Ein Hitzesommer in Köln
Die viertgrößte Stadt Deutschlands war diesen Sommer besonders von Hitze und Trockenheit betroffen: Die Hitzewelle 2026 hat Köln einen neuen Höchstwert von 34 Hitzetagen beschert und Gesundheitsversorgung, Infrastruktur wie Straßen und Schienen sowie Natur und Stadtgrün stark unter Druck gesetzt.
Unsere Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge besuchte daher im August die Uniklinik Köln, um über die Belastungen aufgrund der außergewöhnlichen Hitze zu sprechen und erkundete mit dem K.R.A.K.E. e.V. das trockene Rheinbett in ihrem Wahlkreis.
Enorme Belastungen für Personal und Patient*innen
Am 27. Juni 2026 erreichten die Temperaturen über 37 Grad: ein Juni-Hitzerekord für Köln. Diese Temperaturen führten zu enormen Belastungen in der ganzen Stadt, wie auch an vielen anderen Orten im ganzen Land. Um über die Situation im Gesundheitswesen in Köln zu sprechen, besuchte unsere Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge Anfang August die Uniklinik Köln, um zu erfahren, wie die Einsatzkräfte diese Herausforderungen erlebten, wie es den Patient*innen und Pflegekräften ergangen ist, und was in Zukunft getan werden muss, um diesen Realitäten angemessen zu begegnen.
Die Belastung war sehr hoch. Denn einerseits kam es zu einer deutlich erhöhten Aufnahmezahl in der Klinik, bei gleichzeitig vielen Krankmeldungen im Kollegium. Die Kühlung im Gebäude konnte die Hitze nur teilweise abfangen, so dass Patient*innen bei sehr hohen Temperaturen auf den Zimmern lagen, und die Pflegekräfte neben der hohen Arbeitsbelastung auch noch der Hitze ausgesetzt waren. Die Klinik ist für eine derartig hohe Anzahl an Hitzeschlägen nicht ausgestattet ist. So fehlt es beispielsweise an Eiswasserbecken.
Gemeinsame Schlussfolgerungen: Es braucht Notfallpläne für außergewöhnliche Hitzetage, eine Sensibilisierung in der Bevölkerung und Investitionen in die Gebäudekühlung. Diese Investitionen können von den Kliniken alleine nicht getragen werden und müssen zumindest in Teilen von Land und Bund gefördert werden.
Historisches Niedrigwasser im Rhein
Der Rhein maß im August einen historisch niedrigen Rheinpegel von nur ca. 50 Zentimetern in Köln. Aufgrund der Trockenheit und hohen Temperaturen, als eine direkte Folge der Klimakrise, fehlte Wasser im Rhein. Dies stellt nicht nur eine enorme Belastung für Natur und Handelswege dar, es legt auch Unmengen an Müll im Flussbett frei. Katharina Dröge war mit der K.R.A.K.E. e.V. am 14. August in Köln vor Ort, um Müll zu sammeln und über die Belastungen durch die Klimakrise zu sprechen. Für Erstaunen sorgte dabei, was das Niedrigwasser so alles freilegte: Neben viel Plastikmüll kamen zahlreiche E-Roller, Fahrräder, Bauzäune und Schilder zum Vorschein. Ein derartiges Niedrigwasser hat Köln noch nicht erlebt. Umso besorgniserregender war zu erleben, dass der Bundeskanzler über den Sommer kein Wort zu den Belastungen aufgrund der Hitze und Trockenheit, als eine Folge der Klimakrise, verlor.
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