Statement 15.09.2017

Katrin Göring-Eckardt zum Familienreport der Bundesregierung und steigendem Armutsrisiko

Zum Familienreport der Bundesregierung und steigendem Armutsrisiko erklärt Katrin Göring‑Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

„Ob es nun der mangelnde Durchsetzungsfähigkeit der SPD oder dem sozialen Desinteresse der Union geschuldet ist, spielt keine Rolle: Die Bundesregierung hätte alle Mittel zur Hand gehabt, Eltern und Kindern, die Unterstützung benötigen, diese auch zukommen zu lassen. Stattdessen lässt sie trotz brummender Konjunktur immer mehr Kinder und alleinerziehende Mütter im Regen stehen. Ihnen wird die Zukunft verbaut und das darf nicht sein.

Deutschland braucht eine Regierung, die endlich wieder effektiv, mit Zuversicht und Mut gegen Armut kämpft statt sie nur zu verwalten. Für Familien und Kindern muss endlich mehr Geld in die Hand genommen werden. Dafür braucht es eine Abkehr von den ungerechten Steuerfreibeträgen, die vor allem denen helfen, denen es ohnehin gut geht. Mit einem unbürokratischen Bonus zum Kindergeld können Familien und Alleinerziehende vor Armut geschützt werden. Und mit einer Kindergrundsicherung, die Eltern mit mittlerem Einkommen endlich ebenso viel Unterstützung wie die mit den hohen Einkommen, würde die Familienpolitik wieder gerechter. Deutschland kann und darf sich Kinderarmut nicht länger leisten.“

 

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