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Pressemitteilung | 04.03.2013

Bundesinstitut erklärt Futtermittelskandal zum Normalfall

Zur Bewertung des Skandals um mit Aflatoxinen verseuchten Futtermais durch den Präsidenten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Andreas Hensel, erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Die Verharmlosung des aktuellen Futtermittelskandals durch den Präsidenten des Bundesamtes für Risikobewertung ist unverantwortlich. Es ist befremdlich, wenn der Präsident einer Bundesbehörde es normal findet, wenn durch die Schlamperei von Futtermittelkonzernen 10.000 Tonnen hochgradig krebserregender Futtermittel in Umlauf kommen und erst gestoppt wurden, nachdem die Toxin-Belastung bereits in der Milch nachweisbar war.

Wir erwarten von einem Bundesinstitut für Risikobewertung, dass sie sich nicht um die Verharmlosung, sondern um die Vermeidung derartiger Risiken kümmert. Dazu gehört die konsequente Bewertung der hohen Risiken, die mit dem weltweiten Futtermittelgeschäft verbunden sind.

Wir fordern Frau Aigner auf, die Verharmlosungen durch das BfR zu unterbinden und die Bevölkerung zu informieren, anstatt Lebensmittelskandale zum Normalfall zu erklären.

Herr Hensel hatte in der Westdeutschen Zeitung erklärt, der Fall von mit 45.000 Tonnen mit Aflatoxinen verseuchtem Futtermais sei weder Skandal noch Krise, sondern Routine.

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