Kunden schieben Einkaufswagen in einem Supermarkt.

Verbraucherschutz

Für Verbraucherschutz, Transparenz und Wahlfreiheit

  • Unsere Konsumwelt ist bunter, vielfältiger und oft einfacher geworden. Aber immer noch viel zu oft sitzen Verbraucherinnen und Verbraucher am kürzeren Hebel – wenn Autohersteller tricksen, Internetkonzerne ungefragt Daten sammeln und weitergeben, Banken Wucherzinsen verlangen oder im Supermarkt Dickmacher als gesund verkauft werden.
  • Wir Grüne im Bundestag machen Politik für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Wir sind überzeugt: Verbraucherschutz ist unser gutes Recht.
  • Wir setzen uns im Bundestag für mehr Verbraucherschutz in allen Alltagsbereichen ein: für klare Kennzeichnungsregeln bei Lebensmitteln ebenso wie für Regeln gegen untergeschobene Telefonverträge oder überteuerte Inkassogebühren, für Verbraucherdatenschutz im Netz oder für nachhaltige Kleidung.

Wir Grüne im Bundestag kämpfen für wirkungsvollen Verbraucherschutz, Transparenz und Wahlfreiheit.

Ernährung: Für gutes Essen

Immer mehr Menschen wollen bewusst und gut essen. Sie legen Wert auf regionale und ökologische Produkte. Fleisch aus Massen­tierhaltung kommt ihnen nicht auf den Tisch. Wir Grüne im Bundestag unterstützen diesen Trend. Wir ackern für gutes Essen, eine nachhaltige Landwirtschaft und konsequenten Verbraucherschutz. Wir sorgen für Transparenz im Supermarkt und gehen gegen Verbrauchertäuschung vor.

Wir fordern:

  • Gesund Essen einfach machen: eine leicht verständliche Nährwertampel, verbindliche Reduktionsziele für Zucker, Salz und Fett in Softdrinks und Fertigprodukten, verbindliche Standards für ein vollwertiges Kita- und Schulessen.
  • Wissen, was drin ist: eine Tierhaltungskennzeichnung für Fleisch und Milch – so wie sie bereits erfolgreich bei Eiern praktiziert wird, mehr Transparenz durch eine bessere Herkunftskennzeichnung.
  • Verbraucherschutz sichtbar machen: Ein Hygienebarometer für Gaststätten, damit Verbraucherinnen und Verbraucher erkennen können, wie der Betrieb bei der Lebensmittelüberwachung abgeschnitten hat.

Weitere Informationen auch unter Ernährung.

Finanzmarkt: Kunden vor Abzocke schützen

Auch zehn Jahre nach der Lehman-Pleite können Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Geldanlage nicht auf gute Beratung vertrauen. Statt der Verbraucherinteressen spielen oft Verkaufsvorgaben und Provisionszahlungen die erste Geige. Sinkende Zinsgewinne werden in höhere Gebühren, beispielsweise für die Kontoführung, umgemünzt. Auch mit Wucherzinsen bei Dispokrediten oder unpassenden Produkten wie Restschuldversicherungen nutzen Banken ihre Macht. Als Grüne im Bundestag machen wir uns stark für mehr Kontrolle und Transparenz auf dem Finanzmarkt. Wir wollen die Verbraucherinnen und Verbraucher vor Abzocke schützen.

Wir fordern:

  • Ein einfaches und kostengünstiges Standardprodukt für die private Altersvorsorge.
  • Eine Finanzberatung mit transparenten und gedeckelten Provisionen und mittelfristig eine von Provisionen und Margen unabhängige Finanzberatung.
  • Schutz vor überhöhten Gebühren, beispielsweise durch eine Deckelung bei den Dispozinsen und Inkassogebühren. Kontogebühren sollen transparent und besser vergleichbar sein.

Weitere Informationen auch unter Finanzen und Finanzkrise.

Digitaler Verbraucherschutz: Gleiche Rechte analog wie digital

Kundendaten sind heißbegehrte Waren. Über Surfverhalten, Apps und vernetzte Geräte geben wir sie preis. Daraus werden hochaussagekräftige Profile, die den Unternehmen Macht über uns geben. Das darf nicht zu Lasten derjenigen gehen, die ihre Daten nicht teilen, und dazu führen, dass ihnen bestimmte, günstigere Verträge nicht angeboten werden. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen die Kontrolle über ihre Daten behalten. Wir wollen Wahlfreiheit und Transparenz auch im Netz umsetzen.

Wir fordern:

Nachhaltigkeit: Menschenrechte und Umweltstandards durchsetzen

Immer mehr Menschen achten auf faire und ökologische Herstellungsbedingungen. Dass für das neue T-Shirt Kinder arbeiten oder für Möbel Regenwald zerstört wird, ist nicht hinnehmbar. Wir wollen erreichen, dass Unternehmen ihre gesamte Lieferkette im Blick haben und auf die Einhaltung von Menschenrechte und Umweltstandards achten. Nachhaltige Produkte sollen leichter erkennbar sein. Waschmaschinen, Drucker oder Smartphones müssen so gebaut sein, dass sie bei einem Defekt repariert werden können anstatt weggeworfen zu werden. Das Vorsorgeprinzip wollen wir stärken und gefährliche Schadstoffe konsequent aus der Produktion verbannen.

Wir fordern:

Weitere Informationen auch unter Nachhaltigkeit.

Verbraucherrechte: Gruppenklagen ermöglichen

Viel zu oft haben Verbraucherinnen und Verbraucher im Schadensfall das Nachsehen. Denn der Weg zum Gericht ist für den Einzelnen zu aufwendig und Verbraucherorganisationen können nicht alle Missstände verfolgen. Wir wollen Verbraucherrechte und Verbraucherorganisationen strukturell stärken.

Wir fordern:

  • Echte Gruppenklage ermöglichen statt zahnloser Musterfeststellungsklage: Klagemöglichkeit nicht nur für Verbände, sondern auch Gruppen von VerbraucherInnen. Durch ein einstufiges Verfahren sollen sie direkt zu ihrer Entschädigung kommen können.
  • Ausgleich für Verbraucherschäden, indem ein Anteil der Bußgelder, die gegen Kartelle verhängt werden, in die Verbraucherarbeit fließt.
  • Stärkung der Verbraucherzentralen und Marktwächter