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Pressemitteilung 09.03.2018

Atomkatastrophe Fukushima: keine Normalität, nirgends

Zum Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Fukushima am 11. März erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit:

Sieben Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima ist eine Bewältigung des Super-GAUs vom 11. März 2011 in Japan immer noch weit entfernt. Trotzdem will die japanische Regierung auf die Nutzung der Atomkraft nicht verzichten. Weder rechnet sie die Kosten der atomaren Katastrophe in den Atomstrompreis ein, noch akzeptiert sie den mehrheitlichen Wunsch der Bevölkerung nach einem Atomausstieg. Mit finanziellen Erpressungen werden Evakuierte in ihre alten Wohngebiete zurückgeschickt, die zwar dekontaminiert sind, aber immer noch viel zu hoch strahlen. Im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2020 soll Normalität hergestellt werden. Doch normal wird das Leben in den verstrahlten Regionen noch lange nicht sein.

Mit dem Finger nach Japan zu zeigen, steht uns aber nicht an. Auch in Deutschland und seinen atomfreudigen Nachbarländern besteht das Risiko eines Super-GAUs bis zum Abschalten des letzten Atomkraftwerks. Viele Meiler an unseren Grenzen sind überaltert und störanfällig. Zu Ihrem Betrieb trägt Deutschland mit seinen Atomfabriken in Gronau und Lingen aktiv bei. Die Urananreicherungsanlage und die Brennelementefabrik schnellstmöglich zu schließen, ist die nächste Aufgabe der Bundesregierung. Das wäre ein konsequenter Schritt Richtung europäischer Atomausstieg.

 

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