und Verwaltung erfolgreich Standorte gestalten (analog im Raum E.700)
Erfolgreiche Standortpolitik entsteht, wenn Kommunen, Hochschulen und Wirtschaft an einem Strang ziehen. In diesem Workshop diskutieren wir anhand konkreter Best-Practice-Beispiele, welche Strukturen und Maßnahmen Regionen zukunftsfähig machen und wie die Zusammenarbeit verschiedener Akteure gelingen kann.

  • Moderiert von
    Dr. Andrea Lübcke MdB
    Berichterstatterin für Forschungspolitik
    und
    Claudia Müller MdB
    Parlamentarische Geschäftsführerin
    Berichterstatterin für Innovations- und Transferpolitik
  • Mit
    Sascha Lademann, Projektleitung Startup Labor Schwedt
    William Will, Gründer XelerateVR 

 

13 - Moderne Kommunen, starke Demokratie (hybrid im Raum E.800)
Ob Anträge digital eingereicht werden können, es Termine beim Bürgeramt gibt und Kommunen für Naturkatastrophen gewappnet sind: Wie modern unser Staat ist, entscheidet, ob Menschen unsere Kommunen als handlungsfähig wahrnehmen und Vertrauen in unsere Demokratie haben. Umso problematischer, dass wir aktuell weit zurückliegen. Gemeinsam wollen wir Erfahrung teilen, uns Praxisbeispiele anschauen und Stellschrauben definieren.

  • Moderiert von
    Jeanne Dillschneider MdB
    Berichterstatterin für Cybersicherheit
    und
    Dr. Moritz Heuberger MdB
    Berichterstatter für Staatsmodernisierung und Digitale Verwaltung
  • Mit
    Dr. Carola Croll, Wissenschaftliche Referentin der Stiftung Digitale Chancen
    Daniel Breyer, Geschäftsführer, eGo-Saar
15:30 Uhr

Videobotschaft

Dominik Krause
Designierter Oberbürgermeister von München

17:00 Uhr

Schlusswort

Dr. Julia Verlinden MdB
Stellv. Fraktionsvorsitzende
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

17:10 Uhr

Ende der Veranstaltung

17:30 Uhr

Mit dabei aus der Fraktion

Britta Haßelmann
 

Fraktionsvorsitzende

Dr. Julia Verlinden
 

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende

Karoline Otte
 
Victoria Broßart
 
Jeanne Dillschneider
 
Katrin Göring-Eckardt
 

Sprecherin für Kultur und Medien
Beauftragte für Ostdeutschland

Timon Dzienus
 
Harald Ebner
 
Leon Eckert
 
Prof. Dr. Armin Grau
 

Sprecher für Arbeit und Soziales

Dr. Lena Gumnior
 
Linda Heitmann
 
Dr. Moritz Heuberger
 
Julian Joswig
 
Dr. Andrea Lübcke
 
Swantje Henrike Michaelsen
 

Sprecherin für Verkehrspolitik

Claudia Müller
 

Parlamentarische Geschäftsführerin

Lisa Paus
 
Dr. Anja Reinalter
 

Parlamentarische Geschäftsführerin

Sylvia Rietenberg
 
Julia Schneider
 
Awet Tesfaiesus
 
Mayra Vriesema
 
Niklas Wagener
 
Tina Winklmann
 

Sprecherin für Sportpolitik und Ehrenamt