Statement 23.02.2017

Kerstin Andreae zur Regulierung von Managergehältern

Zur Diskussion über ein Gesetz zur Regulierung von Managergehältern erklärt Kerstin Andreae, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

"Wenn die Bundesregierung tatsächlich ein Gesetz zur Regulierung von Managergehältern auf den Weg bringt, ist das ein richtiger und längst überfälliger Schritt. Wenn das allerdings nur ein Wahlkampfmanöver ist, wäre das jämmerlich. Union und SPD hätten längst Kriterien festlegen können. Dann wären uns die letzten Skandale um Winterkorn und andere Spitzen-Manager erspart geblieben. 

Wenn ein Manager das Hundertfache eines Durchschnittverdienstes seiner Mitarbeiter erhält, ist jede moralische Grenze überschritten.

Überzogene Gehälter, Boni und Abfindungen kann das Unternehmen von der Steuer abziehen. Der Staat und damit seine Bürgerinnen und Bürger finanzieren diese Ungerechtigkeit auch noch mit. 

Unser Grüner Antrag sieht vor, den Betriebsausgabenabzug von Gehältern und Boni auf 500.000 Euro pro Jahr und Kopf zu deckeln, eine Grenze von einer Million Euro für Abfindungen sowie eine Bonus-Malus-Regelung, damit Manager nicht nur am Gewinn, sondern auch am Verlust des Unternehmens beteiligt sind. 

Ich kenne keinen mittelständischen Unternehmer, der seine Firma so verantwortungslos führt, wie wir es zuletzt bei einigen Managern von Großkonzernen erleben mussten.

Wir brauchen endlich Regeln für mehr Transparenz und Fairness in den Unternehmen, das hat nichts mit Neiddebatten zu tun."

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