Wie retten wir den Filmstandort Deutschland?
Veranstaltungsdetails
Über die Veranstaltung
Wie retten wir den Filmstandort Deutschland? Darüber haben wir als bündnisgrüne Bundestagsfraktion bei unserem Parlamentarischen Frühstücks zur Berlinale am 17.2.2026 mit Expert*innen aus der Branche und rund 180 Gästen diskutiert. Die Gespräche drehten sich vor allem darum, wie der Reformprozess der Filmförderung konsequent fortgeführt werden kann und welche Maßnahmen umgehend nötig sind, damit der Standort international wettbewerbsfähig aufgestellt wird und vielfältig erhalten bleibt.
Die Film- und Kinolandschaft in Deutschland ist einzigartig in ihrer Vielfalt und blickt auf eine lange Tradition zurück. Zugleich steht sie massiv unter Druck: Steigende Kosten, Auftragsrückgänge und Produktionsabwanderungen gefährden nicht nur einzelne Unternehmen, sondern die gesamte Infrastruktur und die vielen Kreativen, die in diesem Bereich arbeiten. Dabei ist der deutsche Film eine tragende Säule der Kultur- und Kreativwirtschaft und prägt das Bild Deutschlands in der Welt.
In kurzen Blitzlichtern haben wir mit Christine Berg, Vorstandsvorsitzende von HDF Kino e.V und dem Schauspieler Anton von Lucke die aktuelle Situation von Schauspieler*innen beleuchtet und eindrücklich erfahren, wie stark sich die gegenwärtige Lage auf Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsmöglichkeiten in Film und Fernsehen auswirkt. Zugleich wurde die besondere Stärke der deutschen Kinolandschaft hervorgehoben – geprägt von engagierten Familienunternehmen, kultureller Vielfalt und einer hohen wirtschaftlichen Hebelwirkung von Investitionen.
In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Paula Essam, Vorstand von ProQuote Film, Hans-Werner Meyer, Vorstandsmitglied BFFS (Bundesverband Schauspiel), Wiebke Wiesner, stellv. Geschäftsführerin der Produktionsallianz und Roland Teichmann, Direktor des Österreichischen Filminstituts, standen notwendige politische Weichenstellungen im Mittelpunkt: Es braucht verlässliche Förderstrukturen, eine schnelle Umsetzung des gefundenen Kompromisses zur Investitionsverpflichtung sowie ihre Ergänzung durch ein Steueranreizmodell. Dafür setzen wir uns als bündnisgrüne Fraktion im Bundestag immer wieder ein.
Gesprochen haben wir auch über die Notwendigkeit einer Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Kreativleistungen – auch hier werden wir uns einbringen. Klar ist nach unserem Berlinale-Frühstück: Nur durch gemeinsames Handeln, strukturelle Maßnahmen und eine gezielte Förderung von Vielfalt und Nachwuchs vor und hinter der Kamera kann eine stabile und zukunftsfähige Filmlandschaft gesichert werden.
- Veranstalter
FB 5-Koordinationsbüro (Gesellschaftspolitik und soziale Infrastruktur)
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
TEL 030/227 51814
fachbereich5@gruene-bundestag.de
Programm
Ankommen & Frühstück
Begrüßung
Katrin Göring-Eckardt MdB
Sprecherin für Kultur und Medien
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
Sven Lehmann MdB
Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
Grußwort
Katharina Dröge MdB
Fraktionsvorsitzende
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
Blitzlichter & Publikumsgespräch
Jasna Fritzi Bauer
Schauspielerin
Christine Berg
Vorstandsvorsitzende
HDF Kino e.V
Anton von Lucke
Schauspieler
Moderation :
Katrin Göring-Eckardt MdB
Sven Lehmann MdB
Paneldiskussion: „Wie retten wir den Filmstandort Deutschland?“
Paula Essam
Vorstand
ProQuote Film
Hans-Werner Meyer
Vorstandsmitglied
BFFS – Bundesverband Schauspiel
Michelle Müntefering
CEO, Sprecherin des Gesamtvorstands
Produktionsallianz
Roland Teichmann
Direktor
Österreichisches Filminstitut
Moderation:
Sven Lehmann MdB
Schlussworte
Katrin Göring-Eckardt MdB
Frühstück und Get Together
Ende der Veranstaltung